Der Kampf um die Zukunft von Bitcoin geht weiter

Das neue Update sollte Bitcoin in neue technische Sphären führen. Doch leider ist im Moment das Gegenteil zu beobachten.

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Der Druck wird höher für Bitcoin. Bereits seit Monaten wird in der Communitiy über das digitale Geld und seine Chancen in der Zukunft diskutiert. Ein Kompromiss ist jedoch aktuell nicht in Sicht.

Der Lösungsvorschlag Bitcoin XT polarisiert weiterhin die Communitiy, sorgt für Kursverluste und erschwert zunehmend die Entscheidungen in dem dezentralen System – er sorgt jedoch auch für etwas Hoffnung.

Zwei Fraktionen kämpfen um Bitcoins Zukunft

Bitcoin verzeichnet starke Kursverluste. Die digitale Währung hat bereits rund ein Drittel seines Wertes innerhalb von kürzester Zeit verloren. Die Gründe hierfür liegen klar auf der Hand: Im Bundesstaat New York tritt die so genannte BitLicence-Regulierung in Kraft. Diese Regulierung betrifft alle Bitcoin-Geschäfte. Viele Unternehmen wollen dies aber nicht hinnehmen und ziehen sich deshalb zu einem der wichtigsten Finanzplätze der Welt zurück. Für Bitcoin ein ganz klarer Rückschritt in seiner Entwicklung zu einer anerkannten Finanzinstitution. Hatte der New York Stock Exchange doch erst Mitte Mai einen Bitcoin-Preisindex aufgelegt.

Doch das weitaus größere Problem im Rahmen der Bitcoin-Krise stellen die laufenden Kampfabstimmungen innerhalb der Community dar. Diese sowohl auf technischer als auch auf persönlicher Ebene laufenden Diskussionen sorgen bereits seit anderthalb Wochen für enorme Unsicherheit und drücken somit auch den Preis der Währung. Die Frage, ob und wie Bitcoin diese Krise überstehen wird, bleibt offen.

Es zeigt sich hier wieder einmal, wie volatil die Kryptowährung sein kann.

Bitcoin Chart 10.09.2015

Die größte Herausforderung ist der eigene Erfolg

Das Problem ist Folgendes: Die Blockchain ist derzeit so konzipiert, dass sie in absehbarer Zeit zu klein wird. Die steigenden Transaktionszahlen und die damit wachsende Verbreitung der Bitcoins benötigen immer mehr Speicherplatz um die Transaktionsdaten in der Blockchain aufzufangen. Zur Zeit sind die Blöcke lediglich in der Lage maximal 1 MB groß zu sein. Das Problem liegt auf der Hand und eine Lösung muss gefunden werden.

Über die Anpassung der Blocksize herrscht Uneinigkeit innerhalb der Communitiy. Der erste Schritt wäre das Bitcoin-Protokoll vollständig zu ändern.

Viele Lösungen für das Problem stehen derzeit im Raum und werden ausführlich diskutiert, doch ihre Vielzahl sorgt auch dafür, dass keine richtige Einigung erfolgt. Ob und in welcher Form die von den Visionären versprochenen Lösungen überhaupt realisierbar sind bzw. funktionieren, kann jetzt schließlich keiner voraussehen.
Die äußerst komplizierte Lage ist unter Anderem auch darauf zurück zu führen, dass Bitcoin über keine zentrale Institution verfügt, welche den Entscheidungsfindungsprozess beschleunigen könnte.

Mit dem Lösungsvorschlag Bitcoin XT gibt es nun einen ersten konkreten Anlaufpunkt.
Der Weg zu einer Lösung ist dennoch ein langer und steiniger solange sich die Community nicht einigen kann. Der Entscheidungsprozess dürfte sich noch eine Weile hinziehen. Die Frage bleibt, ob und mit welchen Verlusten Bitcoin dieses Abstimmungsexperiment überhaupt stemmen kann.

Sollte die Bitcoin Community jedoch eine akzeptable Lösung für das derzeitige Problem finden, könnte das Bitcoin neuen Schwung verleihen.

Zalando Chef investiert in Bitcoin

Zu Anfang seiner Existenz sah es für das Bitcoin-Startup Unternehmen Pey noch etwas rosiger aus. Erhielt doch das junge Unternehmen eine saftige Geldspritze von rund 300.000 Euro.

Das Hannoversche Bitcoin-Startup Pey schaffte es in seiner Heimatstadt dutzende Händler von seiner Tauglichkeit zu überzeugen. Mit der neuen Zahlungsapp wollte Pey den Händlern das Leben erleichtern.

In einer ersten Seed-Runde konnte das Unternehmen bereits rund 300.000 Euro einsammeln. Unter diesen so genannten Business Angeln ist auch der ehemalige Zalando Chef sowie Rocket Internet Geschäftsführer Frank Biedka zu finden. Dieser investierte zuvor bereits sehr erfolgreich in Startups wie Croupon oder auch doctape.
Das Unternehmen Pey wurde 2014 in Hannover gegründet. Einer seiner Gründer Ricardo Ferrer Rivero war bereits in das Startup doctape involviert.

Pey entwickelte mit den Bitcoins ein neues, mobiles Zahlungssystem. Dieses sollte das Bezahlen für Käufer als auch Verkäufer im Handel wesentlich unkomplizierter machen. Um die Attraktivität der Bitcoins weiterhin zu steigern, will Pey sie in der Zukunft auch an die Gehaltszahlungen in der freien Wirtschaft koppeln. In Form von Incentives, wie sie durchaus bereits in vielen Unternehmen Gang und Gebe sind, sollen die Bitcoins auch hier in Form von Wertgutscheinen unter die Arbeitnehmer gebracht werden.
Pey schafft auf diese Weise einen zusätzlichen steuerfreien Sachbezug für den Arbeitnehmer. Die Bitcoins sind bis zu einem monatlichen Wert von 44€ steuerfrei, da sie ebenso wie andere Incentives als Sachlohn bzw. geldwerter Vorteil gelten. Für die Beta-Phase des Modells registrierten sich bereits 40 Unternehmen in der Region um Hannover. Bereits in diesem Herbst noch soll das Programm starten.

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich