ICOs sind illegal – Kryptowährungen unter Druck

Man könnte schon fast meinen, „heute hü morgen hott“. Letzte Woche berichteten wir noch darüber, dass der Ripple Kurs sowie das Handelsvolumen explodiert. Diese Woche kommt die Meldung, dass China ICOs für illegal erklärt und nun verboten werden sollen. Ist das das Ende der Kryptowährungen? Wohl kaum. Schon ein kurzer Blick auf die Charts der einzelnen Kryptowährungen zeigt, dass es zwar schon mehr oder weniger deutliche Kursrückgänge gab. Aber keinesfalls in dem Maße, dass der Markt davon ausgehen würde, dass Bitcoin, Ethereum, Ripple & Co. jetzt verboten werden. Ganz davon abgesehen, dass das praktisch gar nicht umsetzbar wäre. Den Ripple Preis hat das Ganze zum Beispiel überhaupt nicht tangiert. Das könnte auch daran liegen, dass die Ripple Währung XRP keine Kryptowährung wie jede andere ist. Was Ripple auszeichnet und anders macht, wurde im oben verlinkten Artikel ausführlich behandelt.

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ICO – Initial Coin Offering – Was ist das eigentlich?

Unternehmen die sich Geld beschaffen wollen, können das auf ganz verschiedene Weise tun. Der Klassiker ist ein Bankkredit. Das ist jedoch nicht immer einfach und ab einer bestimmten Größenordnung in der Regel auch nicht mehr realisierbar. Eine Variante der Finanzierung sind IPO's – Initial Public Offering, oder auch „Erstes öffentliches Angebot“. Damit ist gemeint, dass ein Unternehmen Anteilsscheine an Anleger ausgibt, zum Beispiel in Form von Aktien. Das Unternehmen ist daraufhin an der Börse notiert. Die Gelder, die das Unternehmen mit einem IPO einnimmt, entspricht der Finanzierung. IPO's haben den Vorteil, dass es sich nicht um ein Darlehen handelt, das zurückgezahlt werden muss. Auch müssen keine Zinsen bezahlt werden. Im Gegensatz werden die Eigentumsrechte, zumindest zum Teil, an die Käufer, den Aktionären, übergeben. Läuft alles gut, zahlt das Unternehmen Dividende.

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Eine Alternative für Blockchain Unternehmen zu einem IPO, ist das ICO – Initial Coin Offering. Der Unterschied liegt darin, dass die Anleger keine Firmenanteile erhalten, sondern Tokens, die in den meisten Fällen als Kryptowährung dienen. Diese werden dabei zur Finanzierung des jeweiligen Projekts genutzt. Investoren legen ihr Geld damit quasi vor dem offiziellen Handel der neuen Kryptowährung an. In letzter Zeit wurden mit ICOs über 1,6 Milliarden US-Dollar eingenommen. Eine wirklich beachtliche Summe. Anleger hoffen dann natürlich, dass nach der Einführung der Tokens an diversen Altcoin Börsen, der Wert deutlich über der Investition liegt.

ICO – Tokens mit Stimmrecht

Doch es gibt auch Varianten, bei denen mit den Token ein Stimmrecht verbunden ist. Ähnlich wie bei einer Aktie, haben die Inhaber der Tokens ein gewisses Mitspracherecht. Zum Beispiel, in welche Projekte als nächstes investiert werden soll usw. Der detaillierten Ausgestaltung sind hier keine Grenzen gesetzt. Allerdings hat sich diese Variante noch nicht so richtig durchgesetzt. Vermutlich zum einen, weil Anleger dann doch eher auf den monetären Wert schauen, als ein Mitspracherecht zu besitzen. Zum anderen liegt es auch daran, dass die Technologie noch nicht ganz ausgereift ist. Bei dem wohl prominentesten Beispiel „The DAO“ entstand durch einen Hacker-Angriff ein Schaden von über 40 Millionen Euro.

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Vorteile und Risiken eines Initial Coin Offering

Die Vorteile für einen ICO liegen klar auf der Hand. Anleger können ohne ein Bankkonto und ohne Anmeldung innerhalb von Sekunden bzw. Minuten in ein Projekt investieren. Auch für die Unternehmen bringt ein Initial Coin Offering viele Vorteile mit sich. Sie können sich ebenso einfach und schnell finanzieren. Diese beiden Aspekte sind aber auch gleichzeitig die größten Risiken – vor allem für Anleger. Es ist für Investoren alles andere als einfach, zwischen einem seriösen Unternehmen und nebulösen Geschäftspraktiken zu unterscheiden. Jeder könnte mit einer Webseite und einem dumpfen Slogan einen ICO durchführen und innerhalb kurzer Zeit hohe Summen kassieren. Nur um dann in der Versenkung zu verschwinden. Daher sollten Anleger sehr sorgsam sein, wenn sie in einen ICO investieren. Hier gibt es eine Übersicht zu allen laufenden ICOs.

Bis dato gibt es – abhängig vom jeweiligen Land – kaum eine Regulierung der ICOs. Sollten Regierungen hier härter durchgreifen, könnte das der Blockchain-Szene einen Tiefschlag verpassen. Allerdings – und das muss hier ganz klar betont werden – können Regierungen theoretisch zwar per Gesetz ICOs bzw. finanzielle Aktivitäten mit Kryptowährungen verbieten. Aber sie können es weder umsetzen, noch Anleger daran hindern. Das ist ja genau das Wesen von Kryptowährungen. Unabhängig von Banken, Regierungen und Regulierungsbehörden.

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China verbietet ICOs

Faktisch sind die allermeisten ICOs in den Vereinigten Staaten bereits verboten. Obwohl das dem ICO-Hype dort auch keinen Abbruch getan hat. Anfang der Woche verbot nun auch China ganz offiziell ICOs. Zum einen gibt es natürlich berechtigte Gründe, Investoren vor Betrügern zu schützen. Gerade in China, in der Kapitalanlagen sehr streng reguliert sind, boomen Initial Coin Offerings's. Gleichzeitig gibt es dort so gut wie keine Regulierung. Und logischerweise gibt es darunter auch einige schwarze Schafe. Da gibt es Unternehmen, die den Hype ausnutzen um irgendwelche Technologien oder Projekte anzupreisen, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt bzw. wo auch gar nichts geplant ist. Eine chaotische Situation, die auch nicht ganz einfach in den Griff zu bekommen ist.

Fakt ist, dass die chinesische Aufsichtsbehörde ICOs verboten und damit kriminalisiert hat. Bei bisher erfolgreichen ICOs sollen die Unternehmen die Einlagen wieder zurückerstatten. Die Krypto-Märkte reagierten darauf im ersten Schritt mit Panik, erholten sich jedoch teilweise wieder davon.

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Wie geht es jetzt weiter?

Das ist wirklich sehr schwer zu sagen, weil es eben ein komplexes Themengebiet ist. Gleichzeitig lassen sich mit einem bloßen Verbot ICOs nicht wirklich verhindern. Vor allem deswegen, weil die Mittelherkunft so gut wie nicht nachvollziehbar ist. Grundsätzlich kann man wohl davon ausgehen, dass die Regierungen weltweit noch einiges tun werden, um den Kryptowährungen das Leben schwer zu machen. Anfänglich hatte man dieses Phänomen wahrscheinlich gar nicht ernst genommen. Mittlerweile stellen Regierungen und Aufsichtsbehörden fest, dass ihnen hier ein Kontrollverlust droht. Das will man verhindern. Denkbar wäre deswegen auch die Einführung einer „offiziellen Kryptowährung“. Es bleibt abzuwarten, wie sich das alles entwickelt.

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Mit CFDs auf Kursschwankungen setzen

Anleger können mit ICOs Geld verdienen oder auch indem sie direkt Bitcoins kaufen, oder auch andere Kryptowährungen. Eine Alternative wäre, auf die Kursschwankungen zu setzen. Denn digitale Währungen im Allgemeinen unterliegen einer starken Volatilität. Beim Handel mit CFDs kaufen Trader nicht direkt die Kryptowährungen, sondern sie spekulieren nur auf die Kursveränderung. Der große Vorteil dabei ist, dass das CFD Trading von der Handhabung sehr einfach ist. Außerdem können Händler sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen. Eine CFD Kontoeröffnung ist in den meisten Fällen schon ab 100 Euro möglich und in wenigen Minuten erledigt. Zahlt der Trader das Geld per Kreditkarte ein, kann das Trading umgehend beginnen.

Empfehlenswerte Online Broker in diesem Zusammenhang ist zum einen Plus500. Trader haben dort die Auswahl aus verschiedenen Kryptowährungem wie Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Ripple oder Dash. Interessant ist auch die Möglichkeit, bei eToro Social Trading mit Bitcoins zu betreiben. Das funktioniert dabei in zwei Richtungen. Entweder kennt sich der Händler mit dem Krypto-Handel selbst sehr gut aus. Dann hat er die Chance, seinen Account öffentlich zu machen, sodass andere Anleger mit ihrem Kapital folgen können. Daraus kann der Händler dann ein zusätzliches Einkommen generieren. Die andere Variante ist, dass er die Rolle des Followers einnimmt und anderen Profi-Tradern folgt.

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An dieser Stelle jedoch der Hinweis, dass es sich um ein sehr spekulatives Investment handelt. Es gibt zwar keine Nachschusspflicht mehr. Dennoch kann das gesamte investierte Kapital verloren gehen. Wer noch über wenig oder gar keine Erfahrungen verfügt, sollte zuvor unbedingt das kostenlose Plus500 Demokonto bzw. eToro Demokonto in Anspruch nehmen.

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Fazit: Aufsichtsbehörden werden wohl noch weitere Schritte gehen

Den Regierungen und Aufsichtsbehörden dürfte es bewusst sein, dass sie den Handel mit Kryptowährungen nicht wirklich unterbinden können. Interessant bleibt daher abzuwarten, ob sie vielleicht eigene „Alternativen“ an den Markt bringen. Mit dem Verbot von ICOs in China geht die Regierung gleich einen gewaltigen Schritt. Daher herrschte auf eine gewisse Panik an den Märkten. Wahrscheinlich dürfte die allerdings in den nächsten Tagen und Wochen wieder nachlassen.

Wer von der hohen Volatilität profitieren will, könnte CFDs auf Kryptowährungen handeln. Das Trading ist äußerst spekulativ. Die Mindesteinlage liegt bei vielen Broker bei nur 100 Euro. Vorher sollte jedoch ohne Risiko auf einem CFD Demokonto geübt werden.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
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