2018 neue Richtlinien für kryptobasierte Vermögenswerte in Südkorea

In Südkorea haben die zuständigen Finanzbehörden neue Vorschriften für kryptobasierte Vermögenswerte bekannt gegeben. Mit einer Lockerung der Regeln soll die Blockchain-Industrie im Land gefördert, aber dennoch klare Richtlinien gesetzt werden. Zudem will man enger mit anderen Staaten der G20 zusammenarbeiten. In Südkorea wurden Ende vergangenen Jahres ICOs verboten, doch schon seit April wird über eine Aufhebung des Verbots gesprochen. Auch ein komplettes Verbot von Kryptowährungen stand zwischenzeitlich zur Debatte. Außerdem will man gemeinsam mit anderen Staaten der G20 gemeinsame Steuerstandards für Kryptowährungen erarbeiten. Darüber hinaus wurde der rechtliche Status von Kryptobörsen neu bewertet.

Verstärktes Vorgehen gegen kriminelle Aktivitäten

Südkorea will mit seinen Maßnahmen strenger gegen illegale Aktivitäten mit Verbindung zu Kryptowährungen vorgehen. Nach einem Bericht der Korean Times vom Wochenende hat die Financial Services Commission (FSC) ihre Regelungen zu Kryptobörsen verändert. Man verstehe heute Kryptowährungen besser und könne daher nun auch strengere Maßnahmen anwenden sowie neue Regeln aufstellen. Das Ziel der Behörden ist es, Geldwäsche und andere illegale Praktiken aufzudecken und nach Möglichkeit ganz zu verhindern. Dennoch stellte ein Mitarbeiter der Behörde klar, dass man nicht gegen Kryptowährungen sei

Strengere KYC- und Anti-Geldwäsche-Regeln

Für die Kryptobörsen im Land gelten nun strengere Regeln zu Know Your Customer und Geldwäsche. Die Kryptobörsen stehen in der Pflicht, ihre Kunden eindeutig zu identifizieren. Diese  KYC- und Anti-Geldwäsche-Richtlinien sollen Kryptowährungen sicherer machen. Aus Sicht der Behörden würde eine falsche Regulierung die Gefahr von Marktmanipulationen erhöhen. Die Folge daraus wäre eine hohe Volatilität. Dies würde zusätzliche Gefahren für institutionelle Investoren bedeuten, die weiterhin vor einem Einstieg in den Kryptomarkt zurückschrecken würden.

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Handelsministerium plädiert für vorsichtige Regulierung

Das Handelsministerium sprach sich ebenfalls für eine vorsichtige Regulierungaus. Dennoch geht man im Handelsministerium nicht davon aus, dass die südkoreanische Regierung komplett von ihrer eingeschlagenen Richtung abkehren wird. Nach und nach wird man aber wohl die Auffassungen zu digitalen Assets verändern. Die Regierung des Landes wollte im letzten Jahr nach Hackerangriffen auf Kryptobörsen kurzzeitig Kryptowährungen komplett verbieten. Dagegen regte sich jedoch rasch Widerstand aus der Bevölkerung, da Kryptowährungen vor allem bei jungen Südkoreanern sehr beliebt sind.

Die Regulierungsbehörden in Südkorea wollen lernen, wie sie Kryptowährungen korrektund vorsichtig regulieren können.Das Handelsministerium sprach sich dafür aus, die Blockchain-Technologie stärker einzusetzen, sobald man sich mehr Wissen und Verständnis für die Nachteile des Handels mit Kryptowährungen angeeignet hat.

Frühe Phase bei Regulierungen

Derzeit befindet sich die FSC wohl noch in einem sehr frühen Stadium auf dem Weg zu einer umsichtigen Regulierung. Das Aufstellen neuer Richtlinien stelle laut einem Beamten eine Herausforderung dar, da die Bandbreite an möglichen Bewertungen innerhalb der beteiligten Behörden sehr groß sei. Daher will man auch mit anderen G20-Staaten zusammenarbeiten, um einheitliche Regeln zu finden.

Zu den neuen Regeln gehört auch eine neue Bewertung von Kryptobörsen. Diese sollen regulierten Banken rechtlich gleichgestelltwerden. Kryptobörsen sind damit nun auch regulierte Finanzgeschäfte, die aber in eine eigene Kategorie fallen. Auf diesem Weg soll auch die Blockchain-Industrie im Land gefördert werden.

Regulierung schon lange Thema in Südkorea

Schon seit einiger Zeit arbeitet man in Südkorea an sinnvollen Regulierungen. Man will klare Vorgaben erarbeiten, Innovationen aber nicht bremsen. Nachdem es einige Hackerangriffen auf Kryptobörsen gab und es zu Diskussionen kam, wurde eine Überarbeitung der bisherigen Regeln notwendig. Sobald es zu sinnvollen Regulierungen kommt, könnte die Branche als legitim bewertet und damit auch für institutionelle Investoren attraktiv werden. Mit eindeutigen Regelungen könnten diese in Kryptowährungen eine moderne und regulierte Anlageklasse erkennen.

Schwierigkeiten bei Umsetzung von Regeln

In Südkorea war bereits vor einigen Wochen zu hören, dass neue Regeln für die Kryptobranche eingeführt werden sollen, deren Umsetzung viele Banken und Kryptobörsen wohl aber vor große Herausforderungen stellt. Südkorea bemüht sich also bereits seit einiger Zeit, Regelungen für Kryptowährungen anzupassen, doch wie man hört haben zahlreiche Banken und Kryptobörsen Schwierigkeiten mit der Umsetzung der neuen Regeln. Banken geben als Begründung dafür an, dass ihren dafür ausgebildetes Personal fehle. Darüber hinaus hatten die USA Druck auf Südkorea ausgeübt und gefordert, dass man dort strengere Regeln für Kryptowährungen auf den Weg bringen soll. Südkorea erklärte sich in der Folge bereit, enger mit den USA zusammenarbeiten, um die Sicherheit von Kryptobörsen zu erhöhen.

Neue Sicherheitssysteme in Südkorea

In Südkorea wurde bereits ein System entwickelt, mit dem Banken die Identität ihrer Kunden einfacher überprüfen können. Seit Anfang des Jahres müssen darüber hinaus alle Handelsplattformen Daten zu Transaktion an die südkoreanische Regierung übergeben. Auf diesem Weg will man den Handel mit anonymen Kryptowährungen eindämmen.

Auch einige Kryptobörsen in Südkorea selbst arbeiten an ihren Sicherheitsvorkehrungen. So haben sich mehr als 20 davon bereiterklärt, die Vorgaben der koreanischen Blockchain Industry Association einhalten zu wollen. Außerdem wurden beispielsweise neue Sicherheitssysteme oder Transaktionslimits eingeführt.

Gespräche mit amerikanischen Behörden

Darüber hinaus sprachen die Verantwortlichen in Japan kürzlich mit dem  Office of Terrorism and Financial Intelligence aus den USA, dass unter anderem für Finanzkriminalität zuständig ist. Auf amerikanischer Seite befürchtet man wohl, dass Banken aus Südkorea, die auch in New York tätig sind,nicht ausreichend gegen Geldwäsche vorgehen. In den USA wurde daher bereits eine südkoreanische Bank bestraft. In Südkorea will man wohl weitere Sanktionen umgehen und setzt daher auf eine verstärkte Zusammenarbeit und weitere rechtliche Rahmenbedingungen.

Japan ruft zu mehr internationaler Zusammenarbeit auf

Auch in Japan wünscht man sich mehr internationale Zusammenarbeit. Dort ist man zwar hinsichtlich rechtlichen Rahmenbedingung für Kryptowährungen bereits recht weit, allerdings bereitet den japanischen Behörden Sorge, dass kriminelle Organisationen anonyme Kryptowährungen wie Dash für illegale Zwecke wie Geldwäsche oder Drogengeschäfte nutzen.

Die japanischen Behörden bezweifeln, dass sie dagegen alleine vorgehen können und riefen daher die anderen Staaten der G20 zur Zusammenarbeit auf. Die japanische Financial Services Agency (FSA) will in Zusammenarbeit mit anderen Ländern einheitliche Regelungen für Kryptobörsen und Investoren finden.

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Internationales Vorgehen möglich

Zudem will auch die Financial Action Task Force (FATF), die für 37 Länder verantwortlich ist, Gespräche mit den japanischen Behörden führen. Das Ziel ist es, klare Regeln für alle Kryptobörsenin Ländern wie Japan, Südkorea und den USA sowie europäischen Staaten einzuführen. Aus Japan hört man, dass sich die Behörden dort hinsichtlich einer internationalen Zusammenarbeit optimistisch zeigen. Dennoch könnten die dortigen Behörden in den nächsten Wochen und Monaten selbst weitere Regelungen einführen.

Fazit: Südkorea arbeitet an umsichtiger Regulierung

Südkorea verändert seine Regelungen für kryptobasierte Vermögenswerte und Kryptobörsen. Laut einem Medienbericht können die Behörden dort Kryptowährungen besser verstehen und aus diesem Grund ihre Regeln anpassen. Das Ziel ist eine vorsichtige Regulierung, die die Branche nicht in ihrem Wachstum behindert. Zudem will man mit den anderen G20-Staaten einheitliche Steuerstandards voranbringen.

Regulierungen für Kryptowährungen werden seit einigen Hackerangriffen in Südkorea schon seit einiger Zeit diskutiert. ICOs wurden im letzten Jahr vollständig verboten und auch bei Kryptowährungen stand ein Verbot im Raum. Nun wurden allerdings Vorgaben eingeführt, mit denen man verstärkt gegen illegale Aktivitäten vorgehenwill. Vor allem mit Blick auf Geldwäsche forderte kürzlich die USA Südkorea auf, ihre Vorgehensweise zu verstärken. Nun wollen beide Staaten zusammenarbeiten, um die Sicherheit von Kryptobörsen zu erhöhen.

Die neuen Richtlinien umfassen auch eine neue Bewertung von Kryptobörsen, die nun rechtlich Banken gleichgestellt werden. Kryptobörsen müssen zusätzliche Vorgaben zu Know-Your-Customer-Regelungen und zum Schutz gegen Geldwäsche erfüllen. Die Umsetzung stellt einige Anbieter jedoch vor Herausforderungen, wie bereits vor einigen Wochen zuhören war.

Auch in Japan wünscht man sich eine stärkere internationale Zusammenarbeit. Dort sind zwar die Regulierungen recht weit, allerdings stellen kriminelle Organisationen, die mit anonymen Kryptowährungen arbeiten, die Behörden vor Schwierigkeiten. Daher rief man die G20-Staaten zu einer intensiveren Zusammenarbeit auf.