Inside Bitcoins Berlin: Konferenzbericht

Am 12./13. Februar fand die erste „Inside Bitcoins“-Konferenz in Deutschland in der Kalkscheune in Berlin statt. Hunderte Bitcoin-Enthusiasten, Investoren und Entrepreneure der internationalen Bitcoin-Szene trafen sich zum Austausch und diskutierten die aktuelle Situation sowie die Zukunft von Bitcoin. Wir waren dabei und präsentieren die neuesten Erkenntnisse direkt aus der Bitcoin-Welt.

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Tag 1 der Inside Bitcoins Berlin startete mit einem interessanten Bericht zur Situation von Bitcoin in China. Bobby Lee, CEO von BTC China, der neben Bitstamp weltweit größten Bitcoin Börse, hat den großen Einfluss von Entwicklungen in China auf Bitcoin und den Bitcoin-Kurs verdeutlicht.

Bitcoin in China

Nach der Einschätzung von Lee wurde der Bitcoin-Preis im Jahr 2013 entscheidend durch Entwicklungen in China geprägt, insbesondere der extreme Anstieg in der zweiten Jahreshälfte. Wurden im April 2013 noch mehr als 75% des weltweiten Bitcoin-Handels in US-Dollar abgewickelt, so hat sich das Bild im November 2013 komplett verändert. Nun beträgt der Anteil von Bitcoin-Transaktionen in der chinesischen Währung Renminbi bereits mehr als 50%, während der US-Dollar-Anteil auf unter 40% gesunken ist.

Technik-affine Nutzer und Kultur des Sparens

In China ist eine große, junge und technik-affine Gruppe von Internetnutzern vorhanden, die nach Alternativen Möglichkeiten der Geldanlage sucht und in Bitcoin ein ideales Vehikel gefunden zu haben scheint. Traditionell existiert in China eine Kultur des Sparens, so verwundert es nicht, dass der überwiegende Anteil der User von BTC China Bitcoins als Investitionsobjekt sieht.

Regulatorisches Umfeld für Bitcoin in China

Im Dezember 2013 sorgte die Chinesische Zentralbank (PBOC) für Aufsehen, indem Regeln in Bezug auf Bitcoin veröffentlicht wurden:

  • Bitcoin ist keine Währung und wird nicht als solche reguliert werden
  • Bitcoins sind ein legitimes virtuelles Gut
  • Menschen haben ein Grundrecht, Bitcoins zu kaufen und zu verkaufen
  • Bitcoin-Unternehmen müssen sich an Gesetze und Regulierungen halten

Zwar sind diese Aussagen grundsätzlich positiv für Bitcoin, allerdings wurde gleichzeitig Druck auf Zahlungsdienstleister ausgeübt, strengere Kontrollen bei Einzahlungen auf Bitcoin-Börsen an den Tag zu legen. Daraufhin wurden temporär Einzahlungen auf Bitcoin-Börsen ausgesetzt, was für Panik im Markt sorgte.

Vertrauen in Bitcoin leicht beschädigt

Seit diesen Entwicklungen scheint das Vertrauen chinesischer Bitcoin-User etwas erschüttert zu sein. Eine wesentliche Rolle spielen dabei auch die Medien, die Ihre zunächst positive Haltung gegenüber Bitcoin aufgegeben haben und nun eher kritisch berichten. Dadurch ist das Handelsvolumen in China rückläufig, wobei damit gerechnet wird, dass sich die Situation langsam entspannt.

Bitcoin in China mit rosiger Zukunft

Bobbly Lee sieht die Zukunft von Bitcoin in China weiterhin sehr positiv, da Bitcoins für viele Chinesen als Investion attraktiv sind und viele von Investoren finanzierte Bitcoin-Unternehmen mit besseren Dienstleistungen in den Markt drängen.

Bitcoin für Finanztransaktionen = Email für Kommunikation?

Dieser Meinung ist jedenfalls Steve Beauregard von GoCoin, der über Bitcoin als vertrauensbasierte Ökonomie philosophierte. Beauregard merkte an, dass Kreditkarten nicht für das Internet konzipiert wurden und es an der Zeit ist, das sie als Zahlungsmittel im Online-Handel abgelöst werden.

Bitcoins als Alternative bei Online-Zahlungen

Der Online-Handel klagt seit Jahren über steigende Betrugsfälle im Zusammenhang mit Kreditkartenzahlungen, die sich dann wiederrum negativ auf die Gebühren auswirken und so auch andere Konsumenten betreffen.

Erste Erfahrungen von Händlern, die Zahlungen in Bitcoins aktzeptieren sind sehr vielversprechend: Bitcoin-Kunden geben im Durchschnitt nicht nur mehr aus, im Gegensatz zu Kreditkarten- und Paypal-Zahlungen gibt es natürlich auch keine Betrugsfälle.

Emerging Markets: die Zukunft von Bitcoin

Bitcoin ermöglicht vielen Menschen in Ländern mit einem unterentwickelten Finanz- und Bankwesen den Zugang zu den globalen Märkten. Beispielsweise besitzen in Kenia bereits 93% der Haushalte Mobiltelefone und 1/3 (!) aller Kenianer verfügen schon über eine Bitcoin-Wallet. Es ist damit zu rechnen, dass mit der steigenen Verbreitung von Smartphones in Schwellen- und Entwicklungsländern auch die Bitcoin-Nutzung stark zunehmen wird.

Weitere Beiträge auf der Konferenz in Berlin (Auswahl)

  • Bitcoin & dezentralisierter Handel: Dominik Zynis, Mastercoin Foundation
  • Innovation im Internet & Bitcoin: Scott Robinson, PlugandPlay
  • Bitcoin: Innovation bei Finanzdienstleistungen: Radoslav Albrecht, Bitbond.net
  • Trends im Bitcoin Exchange Ecosystem: Jaron Lukasiewicz, Coinsetter
  • Die Zukunft von Bitcoin Mining: Josh Zerlan, Butterfly Labs

Fazit zur Inside Bitcoins

Die Möglichkeiten mit Bitcoin scheinen unbegrenzt, ebenso der Optimismus der Konferenzteilnehmer. Es ist sicherlich noch ein langer Weg, aber das Potenzial von Bitcoin, ob als Technologie, Zahlungsmittel oder auch Investions- oder Spekulationsobjekt ist zweifelsohne riesig.