Norwegen plant Kryptowährung – Keine Krypto Steuer in Polen

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Seit einiger Zeit beschäftigen sich immer mehr Staaten und Zentralbanken mit Kryptowährungen. Dabei sind es nicht nur unbedeutende und „kleine“ Länder, sondern auch westliche Industrieländer. Inbesondere auch die skandinavischen Regierungen und Notenbanker machen sich ernsthaft Gedanken über die Einführung einer digitalen Währung. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch der Grund: Der „Wille“ der Bevölkerung. Nutzt diese nämlich kein Bargeld mehr, so ist die Notenbank schon fast dazu gezwungen, eine staatliche Kryptowährung einzuführen. Auch in Polen tut sich etwas in der Krypto-Szene. Eigentlich wollte die Regierung dort Geschäfte mit Kryptowährungen besteuern. Doch dagegen regte sich solcher Protest, dass das Finanzamt die Steuer erstmal doch nicht einführt, sondern zeitlich nach hinten verlagert.

Immer weniger Menschen in Norwegen nutzen Bargeld

Noch ist es nicht so weit, dass die norwegische Zentralbank, die Norges Bank, tatsächlich eine Kryptowährung einführt. Allerdings gibt es bereits Modelle und ernsthafte Überlegungen für die Einführung einer virtuellen Währung. Wie die Norges Bank erklärt, wird sie natürlich weiterhin Bargeld drucken, solange eine Nachfrage danach besteht. Sollte es jedoch keine Nachfrage mehr geben, so müsste man sich nach einer Alternative umschauen, wie zum Beispiel Kryptowährungen. Doch warum überhaupt eine Alternative? Reicht es nicht, wenn die Bevölkerung mit Kreditkarte oder Karte zahlt? Die Antwort dazu, haben wir bereits in einem anderen Artikel gegeben.

In dem Artikel Führt Schweden die E-Krone ein? sind wir detaillierter auf diese Problematik eingegangen. Dort erklärten wir, dass Bankguthaben der Bevölkerung bei einem Kreditinstitut lediglich eine Forderung gegenüber der Bank, aber kein gesetzliches Zahlungsmittel ist. Zwar wird im täglichen Leben dieses Guthaben dem praktisch gleichgesetzt. Doch rechtlich gesehen, handelt es sich nur um eine Verbindlichkeit der Bank gegenüber ihren Kunden. Offizielles gesetzliches Zahlungsmittel sind nur Banknoten sowie Zentralbankgeld. Zum letzteren haben Privatpersonen aber keinen Zugang. In einer Krise könnte das Vertrauen verloren gehen, mit unberechenbaren Folgen für die Wirtschaft und das Land. Eine Alternative dazu könnten eben Kryptowährungen sein. Sie sind digitale und sofern von der nationalen Notenbank dazu erkoren, auch gesetzliches Zahlungsmittel.

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Laut der Aussage der Norges Bank, würde es sich in Norwegen um eine gedeckte Kryptowährung handeln. Damit würde auch Vertrauen von Seiten der Bevölkerung und anderer Nutzer entstehen. Und das ist eine der Kernaufgaben einer Notenbank, das Vertrauen in die Währung bzw. das Währungssystem aufrechtzuerhalten. Übrigens hat auch die Notenbank von Großbritannien Berichte veröffentlicht, nach denen sie ebenfalls an einer staatlichen Kryptowährung forscht.

Nach Protesten in Polen: Keine Steuern auf Kryptowährungen

Einen Erfolg aus Sicht der Krypto-Szene konnten die Befürworter von Bitcoin & Co. in Polen erringen. Dort hatte die Regierung Anfang des Jahres eine Steuer auf Kryptowährungen ins Spiel gebracht. Diese wurde dann auch zunächst eingeführt. Die Steuer sieht vor, dass Gewinne auf Geschäfte mit Kryptowährungen nach dem persönlichen Einkommenssteuersatz besteuert werden. Dieser liegt in Polen zwischen 18 und 32 Prozent. Der Spitzensteuersatz ist demnach deutlich geringer als in Deutschland. Das allein wäre vielleicht noch kein Grund gewesen, zu Protesten aufzurufen. Doch der zweite Teil der Krypto Steuer hatte es in sich: Auf jede Transaktion mit Kryptowährungen soll eine Steuer von 1 Prozent gezahlt werden – unabhängig davon, ob die Transaktionen einen Gewinn oder Verlust für den Nutzer bringen. Eine Steuer von einem Prozent je Transaktion ist natürlich extrem viel. Das war wahrscheinlich der Punkt, der das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen brachte.

Die Reaktion der Krypto Befürworter ließ nicht lange auf sich warten. Zunächst wurde eine Online Petition gestartet. Bisher haben knapp 6.000 Personen diese Petition unterzeichnet. Die Petition hat das Ziel, die Regulierung des Krypto-Marktes von Seiten des polnischen Staates zu unterbinden. 6.000 Unterzeichner klingt nicht gerade viel. Die Gegner der polnischen Krypto-Politik gingen jedoch noch weiter. Viele „Betroffene“ versammelten sich zu einer Demonstration vor dem Finanzministerium um ihrer Meinung Geltung zu verschaffen.

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Demonstrationen zeigen Wirkung

Das schien Wirkung zu zeigen. Denn das Finanzministerium hob die Steuer auf Krypto Transaktionen tatsächlich vorübergehend auf. Wie eine polnische Presseagentur berichtete, gab es ausführliche Gespräche des polnischen Finanzministeriums mit den Demonstranten. Die Folge ist, dass die Steuer zunächst ausgesetzt ist. Man möchte sich zunächst noch gründlicher über digitale Währungen informieren, um eine angemessene Steuer- und Regulierungspolitik einzubringen. Polen hatte in den vergangenen Jahren eine eher Krypto-freundliche Haltung. Als Folge zogen viele Krypto-Unternehmen nach Polen und siedelten sich dort an. Ende letzten Jahres schien die polnische Regierung bzw. das Finanzministerium jedoch eine totale Kehrtwende zu vollziehen. In mehreren Aktionen wurde quasi öffentliche eine Kampagne gegen Bitcoin & Co. gestartet. Allerdings nicht offen. Dafür wurde zum Beispiel ein in Polen bekannter YouTuber dafür bezahlt, ein entsprechendes Video zu veröffentlichen bzw. darin mitzuspielen.

Erst im Nachhinein wurde bekannt, dass das polnische Finanzministerium mehrere solcher Aktionen in Auftrag gegeben und finanziert hatte. Das Ganze ließen sich die Behörden mehrere zehntausend Euro kosten. Die „Aufklärungsvideos“ waren jedoch so derart negativ gegen Kryptowährungen gerichtet, dass sie deutlich über das Ziel der Risikoaufklärung hinaus schoss. Wie die ganze Angelegenheit nun weitergeht, muss abgewartet werden.

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Nach Griechenland folgt Italien? Mit Bitcoin Kapitalkontrollen umgehen

Das hat zwar nicht direkt etwas mit der norwegischen Zentralbank oder Polen zu tun. Dennoch könnte es ein Problem sein, welches auf die Italiener in absehbarer Zukunft zukommt. Ähnlich wie in Griechenland zur Euro-Krise könnte es Kapitalverkehrskontrollen von Seiten der Regierung geben. Damals berichteten wir, wie einige Griechen mit Bitcoin die Kapitalverkehrskontrollen umgingen. Sollte es in Italien zu ähnlichen Problemen kommen, dann würde das dem Bitcoin Kurs und natürlich auch anderen Kryptowährungen, deutlichen Aufschwung geben.

Zumindest sind digitale Währungen für solche Notzeiten aktuell noch gut geeignet. Im Gegensatz zu Gold lassen sie sich auch sehr schnell über Ländergrenzen hinweg transferieren.

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Fazit: Staaten müssen umdenken

Es ist schon erstaunlich, in welcher Geschwindigkeit Kryptowährungen ins Bewusstsein der Menschen Einzug gehalten haben. Im Jahr 2009 wurde Bitcoin erschaffen. Zwar haben sie es gefühlt noch nicht ins Leben der meisten Menschen geschafft. Doch virtuelle Währungen sind keinesfalls eine Randerscheinung von irgendwelchen Nerds. Und sie werden auch nicht mehr verschwinden. Das heißt natürlich nicht, dass Bitcoin für immer existieren muss. Gut möglich, dass es die „Ur-Kryptowährung“ bald schon nicht mehr gibt bzw. in die Bedeutungslosigkeit versinkt. Doch digitale Währungen im Allgemeinen werden sich behaupten. Das zeigt ja auch, wie viele Staaten sich sogar mit diesem Thema auseinandersetzen (müssen). Es bleibt ihnen oft gar keine andere Wahl.

Fakt ist aber auch, dass Kryptowährungen bis dato in erster Linie häufig noch Spekulationsobjekt sind. Viele CFD Broker haben daher die digitalen Basiswerte in ihr Angebots-Portfolio mit aufgenommen und ergänzen es stetig. Der Vorteil des Krypto Tradings auf Basis von CFDs ist, dass der Trader dabei sowohl auf steigende, als auch auf fallende Kurse spekulieren kann. Das ist zum Beispiel mit dem direkten Kauf und Verkauf von Coins nicht möglich. Zwar gibt es mittlerweile auch einen Bitcoin Future. Doch die Voraussetzungen, um diesen zu handeln, sind für private Anleger schlicht nicht zu erfüllen.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
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