Bitcoin-Börsen MintPal und JustCoin sind pleite!

„Closed Sign in Yellowstone“ von Bryan Mills via flickr.com. Lizenz: Creative Commons 2.0

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  • Bringen wir die schlechten Nachrichten hinter uns: Die beliebte Altcoin-Börse MintPal ist nicht mehr. Was genau passiert ist und was Moolah damit zu tun hat, ist verworren, könnte aber dramatisch sein. Ebenfalls verworren ist die Schließung der norwegischen Börse JustCoin. In beiden Fällen gibt es Hacks und ausgetrocknete finanzielle Mittel.

  • Bringen wir die schlechten Nachrichten hinter uns: Die beliebte Altcoin-Börse MintPal ist nicht mehr. Was genau passiert ist und was Moolah damit zu tun hat, ist verworren, könnte aber dramatisch sein. Ebenfalls verworren ist die Schließung der norwegischen Börse JustCoin. In beiden Fällen gibt es Hacks und ausgetrocknete finanzielle Mittel.

    MintPal

    MintPal war eine recht beliebte Altcoin-Börse mit einer guten Usability und einem mäßigen Sicherheitssystem. Im Juli wurde MintPal gehackt und um 8 Millionen Vericoin bestohlen. Daraufhin kaufte Moolah, eine britische Payment-Plattform, die Börse und kündigte einen Relaunch an. Nach einigen Verzögerungen ging MintPal unter der neuen Besitzerschaft Anfang Oktober wieder online, allerdings kam es sofort zu Problemen und einige Nutzer hatten keinen Zugriff auf ihren Account. Kurz darauf meldete Moolah Insolvenz an, angeblich, weil die Kosten gestiegen aber die Erlöse gesunken waren. Alex Green, der Geschäftsführer von Moolah, trat zurück, MintPal schloss wieder, und die Bitcoins vieler User waren irgendwie verschwunden. Dann begann die Schlammschlacht:. Laut den ehemaligen Besitzern von MintPal war bereits der Relaunch von MintPal eine Totgeburt: “Eine buggy Plattform, ein 20-Dollar-UI-Template und fehlende Features.” Außerdem habe es einen weiteren Hack gegeben und Green sei gedoxed worden – was meint, dass seine wahre Identität enthüllt wurde: Er sei der Serienbetrüger Ryan Kennedy/Gentle. Green antwortete, er habe seinen Namen offiziell geändert, um einen Neustart zu beginnen. Die ehemaligen MintPal-Besitzer meinen dagegen, Green habe von MintPal 4.000 Bitcoins hinterschlagen und würde diese über LocalBitcoins verkaufen, und haben eine Klage gegen Green eingereicht. Eine Menge Chaos, nicht?

    JustCoin

    Auch in Norwegen ist nicht alles koscher. Justcoin, eine eher kleine Börse, die neben Bitcoins vor allem für den Handel mit Ripple und Stellar beliebt war, hat vergangene Woche Konkurs angemeldet. Sie hat ihren Kunden per Email mitgeteilt, dass diese bis zum 11. November sämtliche Guthaben abheben sollten. Der Grund sei, dass die Bank von Justcoin die Zusammenarbeit eingestellt habe und keine andere norwegische Bank bereit sei, mit einem Kryptowährungsunternehmen zusammenzuarbeiten. Zufälligerweise war Justcoin aber auch kurz zuvor das Opfer eines Hacks geworden. Als die Börse am 12. Oktober den Handel vorübergehend einstellte, waren bereits 32 Millionen Ripple und 54 Millionen Stellar verschwunden. Mit einem Jahresumsatz von 210.000 norwegischen Kronen – knapp 25.000 Euro – dürfte Justcoin aber kaum jemals Plus gemacht haben und schon gar nicht genügend Gewinn, um den Verlust des Hacks im Gegenwert von etwa 300.000 Dollar zu decken. Eine ehemalige User beklagten sich daraufhin auch, dass sie Probleme bei der Auszahlung hatten, aber dazu wollen wir uns keine Meinung bilden.

    Es ist bedauerlich, wenn Unternehmen, die mit Sicherheit ehrlich begonnen haben, auf diese Weise enden. Beide Fälle zeigen jedoch, dass eine Kryptobörse ein sensibles Unternehmen ist, das durch einen Hack in den Bankrott getrieben werden kann. Sie zeigen auch, dass es in diesen Fällen sehr wahrscheinlich ist, dass die Kunden zumindest zum Teil auf ihren Verlusten sitzenbleiben.