Südkorea will Bitcoin regulieren: Das Aus für den asiatischen Standort?

öDer Bitcoin Kurs ist von seinem Hoch bei circa 20.000 US-Dollar mittlerweile wieder ein ganz schönes Stück entfernt. In den letzten Tagen hat er sich irgendwo zwischen 12.000 und 14.000 Dollar eingependelt. Doch was ist der Grund für den starken Einbruch der Kryptowährung? Zum Teil wird es wohl an den Plänen der südkoreanischen Regierung liegen, den Handel mit Bitcoin im großen Umfang zu regulieren. Das bedeutet jedoch auch, dass ein wesentlicher Vorteil des Bitcoin-Handels wegfallen wird: Die Anonymität. Die Behörden planen nämlich, dass sich jeder Nutzer mit seinen persönlichen Daten bei den entsprechenden Börsen registrieren muss. Bisher ist das nicht notwendig. Was die Behörden in Südkorea noch planen und wie sich das auf den weltweiten Bitcoin Handel auswirken könnte, zeigt dieser Artikel.

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Keine Anonymität mehr und drohende Börsenschließungen

In Südkorea sind die drei – nach Umsätzen – größten Bitcoin Börsen beheimatet: Bithump, Coinone und Korbit. Vor allem seitdem China den Bitcoin Handel so gut wie verboten hatte, verlagerte sich das globale Geschäft nach Südkorea. Daher überrascht es nicht, dass die Anleger mit Spannung die Entwicklungen in dem asiatischen Land verfolgen, zumindest was die Pläne der Behörden in Bezug auf Kryptowährungen angeht. Diese Verunsicherung wirkt sich natürlich auch auf den Bitcoin Kurs aus und mit sicherlich mit verantwortlich für den starken Kurseinbruch bei Bitcoin. Selbstverständlich gilt auch hier, dass dann Stopps ausgelöst werden, was den Kurs noch weiter drückt. Zudem herrscht ohnehin eine hohe Volatilität in den Krypto-Märkten und viele Marktteilnehmer sind nervös. Nicht nur der Bitcoinkurs muss darunter leiden, sondern auch Aktien, die direkt mit dem Bitcoin Geschäft zu tun haben. Hierzulande wäre das zum Beispiel die Bitcoin Group. Das Unternehmen betreibt die einzige und gleichzeitig Europas größte Bitcoin Börse bitcoin.de. Auch wir haben bereits des Öfteren in unseren bitcoin.de Erfahrungen über die Plattform berichtet. Auf Jahressicht liegt die Aktie jedoch immer noch rund 1.000 Prozent im Plus.

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Weitere Pläne und Gründe der südkoreanischen Behörden

Hong Nam-Ki, Minister für Politikkoordination, begründet die Schritte der Behörden wie folgt: „diese abnormale Situation der Spekulation dürfe man nicht länger durchgehen lassen“. Bereits in den vergangenen Monaten hatte die Regierung die Bürger wiederholt vor einem Investment in Kryptowährungen gewarnt bzw. immer wieder auf die Risiken hingewiesen. Zudem gibt es eine Reihe von Kriminellen, die Anleger um ihr Erspartes bringen. Die Warnungen sind durchaus berechtigt. Gerade in Südkorea ist das „Bitcoin Fieber“ besonders stark ausgeprägt. Gemäß dem Handelsblatt gibt es Schätzungen, wonach rund 2 der 51 Millionen Bewohner bereits in Bitcoin investiert sind. Das wären rund 4 Prozent der Bevölkerung. Bezogen auf Deutschland wären das rund 3,5 Millionen Anleger. Andere Umfragen behaupten sogar, dass in Südkorea jeder Dritte die Kryptowährung besitzt. Obwohl das unserer Meinung nach, vermutlich zu viel sein dürfte.

Das die Warnungen zeitgemäß sind, zeigt ein weiterer Fall: In Südkorea haben Ermittler ein auf Basis der Blockchain Technologie funktionierendes Schneeballsystem aufgedeckt. Die digitale Münzanstalt „Mining Max“ hatte über 270 Millionen Dollar von mehr als 18.000 Anlegern eingenommen und das Geld größtenteils veruntreut. Die Firma warb mit unrealistischen Renditen und zahlte das nur aus neuen Geldern der Einleger.

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Hackerangriffe auf Börsen nach wie vor ein Problem

Leider ist natürlich jede Börse früher oder später Zielscheibe von Hackern. Auch XETRA wird mit Sicherheit permanent von Cyberkriminellen angegriffen. Doch einige Krypto-Börsen haben ihre Sicherheitsvorkehrungen in den letzten Monaten nicht ausreichend genug verstärkt. Das Problem bei einem erfolgreichen Hackerangriff auf eine Bitcoin-Börse ist, dass viele Kunden ihre Coins direkt dort verwahren. Gelangen also Kriminellen in den Besitz der Coins, sind sie für den Kunden verloren, ähnlich, wie wenn ein Dieb Bargeld stiehlt. Das ist zuletzt der südkoreanischen Börse Youbit passiert. Nach einem Hackerangriff musste sie Insolvenz anmelden. Die Behörden vermuten dabei einen Cyberangriff aus dem verfeindeten Nordkoreas.

Die Behörden wollen zudem ein Gesetz erlassen, wonach es ihnen erlaubt ist, unter bestimmten Umständen eine Bitcoin Börse auch zu schließen. Mit all diesen Regulierungen soll der Umfang der Spekulation Einhalt geboten werden.

Zuletzt lagen die Kurse in Südkorea sogar zwischen 15 und 20 Prozent über denen anderer Länder, so die Angabe von bitcoin.com. Das erinnert uns ein wenig an den Bitcoin Handel in Simbabwe. Auch dort liegt der Bitcoin Kurs deutlich über dem Preis hierzulande.

Über die Broker App kann der Bitcoin Handel auch von unterwegs aus verfolgt werden.

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Auch andere Länder schauen nach Südkorea

Selbstverständlich werden die Aktivitäten der südkoreanischen Regierung nicht nur von Anlegern genauestens verfolgt, sondern auch von Aufsichtsbehörden anderer Länder. Denn diese sind am Überlegen, wie sie eventuelle Regulierungen bei sich umsetzen. Möglicherweise dient die Regulierung in Südkorea daher als Muster oder Vorbild. Die Vorgehensweise in den einzelnen Ländern variiert von Börsenschließungen wie in China, über einer regulierten Förderung wie in Japan bis eben hin zum südkoreanischen Modell, wenn man das so bezeichnen will. Südkorea will der Geldwäsche und Steuerhinterziehung mittels Bitcoin allerdings dadurch Herr werden, dass die Anonymität aufgehoben wird. Das muss nicht in jedem Fall ein Nachteil sein. Nicht jeder Anleger nutzt Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether oder Ripple ausschließlich wegen der Anonymität.

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Aufsichtsbehörden tun ihre Pflicht

Das meinen zumindest einige Beobachter. Und zugegeben, irgendwo haben sie auch Recht. Die Behörden haben die Verpflichtung, im elektronischen Online Handel eine gewisse Sicherheit zu schaffen. Cedric Jeanson von BitSpread sagte gegenüber CNBC:

„Ich denke, die Aufseher haben getan, was von ihnen erwartet wird.“

Timo Emden, Deutschland-Chef des Online Brokers DailyFX sagte, dass die möglichen Börsenschließungen wohl nur eine Drohgebärde seien. Es liegt nicht im Interesse der Beamten tatsächlich jetzt alles dicht zu machen. Die Anonymität ist tatsächlich ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite schützt sie vor zu viel Kontrolle durch den Staat. Auf der anderen Seite ermöglicht sie dadurch auch Kriminellen, Bitcoin zu missbrauchen. Auf der anderen Seite, sind kriminelle Geschäfte auch außerhalb des Krypto-Netzwerks möglich und gängig.

HSBC distanziert sich von Bitcoin

Das Handelsblatt berichtet in einem Artikel, dass sich die Deutschland-Chefin der Großbank HSBC, Carola von Schmettow, in einem Interview von Kryptowährungen distanziert:

„HSBC wird niemanden begleiten und unterstützen, der mit Bitcoin spekulieren will … Weder verarbeitet HSBC Zahlungen in virtuellen Währungen noch übernimmt HSBC Bankdienstleistungen für Bitcoin-Börsen… Die Gefahr ist groß, dass Bitcoins für kriminelle Geschäfte im Darknet benutzt werden. Damit habe ich ein ernsthaftes ethisches Problem, denn das ist sicherlich nicht im Interesse der Gesellschaft.“

Naja, inwieweit die Aussage von Frau von Schmettow in Bezug auf ihre ethnischen Bedenken mehr PR als Ernst gemeint ist, bleibt fraglich. Denn da gibt es auch ganz andere Baustellen, selbst bei HSBC.

Neben Bitcoin gibt es bei Plus500 viele weitere Kryptowährungen im CFD Handel.

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Jetzt Bitcoin traden?

Der Handel von Bitcoin ist äußerst spekulativ, da brauchen wir gar nicht zu diskutieren. Doch genau das ermöglicht ja auch die exorbitanten Renditen. Ende Dezember 2017, wurden die ersten Futures auf Bitcoin eingeführt. Damit ist es auch institutionellen Anlegern möglich, auf professionelle Art und Weise Bitcoin zu shorten bzw. sich abzusichern. Für Privatanleger ist dieses Instrument hingegen weniger geeignet. Die Kapitalanforderungen sind einfach zu hoch.

Wer als privater Investor vom Auf und Ab an den Krypto-Börsen profitieren möchte, hat dazu zwei Wege: Der direkte Kauf und Verkauf über eine Börse, wie bitcoin.de oder der CFD Handel. Beim CFD Trading erwirbt der Trader die Kryptowährung jedoch nicht direkt, sondern spekuliert nur auf die Kursbewegung dahinter. Egal für welche Variante Sie sich entscheiden, Sie sollten auf jeden Fall nur Kapital investieren, auf das Sie im Ernstfall auch verzichten können. Sollten Sie über gar keine Erfahrungen verfügen, dann empfehlen wir Ihnen, zuerst auf dem Plus500 Bitcoin Demokonto ohne Risiko zu üben.

Fazit: Südkorea wird Regulierungen durchsetzen

Die Ankündigungen der Regierung in Südkorea, Bitcoin zu regulieren, werden wahrscheinlich auch umgesetzt werden. Zudem sollen Gewinne, die mit dem Bitcoin Trading erzielt werden, ebenfalls besteuert werden. Der Knackpunkt der Regulierung ist vor allem, dass sich Nutzer nicht mehr anonym anmelden können, sondern ihre Identität preisgeben müssen. Das hat zwar Vorteile in Bezug auf Geldwäsche, Terrorfinanzierung usw., aber entspricht genau dem Gegenteil von dem, wozu die Kryptowährung erschaffen wurde.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich