Weiterhin viel Skepsis rund um Kryptowährungen

Aus einer Umfrage zweier Verbraucherzentralen geht hervor, dass die Verbraucher in Deutschland Kryptowährungen weiterhin eher skeptisch gegenüberstehen. An einer Online-Umfrage der Verbraucherzentrale Hessen und der Verbraucherzentrale Sachsen nahmen 1.000 Menschen teil. Die Studie zeigt jedoch auch, dass jüngere Menschen aufgeschlossener gegenüber Kryptowährungen sind. Zudem geht aus der Studie hervor, dass weiterhin Informationen zu Chancen und Risiken von Kryptowährungen fehlen. Nicht nur diese Studie, sondern auch aktuelle Aussagen bekannter Personen aus der Finanzwelt zeigen, dass mit Blick auf Kryptowährungen noch immer viel Skepsis besteht.

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Junge Menschen offener beim Thema Kryptowährungen

Die aktuelle Umfrage der Verbraucherzentralen Hessen und Sachsen zeigt deutliche Unterschiede in den einzelnen Altersgruppen. Junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahre zeigen mehr Interesse an Bitcoins und anderen Kryptowährungen als ältere Teilnehmer der Umfrage. In der Altersgruppe der 18 bis 29-jährigen sagte jeder dritte, dass den Kauf von Coins interessant findet. Auf alle Altersgruppen bezogen sagten dies lediglich zehn Prozent.

Die Studie zeigt auch, dass das Wissen über Kryptowährungen und die Bekanntheit von Bitcoin & Co. zunimmt. Elf Prozent der Befragten gaben zwar an, noch unentschlossen bei Kryptowährungen zu ein, aber immerhin 17 Prozent sagten, dass Kryptowährungen aus ihrer Sicht das Geld der Zukunft sei. Dieser Wert ist in der Tat etwas überraschend, da das mediale Interesse, dass im letzten Jahr rund um Bitcoins herrschte, mittlerweile deutlich abgeflaut ist und auch die Kurse von Kryptowährungen sinken.

Großteil der Befragten kann sich kein Investment in Kryptowährungen vorstellen

Noch immer können sich laut der Studie jedoch 77 Prozent der Befragten nicht vorstellen, in Kryptowährungen zu investieren. Für jeden siebten ist ein solches Investment riskant oder sogar sehr riskant. Die Hälfte der Befragten sagte jedoch, dass sie Kryptowährungen kennen würden. Dieser Wert zeigt, dass die Bekanntheit von Kryptowährungen zunimmt.

Kryptowährungen für ein Viertel der Befragten interessantes Spekulationsobjekt

Ein Viertel der Befragten sehen in Kryptowährungen ein interessantes Spekulationsobjekt, da man auf diesem Weg rasch Gewinne erzielen könne. Allerdings endet die Umfrage der Verbraucherzentralen mit einer Warnung vor Betrug sowie der Empfehlung, kein Wallet zu eröffnen. Es gibt zwar noch immer unseriöse Anbieter für Dienstleistungen rund um Kryptowährungen, doch auch zahlreiche renommierte Unternehmen sind in den Kryptomarkt eingestiegen. Dieser bieten auch für Privatpersonen Angebote an, über die diese am Kryptohandel teilnehmen können.

Der Bitcoin (BTC) ist der bekannteste Krypto-Coin

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Skepsis nicht nur bei Verbrauchern

Die Umfrage der Verbraucherzentralen zeigt, dass in Deutschland noch immer Skepsis und Unsicherheit mit Blick auf Kryptowährungen vorhanden ist. Diese Skepsis teilen auch Unternehmen und bekannte Personen aus der Finanzbranche. So sagte vor einigen Tagen beispielsweise der Vorstandsvorsitzende des weltweit größten Vermögensverwalters Blackrock, Larry Fink, dass er derzeit nicht von einer Einführung eines Bitcoin-ETFs ausgehe, da der Markt und die Kryptoindustrie dafür noch nicht reif seien.

Hoffnung auf Bitcoin-ETF

Beobachter hoffen dagegen, dass ein Bitcoin-ETF nicht nur die Kurse steigen lassen könnte, sondern auch frisches Kapital, insbesondere von Institutionen, auf den Markt bringt. Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC lehnte jedoch bisher alle Anträge für einen Bitcoin-ETF ab. Fink bezweifelt, dass die Behörde in absehbarer Zeit einen solchen ETF genehmigen wird.

Fink äußerte seine Skepsis hinsichtlich eines Bitcoin-ETFs auf der  New York Times Dealbook-Konferenz. Auch hinsichtlich der Zukunft eines solchen Finanzinstruments zeigte er sich unsicher. Neben der Frage, ob der Markt reif für einen Bitcoin-ETFs sei, bezog er sich auch darauf, dass vor allem Bitcoins immer wieder mit illegalen Aktivitäten wie Steuerhinterziehung, Terrorfinanzierung oder Geldwäsche in Zusammenhang gebracht werden. Allerdings kamen zahlreiche öffentliche Institutionen zu dem Ergebnis, dass lediglich ein sehr kleiner Teil aller Bitcoin-Transaktionen und Transaktionen mit anderen Kryptowährungen für derartige Zwecke missbraucht wird.

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Blackrock unterstützt die Blockchain

Vor einigen Monaten kamen Gerüchte auf, dass auch Finks Unternehmen in den Handel mit Kryptowährungen einsteigen könnte. Fink dementierte diese damals jedoch. Allerdings plant Blackrock den Aufbau eines Blockchain-Teams. Da Blackrock ein Vermögen von 5,5 Billionen Dollar verwaltet und auch zahlreiche festverzinsliche Vermögenswerte Teil des Portfolios sind, könnte die Blockchain dazu beitragen, deren Verwaltung zu optimieren.

Auch wenn Fink eher als Skeptiker von Kryptowährungen gilt, so unterstützt er somit dennoch die Blockchain. Er sagt allerdings auch, dass es womöglich bald eine digitale Währung für den internationalen Handel geben wird. Noch sei dies jedoch nicht soweit, da die Welt dafür noch nicht reif wäre.

Blockchain kommt immer mehr in der Wirtschaft an

Neben Blackrock installieren viele Unternehmen ein Blockchain-Team und experimentieren mit der neuen Technologie. Beispielsweise stellt auch Facebook hierfür ein Team zusammen. Viele Unternehmen in aller Welt haben den Nutzen der Blockchain für Verwaltung und Industrie bereits erkannt, daher wird sie in vielen Bereichen in Wirtschaft und Industrie wohl bald verstärkt genutzt.

Argumentation der SEC ähnlich

Die Argumentation von Larry Fink ähnelt durchaus den Argumenten, die die SEC in den letzten Monaten bei den Ablehnungen der eingereichten ETF-Anträge verwendete. Die Behörde verwies unter anderem darauf, dass es beim Anlegerschutz weiterhin Schwierigkeiten gebe. Zudem argumentiert sie, dass der Kryptomarkt nicht reif und groß genug für einen Bitcoin-ETF sei.

Eine Veränderung dieser Haltung könnte die neue Kryptobörse Bakkt, die im Dezember an den Start gehen soll, mit sich bringen. Diese wird von der Intercontinental Exchange aufgebaut, die auch die Börse in New York betreibt. Auch die Hoffnung, dass die Kurse der wichtigsten Kryptowährungen wieder steigen, ist mit dem Launch der Börse verbunden.

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Auch Janet Yellen mit Äußerungen gegen Bitcoins

Larry King war in den letzten Tagen nicht der einzige prominente Vertreter der Finanzwelt, der Kritik an Kryptowährungen äußerte. Auch die ehemalige Vorsitzende der amerikanischen Notenbank Federal Reserve, Jaent Yellen, fand auf dem Canada FinTech Forums in Montreal kritische Worte. Sie vertrat dort die Auffassung, dass Bitcoins weder ein Wertspeicher noch eine Währung seien. Schon in ihrer Zeit als Fed-Chefin äußerte sie sich immer wieder kritisch über Kryptowährungen.

Im vergangenen Jahr erkannte sie zwar die Wertsteigerungen von Bitcoins an, sagte jedoch, dass diese ein hochspekulativer Vermögenswert seien. Bitcoins seien als Wertquelle nicht stabil. Allerdings sah sie keine Gefahr für die internationale Finanzstabilität, da Bitcoins einen eher kleinen Teil des weltweiten Zahlungssystems darstellen.

Zahlreiche Negativargumente vorgebracht

In Kanada brachte Yellen nun eine Reihe an Gegenargumenten über Kryptowährungen vor. Auch sie verwies auf die Nutzung von Transaktionen für illegale Aktivitäten. Kryptowährungen sind für sie weder eine Währung noch ein Wertspeicher. Zudem verwies sie darauf, dass für das Schürfen von Kryptowährungen viel Strom benötigt wird und bezweifelte, dass Bitcoins ein effizientes Mittel zur Abwicklung von Zahlungen sind. Des Weiteren ist die Durchführung von Zahlungen vergleichsweise langsam. Die Dezentralisierung von Kryptowährungen ist für Yellen ebenfalls eine Hürde.

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Nicht alle Kritikpunkte falsch

Janet Yellen liegt nicht in allen Punkten falsch. Transaktionen mit Bitcoins benötigen in der Tat mehr Zeit als mit anderen Kryptowährungen und auch der Stromverbrauch ist erheblich. Forscher des Oak Ridge Institute for Science and Education fanden kürzlich heraus, dass für das Bitcoin-Mining so viel Strom benötigt wird, wie ganz Dänemark in einem Jahr verbraucht. Allein bis Mitte 2018 verbrauchte das Bitcoin-Mining rund 30 Milliarden Kilowattstunden an Strom. In Dänemark wurde im Jahr 2015 insgesamt etwa 31 Milliarden Kilowattstunden an Strom benötigt.

Fazit: Verbraucher und Prominente aus Finanzwelt mit Skepsis gegenüber Bitcoins

Eine Umfrage der Verbraucherzentralen in Hessen und Sachsen kam nun zu dem Schluss, dass viele Verbraucher in Deutschland beim Thema Kryptowährungen weiterhin skeptisch sind. Die Hälfte der Befragten sagte jedoch, dass ihnen Kryptowährungen ein Begriff sind. Dies zeigt, dass die Bekanntheit von Bitcoins und anderen Kryptowährungen immer weiter steigt. Die Studie zeigt aber auch, dass weiterhin viel Informationsbedarf rund um die Chancen und Risiken von Kryptowährungen besteht.

Das Interesse an Kryptowährungen schwankt je nach Alter. Jüngere Menschen bis 29 Jahre zeigen ein stärkeres Interesse an Bitcoins und auch an unbekannteren Kryptowährungen. In der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren sind Kryptowährungen für jeden Dritten eine interessante Investitionsmöglichkeit. Auf alle 1.000 Teilnehmer der Online-Umfrage bezogen, ist dies nur bei zehn Prozent der Befragten der Fall. Immerhin 17 Prozent der Teilnehmer sehen in Kryptowährungen das Geld von Morgen, aber 77 Prozent können sich keine Investition in Kryptowährungen vorstellen.

Nicht nur die Verbraucher in Deutschland sind skeptisch gegenüber Kryptowährungen, auch zwei prominente Vertreter aus der Finanzwelt äußerten sich kürzlich eher negativ. Larry King, der CEO des Vermögensverwalters Blackrock, sagte, aus seiner Sicht sei der Markt und die Kryptoindustrie noch nicht reif für einen Bitcoin-ETF. Janet Yellen, die bis Februar Vorsitzende der amerikanischen Notenbank war, sagte, dass Bitcoins für sie weder eine Währung noch ein Wertspeicher seien.

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