Scheingeldsystem ist Ursache allen Übels

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich

Der Gründer und Geschäftsführer der Filmproduktion www.bitfilm.com, Aaron Koenig, organisiert regelmäßige Bitcoin-Treffen in Berlin. Des Weiteren berät er Unternehmen beim Einsatz von Bitcoin-Technologie.

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Er ist der Meinung: Die staatliche Finanztyrannei muss ein Ende haben. Bitcoin ist Bargeld in digitaler Form und kann nicht verboten werden.

In einem Artikel der Online Ausgabe Capital sinniert er weiter über dieses Thema nach…

Das hierzulande herrschende Geldsystem zeigt in Griechenland sein wahres Gesicht. Lediglich geringe Beträge konnten die Menschen in diesem Land nur noch von ihrem eigenen Konto abheben. Ein vollkommen überlasteter Staat ist nicht mehr in der Lage, offene Rechnungen zu begleichen. Die Wirtschaft gerät immer tiefer in eine Misere. Die „Reformmaßnahme“ der europäischen Politiker sieht nichts anderes vor, als weiterhin Steuern zu erhöhen und damit als logische Konsequenz die Situation der Griechen weiterhin zu verschlimmern. Die Wiedereinführung der Drachme sowie der damit verbundene Austritt aus dem Euro werden keine Besserung in Griechenland bringen.

Die Ursache des Problems

Der Kern der Misere liegt in unserem staatlichen Scheingeldsystem, welches seit 1971 weltweit die Norm ist. Nicht nur zahlreiche Finanzkrisen gehen auf sein Konto, auch die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich sind ihm zuzuschreiben.

Das gesamte Problem kann auf die Entstehung des „virtuellen Geldes“ zurückgeführt werden: Zentral- sowie auch Geschäftsbanken genießen das staatliche Privileg, aus dem Nichts Geld zu erschaffen, was wiederum aber zu einer regelrechten Verwässerungen des Geldwertes führt und demnach ausschließlich diejenigen bevorzugt, die nah an der Quelle des „virtuellen Geldes“ sitzen, nämlich in erster Instanz Banker und Politiker.

Dieses Zeitalter steht für eine scheinbar unersättliche Vermehrung des Geldes und damit auch für eine wesentlich einfachere Verschuldung. Seit dem Ende der Golddeckung können fast alle Staaten auf einen Schuldenberg blicken, der bisher unbekannte Höhen erreicht hat. Die Griechen bilden da keine Ausnahme. Die Frage, wann dieses Kartenhaus, bestehend aus Schulden, in sich zusammenbrechen wird, bleibt offen. Eins ist jedoch klar: Irgendwann verliert jedes Kartenhaus den Halt.
Aaron König ist der Meinung: Packen wir das Übel nicht jetzt an der Wurzel, wird es uns früher oder später wie den Griechen ergehen, denn diese sind lediglich das Ergebnis einer Entwicklung, welches sich aus dem „großen Ganzen“ ergibt.

Das Internet-Zeitalter braucht eine geeignete Währung

Ein Ausweg aus der Misere muss her. Zweifellos wäre der beste Weg der, das staatliche Geldmonopol abzuschaffen. Ersetzen könnte man es danach durch einen freien Wettbewerb nicht staatlicher Währungen. Ohne Zweifel kann hier als die Bekannteste unter ihnen der Bitcoin genannt werden: Er weist exakt dieselben Qualitäten auf, welche Gold über tausende Jahre hin zum beliebtesten Zahlungsmittel gemacht haben. Dieses „Geld“ ist knapp, teilbar, absolut fälschungssicher sowie unverwüstlich.
Der Staat hat diesen Zwang, nämlich Papiergeld als gesetzliches Zahlungsmittel anzuerkennen, uns auferlegt. Kein Mensch würde sonst für ein bedrucktes Papierblatt arbeiten gehen. Der Bitcoin oder auch Gold im Vergleich werden ganz von allein angenommen, denn diese weisen besondere Qualitäten auf.

Per Knopfdruck kann Mario Draghi jeden Tag neue Geldscheine erzeugen und somit zeitgleich unsere Ersparnisse abwerten. Die Produktion der Bitcoins dagegen ist strengstens geregelt: Ihre Gesamtmenge ist aufgrund einer Software auf 21 Millionen begrenzt.
Bitcoins haben den Vorteil, dass man sie, im Gegensatz zu Gold, in Sekunden einmal um die Welt schicken kann. Und das alles zu minimalen Kosten. Der Bitcoin ist somit das perfekte Geld für unser digitales Zeitalter.

Eins ist klar, der Staat wird nicht freiwillig auf sein Monopol verzichten. Doch der freie Wettbewerb, vorgeschlagen von Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek, hat bereits begonnen. Das System um den Bitcoin ist gegen jegliche staatliche Verfolgung immun. Weder die zentrale Abschaltung, noch die Schließung einer Bitcoin-Firma sind möglich. Die freie Software ist für jeden zugänglich – ganz ohne die Erlaubnis von irgendwem. Mit dem Bitcoin wäre im Falle des Bekanntwerdens um unser Scheingeldsystems, eine gut funktionierende, weltweite Zahlungsmethode als Alternative da.

Gegenpol zum Scheingeldsystem

Um Kapitalverkehrskontrollen, wie sie in Griechenland praktiziert werden, zu umgehen, könnte es bereits jetzt schon interessant sein, einen gewissen Teil des eigenen Geldes in Bitcoins umzutauschen. Der große Vorteil der Bitcoins liegt darin, völlig unantastbar gegenüber Sperrungen bzw. Konfiszierungen zu sein, denn sie sind digitales Bargeld, welches nicht verboten werden kann. Das Aufbewahren sowie die Handhabung der Bitcoins ist wesentlich einfacher im Vergleich zu unserem üblichen Papiergeld. Man hat die Möglichkeit von Bitcoins Sicherheitskopien anzufertigen und diese an verschiedenen Orten abzuspeichern. Das Überschreiten von Grenzen ist ebenfalls einfacher, denn selbst wenn man Millionenwerte bewegen möchte, muss man lediglich einen digitalen Code sichern. Dieser passt auf einen USB-Stick bzw. ein Blatt Papier.

Im März 2013 wurden während der Bankenkrise auf Zypern die Konten der Bürger gesperrt und Sparguthaben über 100.000 Euro enteignet. Zu diesem Zeitpunkt konnte beobachtet werden, wie das Interesse und damit der Kurs am Bitcoin rasant anstiegen. Im absehbaren Fall eines griechischen, französischen oder auch italienischen Staatsbankrotts kann damit gerechnet werden, dass eine nahezu gleiche Entwicklung um den Bitcoin eintreten wird. Eine jetzige Investition in den Bitcoin lohnt sich, denn jetzt ist der Kurs noch relativ günstig mit rund 220 Euro.
Der Bitcoin als nicht-staatliche Währung ist eine äußerst wirkungsvolle Waffe im Kampf gegen die „staatliche Finanztyrannei“. Durch den Bitcoin wird der Staat entwaffnet, denn nun hat dieser keine Möglichkeit mehr unser Eigentum zu beschlagnahmen bzw. durch eine Inflation im Wert zu mindern. Die Krise in Griechenland hat die Schwachstellen unseres staatlichen Scheingeldsystems besonders deutlich aufgezeigt. Jetzt haben wir die Freiheit auf ein besseres, effektiveres System umzusteigen.