Kryptowährungen über regulierte Fonds handeln

In der Schweiz hat mit der Crypto Fund AG erstmals ein Unternehmen eine Erlaubnis der  Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) erhalten, um nun in die Vermögensveraltung von digitalen Assets durchführen zu dürfen. Die Crypto Fund AG unterstützt ihre Kunden beim Kauf, dem Verkauf und der Verwaltung von Kryptowährungen, darunter Bitcoin, Bitcoin Cash und Ethereum.

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Vermögensveraltung und Vertrieb von Fonds

Mit der Erlaubnis durch die FINMA darf das Unternehmen nun in die Vermögensveraltung und den Vertrieb von Fonds aus dem In- und Ausland im Bereich der Kryptowährungen einsteigen. Aus einer Pressemitteilung wird ersichtlich, dass das Unternehmen als Vermögensverwalter von kollektiven Kapitalanlagen nun auch Anlagebetreuung für institutionelle Kunden mit Bezug zu Kryptowährungen durchführen darf. Fehlt dieser Genehmigung, unterliegen Unternehmen lediglich den Anti-Geldwäsche-Richtlinien und dürfen derartige Aufgaben nur eingeschränkt übernehmen. Diese umfassende Genehmigung der FINMA umfasst auch die Überwachung aller Aktivitäten und die operative Führung eines Kryptounternehmens. Die Genehmigung an die Crypto Fudn AG erfolgt auf der Grundlage des Kollektivanlagengesetzes (KAG) der Schweiz.

Meilenstein für Unternehmen

Die Crypto Fund AG zeigte sich erfreut über die Genehmigung und sieht damit seine professionelle Arbeit der letzten Monate bestätigt. Neben diesem wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte kann sich die Crypto Fund AG auch über Unterstützung von der Universität in Basel freuen. Professor Dr. Fabian Schär, der dort das Center for Innovative Finance leitet, wird Verwaltungsrat bei der Crypto Fund AG. Schär zeigte sich ebenfalls erfreut über die Genehmigung der Finanzaufsicht. Für ihn bedeutet diese einen weiteren Schritt von großer Bedeutung für die Entwicklung der Blockchain-Industrie in der Alpenrepublik sowie hinsichtlich der Professionalisierung von Märkten, auf denen Krypto-Assets gehandelt werden.

Krypto-Produkte etablieren

Die Crypto Fund AG ist ein Tochterunternehmen der Crypto Finance AG, die die Entscheidung der FINMA als wichtiges Signal an Kunden und Investoren betrachtet. Die Holding wurde zwar erst Mitte letzten Jahres gegründet, dennoch zählen Experten das Unternehmen zu den vielversprechendensten Fondsmanagern des Landes.

Zum Angebot der Crypto Fund AG gehören mehrere Fonds, über die auch institutionelle Anleger auf dem Kryptomarkt aktiv werden können. Als Asset Manager ist man für einen passiv gemanagten Fonds auf den Crypto Market Index 10 verantwortlich. Zudem bietet das Unternehmen Dienstleistungen rund um Brokerage und Storage bei Kryptowährungen an. Das Unternehmen möchte digitale Assets auf dem Finanzmarkt etablieren und ist durch die Genehmigung der FINMA nun klassischen Fondsmanagern aus der Schweiz und anderen Ländern gleichgestellt.

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Gleichstellung von traditionellen Finanzdienstleistern und Krypto-Unternehmen

Vor der Erteilung der Genehmigung an die Crypto Fund AG hatte kein Schweizer Unternehmen eine Erlaubnis für die Vermögensverwaltung von digitalen Assets. Möglicherweise könnten in Zukunft weitere Unternehmen ebenfalls eine solche Zulassung erhalten. Die FINMA zeigt sich mit ihrer Entscheidung erneut aufgeschlossen gegenüber Innovationen und signalisiert eine weitere Liberalisierung des Kryptomarktes. Bereits vor einigen Monaten legte die Finanzaufsicht neue Regeln für ICOs vor.

In der Kryptoszene der Schweiz spricht man sich schon lange für eine Gleichstellung von traditionellen Finanzdienstleistern und Dienstleistern aus der Kryptoszene aus. Erhalten weitere Unternehmen eine Zulassung, können sie vermehrt genehmigte Produkte anbieten, über die sich auch institutionelle Investoren am Kryptomarkt engagieren können.

Yale-Stifungsfonds investiert in Kryptowährungen

Auch in den USA gibt es in dieser Hinsicht Neuigkeiten. Der Stiftungsfonds der berühmten Yale University im US-Bundesstaat Connecticut kündigte an, dass man über zwei Fonds in Kryptowährungen investieren will. Damit engagiert sich erstmals ein derart bedeutender Fonds im Bereich der Kryptowährungen und könnte damit zum Vorreiter für andere werden. Institutionen sind bislang auch in den USA noch vergleichsweise selten auf dem Kryptomarkt aktiv.

Der Yale Fonds wird von dem bekannten Investor David Swenson als Vermögensverwalter betreut. Unter seiner Ägide steigerte sich das Stiftungsvermögen in den letzten 33 Jahren von einer halben Milliarde auf 30 Milliarden Dollar. Nun hat sich der Fonds entschieden, in einen Fonds des Risikokapitalgebers Andreesen Horowitz sowie in einen Fonds mit dem Namen Paradigm, der sich auf die Blockchain konzentriert, zu investieren. Hinter  Paradigm steht Fred Ehrsam, der bereits an einigen Startups aus der Kryptoszene beteiligt war und noch immer ist. In den nächsten Jahren will der Yale Fonds sein Engagement in Krypto-Fonds ausbauen.

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Institutionen können Stabilität bringen

Wenn sich mehr institutionelle Investoren auf den Kryptomarkt engagieren, könnte dies diesem helfen, sich weiter zu stabilisieren. Investitionen sind dabei allerdings nicht nur über Fonds möglich, auch andere Anlagen sind denkbar. Investitionen und Beteiligungen am Kryptohandel durch institutionelle Investoren werden als weiterer bedeutender Fortschritt für den Kryptomarkt gewertet. Institutionen können zudem dabei helfen, dass Kryptowährungen und der Handel mit diesen weitere Anerkennung erfahren.

Einige Unternehmen auf Kryptomarkt aktiv

In den letzten beiden Monaten gab es hier einige große Fortschritte. Mehrere bekannte Unternehmen entschieden sich für Aktivitäten auf dem Kryptomarkt. So kann nicht nur die Infrastruktur ausgebaut, sondern auch weitere Regulierungen auf den Weg gebraucht werden. Mit Goldman Sachs und der Citigroup haben sich zwei große Banken für Custody-Lösungen für Kryptowährungen entschieden. Eine Lizenz für ihre Custody-Lösungen erhielten auch die  Kryptobörsen Coinbase und BitGo. Mit Morgan Stanley hat sich eine weitere Bank für den Einstieg in den Bitcoin-Handel entschieden und bietet hier Bitcoin Swap Trading.

Viel Aufmerksamkeit zog die Gründung der Kryptobörse Bakkt auf sich, die von der Intercontinental Exchage (ICE) und einigen bekannten Unternehmen wie Microsoft sowie mehreren  Fonds aufgebaut wird und im November ihre Arbeit aufnehmen soll. Diese regulierte Kryptobörse könnte dazu beitragen, dass die Infrastruktur auf dem Kryptomarkt weiter optimiert wird. An der ICE werden unter anderem Optionen und Futures gehandelt.

Regulierungen in Asien

Aus Asien hört man, dass es hier weitere Schritte in Richtung Regulierung gibt. In Südkorea wenden sich derzeit einige Parlamentsabgeordnete gegen das im letzten Jahr erlassene Verbot von ICOs. Sie vertreten die Auffassung, dass dieses die Entwicklung der Blockchain-Technologie bremse und wollen daher im Parlament einen Gesetzesentwurf einbringen, der Lockerungen des Verbots vorsieht.

Derzeit gibt es also einige spannende Meldungen rund um Kryptowährungen. In den USA geht auch die Diskussion um einen ETF auf Bitcoins weiter. Trotz diesen Entwicklungen gibt es seit einigen Wochen kaum Veränderungen bei den Kursen der wichtigsten Kryptowährungen. Der Bitcoin-Kurs bewegt sich seit dem 9. August stabil im Bereich von 6.400 bis 6.800 Dollar. Eine Ausnahme gab es nur Mitte September, als der Kurs kurzzeitig die 7.000-Dollar-Marke übersprang. Diese Zahlen weisen auf einen Seitwärtstrend ohne Kursbewegungen nach oben oder unten hin.

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Seitwärtstrend könnte auf institutionelle Investoren zurückgehen

Der Seitwärtstrend könnte dadurch begründet sein, dass bereits einige institutionelle Investoren am Markt sind und größere Mengen an Kryptowährungen im teils unüberschaubaren außerbörslichen Handel aufkaufen. Bobby Cho, der Global Head of Trading bei Cumberland, einem Unternehmen, dass große Kauf- und Verkaufsaufträge im außerbörslichen Handel mit Kryptowährungen durchführt, sieht in der Tat institutionelle Anleger als Ursache für die aktuellen Seitwärtsbewegungen.

Bei Bloomberg wies er darauf hin, dass institutionelle Investoren früher häufig die Volatilität von Kryptowährungen kritisiert hatten. Da die Schwankungen in den letzten vier bis sechs Monaten jedoch vergleichsweise moderat waren, könnten nun bereits einige institutionelle Investoren am Markt aktiv sein.

Preisunterschiede auf Kryptobörsen gleichen sich an

Danny Kim von SFOX äußerte ähnliche Gedanken. Er führt die aktuelle Stabilität am Kryptomarkt ebenfalls auf das gestiegene Engagement von institutionellen Anlegern, die viel Kapital einbringen, zurück. In der Vergangenheit schwankten die Preise der einzelnen Kryptobörsen teilweise sehr stark. Auch dieses Phänomen ist in den letzten Wochen zurückgegangen, was auf den Einstieg institutioneller Investoren hindeuten kann.

Fazit: Einstieg in den Kryptohandel über Fonds auch für institutionelle Investoren interessant

Mit der Crypto Funds AG erhält in der Schweiz erstmals ein Vermögensverwalter eine Erlaubnis der Finanzmarktaufsicht FINMA zur Vermögensveraltung von digitalen Assets. Das Unternehmen bietet unter anderem den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen sowie deren Verwaltung an. Auch Fonds-Produkte, Brokerage und Storage von Kryptowährungen gehören zum Angebot der Crypto Fund AG, die erst seit rund einem Jahr am Markt aktiv ist.

Die Genehmigung der FINMA basiert auf dem Kollektivanlagengesetz (KAG) des Landes und geht über die Vorgaben der Anti-Geldwäsche-Richtlinien hinaus. So ist eine umfassendere Überwachung möglich. Damit wird mit der Crypto Fund AG erstmals ein Vermögensverwalter für digitale Assets Unternehmen aus der klassischen Finanzwelt gleichgestellt.

In den USA hat sich der Stiftungsfonds der renommierten Yale-Universität für einen Einstieg in Kryptowährungen entschieden. Der Yale Fonds wird in zwei Fonds mit Bezug zu Kryptowährungen investieren und plant für die kommenden Jahre weitere Investitionen in den Kryptobereich.

Die Anzahl der institutionellen Investoren am Kryptomarkt ist noch immer vergleichsweise gering. In den letzten Wochen brachten jedoch einige bekannte Finanzunternehmen wie Morgan Stanley, die Citigroup oder Goldman Sachs Angebote rund um Kryptowährungen auf den Weg. Das Engagement solcher Institutionen kann sich stabilisierend auf den Kryptomarkt auswirken. Dies wird möglicherweise schon jetzt sichtbar. Derzeit ist am Kryptomarkt ein Seitwärtstrend zu erkennen. Der Bitcoin-Preis hat sich seit August sichtbar stabilisiert und schwankt nur wenig.

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