Hackerangriff auf BitPay

Jeden Tag gibt es erfolgreiche Angriffe von Hacker und auch Top-Manager in Führungspositionen sind davor nicht gefeit. Genau das musste nun auch der US-Zahlungsdienstleister BitPay feststellen. So wurde bekannt, dass das Unternehmen im Dezember des Jahres 2014 ebenfalls Cyberverbrechern zum Opfer fiel. Die Kriminellen konnten sich einen Zugang zu dem E-Mail-Konto eines der Manager von BitPay verschaffen und so den Geschäftsführer in die Irre führen, sodass dieser 5.000 Bitcoin auf ein von den Hackern eingerichtetes Konto überwies.

Testsieger IQ Option überzeugt mit vielfältigem Krypto-Handelsangebot
  • 14 Kryptowährungen via CFD handelbar
  • Zeitlich unlimitiertes Demokonto
  • Mindesteinzahlung von 10 Euro/USD/GBP
Jetzt Krypto beim Testsieger IQ Option handeln!

Angriffe von Hackern auf Bitcoin-Unternehmen sind nicht neu. Auch Mark Karpelès – ehemaliger Chef von Mt.Gox – behauptet nach wie vor, Opfer von Cyberkriminalität zu sein.

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich

Verborgen und doch ans Licht gekommen

Das Unternehmen BitPay versuchte den Vorfall nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. Doch die Atlanta Business Chronicles bekam durch einen Gerichtsfall Wind von der Angelegenheit und berichtete nun davon.
BitPay selbst will den Schaden von einer Versicherungsgesellschaft regulieren lassen. Doch diese weigerte sich bisher, den entstandenen Schaden, in Höhe von ungefähr 1.000.000 US-Dollar, zu bezahlen. Es wird spekuliert, dass die Versicherung den Schaden nicht übernehmen will, da angenommen wird, dass Bitpay fahrlässig gehandelt habe und auch die Vertragspolicen solch einen Schaden nicht decken würden. Durch dieses Beispiel wird deutlich, dass die Cyber-Kriminalität immer mehr zunimmt und auch die besten Firewalls und Sicherheitssysteme umgangen werden können, wenn Experten sich an diesen zu schaffen machen.

Wie konnte der Hacker zugreifen?

Wie schon kurz angerissen, wurde zunächst der Account eines Managers des Unternehmens, mit Namen David Bailey geknackt. In dieser Zeit fanden gerade Verhandlungen zwischen Bailey und BitPay statt. Diese drehten sich vor allem um die Übernahme der Magazin-Sparte von BitPay. Ein wichtiger Tag in dieser Sache war der 11.12.2014, an dem Bailey eine E-Mail an den leitenden Finanzmanager von BitPay Bryan Krohn schickte, in der diesen darum bat, eine gewisse Datei noch einmal durchzuschauen und eventuell zu korrigieren.

Die irreführende E-Mail

Doch diese E-Mail ist der Ursprung des ganzen entstandenen Schadens, denn sie kam nicht von Bailey selbst, sondern von dem Hacker. In der E-Mail befand sich ein Link, der auf eine von dem Hacker erstellten Seite verwies. Nachdem Krohn sich ordnungsgemäß einloggte, war eine Fehlermeldung zu sehen. Der Hacker hingegen hatte nun sein Ziel erreicht und gelangte an die Zugangsdaten des Postfachs von Krohn. In diversen E-Mails konnte er nun lesen, dass ein Unternehmen, namens Second Markets, einer der Hauptkäufer der Bitcoin des Unternehmens BitPay ist.
Es ist schon interessant, woher der Hacker wusste, dass der Manager gerade auf eine E-Mail von Bailey so reagieren würde…

5.000 Bitcoins ergaunert

An dem Tag der abgefangenen E-Mail, schickte der Hacker 3 Nachrichten, im Namen von Krohn, an den Geschäftsführer BitPays Stephen Pair. In den ersten beiden Mails wurden jeweils 1.000 Bitcoin angefragt, in der Letzten ganze 3.000. Insgesamt forderte der Hacker, im Namen von Krohn, also ganze 5.000 Bitcoin. Pair konnte zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen, dass sich es sich hier um einen Betrug handelt, und überwies die geforderten Coin.

Der Betrug fliegt auf

Der Betrug flog auf, als Pair eine Mitarbeiterin von Second Markets kontaktierte und diese dann antwortetete, es habe keine Anfrage der erwähnten Bitcoin von Seiten des Unternehmens gegeben. Von diesem Zeitpunkt war klar, dass ein Betrug stattgefunden hatte. BitPay versuchte nun, möglichst viel der verlorenen Beträge zurückzubekommen. Wie aber oben schon erwähnt, weigert sich die Versicherung, aus den erklärten Gründen, diese zu bezahlen.
Aus der Blockchain, seien die Spuren des Hackers dokumentiert und aufgenommen und Experten zufolge führe die Spur in Richtung der sogenannten BTC-E Börse. Man versucht jetzt diese Spur aufzunehmen.

Auch Mark Karpelès – ehemaliger Chef von Mt.Gox – behauptet nach wie vor, Opfer von Cyberkriminalität zu sein.

Bitcoin kaufen mit Kreditkarte

Neben diesen unerfreulichen Meldungen, gibt es weitere Fortschritte beim Handel mit der Kryptowährung.
Seit kurzem ist es möglich, Bitcoin auf der Plattform BTCDirect einfach und schnell mit einer Kreditkarte zu erwerben. Die von Mile Huttig im Jahr 2013 gegründete niederländische Firma ist seit diesem Zeitpunkt sehr erfolgreich, was das Kaufen und Verkaufen von Bitcoin angeht, und das nicht nur regional, sondern europaweit.
Zusätzlich kann der Nutzer auf der Plattform auch Litecoin handeln. Der Bitcoin-Markt ist schnelllebig und erfordert daher auch schnelle Bezahlmethoden. Aus diesem Grund wurde zu den bisher vorhandenen Bezahlmöglichkeiten (Sofortüberweisung, SEPA und Giropay) auch die Zahlung mit der Kreditkarte neu eingeführt. Hierbei spielt es keine Rolle ob mit Visa oder Mastercard gezahlt wird, beide Varianten werden akzeptiert.

Vorteile der Zahlung mit Kreditkarte

Werden Bitcoin mit Kreditkarte gekauft, ist der Zahlungsvorgang schnell erledigt. Im Gegensatz zu anderen Zahlungsarten, sind zudem weniger Komplikationen zu erwarten. Hierfür ist lediglich eine kurze Anmeldung mit einer anschließenden Verifizierung in Form einer SMS auf der Plattform erforderlich. Das Transaktionsvolumen wird je nach Status eingestuft, zunächst ist dieses auf 100 Euro begrenzt mit dem Status Newbie, soll das Volumen gesteigert werden, muss ein Skype-Gespräch mit einem der Mitarbeiter erfolgen und kann so bis auf 1.000 Euro gesteigert werden, dann mit dem Status Hero. Wurde die Verifizierung erfolgreich durchgeführt, muss der Nutzer nur noch die jeweilige gewünschte Bitcoinzahl angeben und die jeweilige Zahlungsmethode wählen. Wurde der Zahlungsvorgang erfolgreich durchgeführt, sind die gekauften Bitcoin (zum Beispiel durch die Zahlung mit Kreditkarte) nach einigen Minuten verfügbar.

Neben dem Kauf von Bitcoin mit Kreditkarte, ist übrigens seit einiger Zeit auch das Bezahlen mit einer Bitcoin Kreditkarte möglich.