Bald überall mit Bitcoins bezahlen?

Wie wäre es, so gut wie überall mit Bitcoin zu bezahlen – in jedem Geschäft oder auch online? Zu schön um wahr zu sein? Aber müssten dazu nicht auch die jeweiligen Geschäfte Bitcoins akzeptieren? Das ist doch sehr unwahrscheinlich… Richtig,doch das heißt noch lange nicht, dass man nicht trotzdem mit Bitcoin zahlen kann. Wie soll dass gehen? Wenn man als Deutscher in der Schweiz oder in Norwegen im Urlaub ist, akzeptiert dort auch kein Geschäft den Euro. Und trotzdem kann man problemlos zum Beispiel mit Kreditkarte zahlen. Genau dasselbe Prinzip gibt es jetzt auch für Bitcoins.

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich

Mit Bitcoin Debitkarten ist alles möglich

Das Prinzip ist einfach. Wenn man in einer Fremdwährung zahlt, bucht die Bank im Hintergrund den Eurobetrag vom Konto ab und schreibt ihm dem Händler, zum aktuellen Umrechnungskurs, in der jeweiligen Währung gut. Genauso funktioniert das auch mit Bitcoins. Man bezahlt mit seiner Kreditkarte überall da, wo Kartenzahlungen akzeptiert werden. Der Händler erhält „seine“ Währung, während der Gegenwert vom Wallet des Kunden in Bitcoin abgezogen wird.

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Eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Das macht die Onlinewährung natürlich noch attraktiver als bisher. Das ist auch der Grund, warum große Investoren und Konzerne weiterhin Potential bei Bitcoins sehen. Wir berichteten bereits über den Bitcoin Debitkarten Anbieter Xapo.

Leider ist es nicht immer so einfach eine Bitcoin Kreditkarte zu erhalten. Der Grund ist: Die Nachfrage ist, verständlicherweise, groß und die Kartenherausgeber mussten mittlerweile Wartelisten einführen. Ärgerlich, wenn Kunden teilweise Monate auf ihre Karte warten müssen. Deshalb hat E-Coin – das Unternehmen dürfte in der Bitcoinszene bereits bekannt sein – dasselbe Geschäftsmodell eingeführt und bietet sofort verfügbare Karten an. Im Prinzip handelt es sich genau wie bei Xapo um eine Visa Kreditkarte. Das bedeutet, überall da wo Visa akzeptiert wird, kann auch mit dieser Karte bezahlt werden. Sogar am Geldautomaten kann die entsprechende Landeswährung abgehoben werden.

Kooperation mit BitGo bringt Sicherheit

Wie immer wieder erwähnt, wird das Thema Sicherheit bei Kryptowährungen heiß diskutiert. Das liegt daran, dass die Technologie vergleichsweise jung ist. Effektive Sicherungsmechanismen werden erst nach und nach entwickelt. Obwohl man fairerweise sagen muss, dass der derzeitige Stand schon recht hoch ist, sofern Nutzer sich auch daran halten. Um dem Sicherheitsaspekt noch besser gerecht zu werden, kooperiert E-Coin mit BitGo. BitGo ist eine Sicherheitsfirma aus dem Sillicon Valley. Sie kreierte als erstes Unternehmen Wallets, die durch Multi Signature geschützt sind. Die Vision der Gründer wird schnell klar: „Es ist die Mission von BitGo, die Bitcoin der Welt abzusichern. Indem wir für unsere Kunden und Branchenpartner anfängliche Sicherheitsprobleme rund um Bitcoin lösen, helfen wir hoffentlich der gesamten Bitcoin-Branche beim Wachstum, das unserer Einschätzung nach so schnell und groß ausfallen wird wie beim Internet selbst.”.

Die Partnerschaft von E-Coin mit dem innovativen Unternehmen schafft echtes Vertrauen. Wenn es um Kundengelder geht, dürfen auch keine Kosten und Mühen gescheut werden.

Nachteile der Bitcoin Debitkarten

Es versteht sich von selbst, das zunächst auf dem Bitcoin Konto auch genügend Bitcoins vorhanden sein müssen. Das heißt also, dass trotzdem zuerst Bitcoins gekauft werden müssen. Obwohl das nicht unbedingt als Nachteil zu werten ist. Nachteilig ist vielmehr der vergleichsweise stark schwankende Wechselkurs von Bitcoin zu anderen Währungen, beispielsweise Euro. Der Karteninhaber müsste theoretisch ständig den Wechselkurs im Auge behalten. Ist das Bitcoin Wallet zudem noch knapp kalkuliert, könnte der Einkauf platzen, weil nicht genügend Geld vorhanden ist. Das passiert dann, wenn der Bitcoin Kurs fällt. Sicher, die Schwankungen des Wechselkurses können auch zum Vorteil gereichen, nämlich dann, wenn er steigt.

In diesen Großstädten kann man direkt mit Bitcoin zahlen

Nichtsdestotrotz wächst die Zahl der Händler und Geschäfte, die auch direkt Bitcoins akzeptieren. Kürzlich wurde eine Übersicht der 7 Städte mit der größten Bitcoin Akzeptanz veröffentlicht. Darunter befinden sich auch 3 europäische Hauptstädte.

San Francisco, USA

Wie nicht anders zu erwarten, steht San Francisco aus den USA auf Platz 1. Das liegt natürlich an der unmittelbaren Nähe zum Sillicon Valley, dem Herz der Technologiebranche. 68 Bitcoin Startups haben dort ihren Sitz, darunter auch Kraken, das ehemaligen Mt.Gox Anwendern hilft, ihre Bitcoins wieder zu erlangen.

Mehr als 170 Händler akzeptieren in der Stadt die Digitalwährung. Tendenz: steigend.

Vancouver, Kanada

Der weltweit erste Bitcoin Geldautomat wurde Ende 2013 in dieser Stadt installiert. Mittlerweile gibt es 13 weiterer solcher Automaten. Auch hier möchte man das Netz an Geldautomaten weiter ausbauen. Vancouver ist auch der Sitz von mehreren Bitcoin Börsen und Startup Unternehmen. Aktuell kann bei über 100 Händlern direkt mit Bitcoins gezahlt werden.

London, Großbritannien

Selbstverständlich kann auch in der britischen Hauptstadt London mit Bitcoins gezahlt werden. Über 80 Händler akzeptieren die Onlinewährung. Des Weiteren gibt es auch 4 Bitcoin Geldautomaten in der Stadt. Hier findet regelmäßig das größte Bitcoin Treffen der Welt statt: über 2.300 Anwesende.

Amsterdam, Niederlande

In Amsterdam nahm beispielsweise BitPay seinen Anfang. Der Zahlungsdienstleister wickelt für über 100.000 Händler weltweit Bitcoin Transaktionen ab. Auch BitFury hat seinen Sitz in der niederländischen Hauptstadt. BitFury gilt als das größte Unternehmen, wenn es um Infrastruktur für Bitcoin Mining geht.

Makati, Philippinen

Die Akzeptanz von Digitalwährungen, insbesondere Bitcoin, hat in Ländern mit einem schlechten Bankensystem ein gigantisches Potential vor sich. Da die einheimischen Währungen oftmals schlechter und noch volatiler sind als Bitcoin, erfreuen sich Kryptowährungen gerade in solchen Gegenden großer Beliebtheit. Das ist auch der Grund, warum es auf den Philippinen zu einem überraschen starken Wachstum der Bitcoin Branche kam. Immer mehr Geschäfte – groß und klein – gehen dazu über, Bitcoin zu akzeptieren.

Zürich, Schweiz

Als internationales Finanzzentrum besteht schon fast ein Zwang, sich auch hier mit alternativen Währungen auseinanderzusetzen. Aktuell akzeptieren 64 Händler Bitcoins. Übrigens hat Xapo in einem schweizer Militärbunker teilweise Server gelagert.

Tel Aviv, Israel

Zum jetzigen Zeitpunkt kann bei über 50 Händlern in der israelischen Stadt mit Bitcoins bezahlt werden. Tel Aviv hat eine der aktivsten Bitcoin Meet-Ups mit über 1.780 Mitgliedern.