Bitcoin wird in PayPal Payment Hub aufgenommen

PayPal ist ursprünglich mit der Vision angetreten, eine Alternative zum US-Dollar als Zahlungsmittel zu schaffen, wie Mitgründer Peter Thiel in seinem Buch „Zero to One“ (übrigens sehr lesenswert) preisgibt. Zugegeben, PayPal hat in der letzten Dekade eher die Kasse des Eigentümers Ebay gefüllt, als eine Währungsrevolution voranzutreiben.

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Paypal goes Bitcoin

Eventuell bewegt sich der Online-Payment-Riese jetzt aber doch noch in Richtung der Vision seiner Gründer. PayPal macht Ernst. Der Zahlungsdienstleister hat diese Woche bekanntgegeben, dass er mit BitPay, Gocoin und Coinbase kooperiert, um Händlern von digitalen Gütern die Möglichkeit zu geben, über PayPals Payment Hub Bitcoins zu akzeptieren. Der Bitcoin-Kurs reagierte diese Woche zum ersten Mal seit längerer Zeit auf eine gute Nachricht und notierte am Dienstag kurzfristig wieder über $450.

Klingeltöne, Spiele, Musik – das etwa sind die digitalen Güter, die nun über PayPals Payment Hub gegen Bitcoins verkauft werden können. In voller Länger gibt es das Statement im Blog von PayPal nachzulesen.

Hier die Kurzzusammenfassung: PayPal findet Bitcoins toll (“Bitcoin hat für Schlagzeilen in diesem Jahr gesorgt, und das aus gutem Grund … wir glauben daran, dass Bitcoin einzigartige Möglichkeiten bietet …”). Die Integration in den Payment Hub bedeutet aber nicht, dass Bitcoin auch in die digitale Wallet von PayPal passt. “PayPal hat schon immer Innovation unterstützt, aber immer auf eine Weise, die Zahlungen sicher und zuverlässig für unsere Kunden machen. Unsere Herangehensweise an Bitcoin ist nicht anders.” Daher unterstützt PayPal Bitcoin graduell und wartet, wie sich die Sache entwickelt. Das klingt schon etwas weniger nach Visionen und Begeisterung, aber vielleicht ist es ja genau das, was Bitcoin für eine nachhaltige Entwicklung jetzt braucht. Die Boom & Bust-Phase war einmal.

Paypal Payment Hub: Bitcoin-Option vorerst nur in Nordamerika verfügbar

Ob und wann Bitcoin global im PayPal Payment Hub verfügbar sein wird, ist derzeit nicht bekannt. Die Formulierung „first to merchants in North America“ lässt aber auf eine Intention zur Ausweitung des Services schließen, was aus europäischer Sicht und für Bitcoin generell natürlich zu begrüßen wäre.

Der Bitcoin-Kurs konnte sich im Wochenverlauf nicht über $450 behaupten und notiert aktuell knapp über $400. Unabhängig von der Kursentwicklung zeigt PayPal, dass man in Bitcoin ein ernstzunehmendes Zahlungsmittel sieht. Kurz gesagt – PayPal macht Bitcoin seriös.

Etwas zweifelhaft könnte aber sein, dass ausgerechnet eine Firma, die Bitcoin eigentlich unnötig machen sollte, nun als Retter auftritt. Von der Idee, dass Bitcoin Mittelsmänner ausschaltet, bleibt da nicht mehr allzuviel, wenn PayPal die Zahlungen prozessiert und BitPay oder Coinbase Bitcoins gegen Dollar umwandeln. Aber Kollaboration und Integration ist ein erster Schritt zu weitreichender Akzeptanz – und die ist nunmal Voraussetzung für ein langfristig funktionierendes Zahlungsmittel.