Stablecoin der Kryptobörse Gemini

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Die Winklevoss-Zwillinge Tyler und Cameron haben mit ihrer Kryptobörse Gemini ihre erste eigene Kryptowährung aufgebaut. Der Gemini Dollar basiert auf der Ethereum-Blockchain und soll als Stablecoin 1-1 durch den Dollar gedeckt werden. Der Gemini Dollar erhielt zu Wochenbeginn die offizielle Genehmigung des Finanzministeriums des US-Bundesstaats New York. Aus diesem Grund handelt es sich beim Gemini Dollar um eine offiziell genehmigte Kryptowährung.

Jeder Coin durch den Dollar gedeckt

Jeder Token der neuen Kryptowährung soll direkt mit einem US-Dollar verbunden sein. Die entsprechenden Dollars werden auf einem Konto der bekannten amerikanischen Bank State Street hinterlegt. Der Gemini Dollar soll die Vorteile von Kryptowährungen und traditionellen Währungen verbinden. Dabei hat Gemini den Ursprungsgedanken von Kryptowährungen im Hinterkopf. Kryptowährungen sollen dem Zweck dienen, damit Waren und Dienstleistungen zu bezahlen. Dies ist bei anderen Kryptowährungen mittlerweile häufig nicht mehr der Fall.

Mittlerweile gelten Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum eher als Geldanlage. Der eigentliche Sinn von Kryptowährungen, also das anonyme Zahlen von Dienstleistungen oder Waren ist etwas aus dem Blickfeld geraten. Einige Online-Shops, die bereits die Möglichkeit, mit Kryptowährungen zu bezahlen, eingeführt hatten, nahmen in den letzten Monaten diesen Zahlungsweg wieder aus ihrem Angebot heraus. Die Zweifel aufgrund der hohen Kurse und der Preisschwankungen waren wohl zu hoch.

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Kreditwürdigkeit und Preisstabilität des Dollars mit Kryptowährungen verbinden

Tyler Winklevoss sagte, der Gemini Dollar verbinde die Kreditwürdigkeit und die Preisstabilität des Dollars mit der Blockchain-Technologie. Auch die Aufsicht durch das Finanzministerium in New York wurde in der offiziellen Verlautbarung der Gemini-Börse betont.

Ob aus dem Gemini Dollar eine Alternative zu Bitcoin und Co. werden kann, bleibt jedoch abzuwarten. Der neue Stablecoin bekommt sicher einige Aufmerksamkeit, da mit Tyler und Cameron Winklevoss zwei bekannte Namen hinter der neuen Kryptowährung stehen. Sie erlangten vor einigen Jahren durch einen Rechtsstreit mit Mark Zuckerberg Bekanntheit. Die Winklevoss-Zwillinge vertraten die Auffassung, sie hätten ursprünglich die Idee für Facebook gehabt. Man einigte sich auf einen Vergleich und die Brüder bekamen 65 Millionen Dollar zugesprochen. Davon investierten sie elf Millionen in Bitcoin und galten 2013 als eine der ersten Bitcoin-Millardäre. Zwei Jahre später gründeten sie die Krypto-Börse Gemini.

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Konkurrenz ist groß

Ob sich die neue Kryptowährung durchsetzen kann, hängt womöglich auch von der Konkurrenz ab, die zurzeit groß ist. Auch die Kryptobörse Paxos, einer der größten Konkurrenten von Gemini, hat am Montag von der New Yorker Finanzbehörde eine Genehmigung für ihren Stablecoin erhalten. Dieser basiert auf Ethereum-Tokens und ist ebenfalls an den US-Dollar geknüpft. Darüber hinaus investieren gerade weitere Unternehmen in ähnliche Projekte. Unter anderem gab die Startup-Investmentfirma Andreessen Horowitz bekannt, dass man sich an einem Stablecoin-Startup beteiligt.

Stablecoin kann Kryptomarkt enorm beeinflussen

Einige Beobachter vertreten die Auffassung, das ein genehmigter Stablecoin den Kryptomarkt stärker prägen kann als die viel diskutierten Bitcoin-ETFs. Ein ähnlich großer Fortschritt für den Kryptomarkt könnte auch ein Stablecoin sein. Allerdings sorgen auch diese schon lange für Diskussionen. Der Auslöser hierfür war im vergangenen Jahr die Kryptowährung Tether, die laut offiziellen Angaben ebenfalls an den Dollar gebunden ist. Hieran gab es jedoch immer wieder Zweifel.

Das Unternehmen hinter Tether hatte hierzu sogar eine Überprüfung durch Wirtschaftsprüfer veranlasst. Diese kam zu dem Ergebnis, dass über zwei Milliarden Dollar zur Deckung der Coins auf einem Bankkonto in Puerto Rico lagern. Dies konnte jedoch viele Kritiker nicht überzeugen; die Diskussionen waren nicht beendet. Zudem gilt die Firma Tether LLC als eher intransparent. Tether wurde zudem vorgeworfen, für Manipulationen verantwortlich zu sein.

Zweifel aus dem Weg räumen

Gemini und die Winkelvoss-Zwillinge wollen derartigen Zweifeln wohl von Beginn an aus dem Weg gehen. Bei ihrem Stablecoin handelt es sich um ein ERC20-Token, dass auf dem Protokoll von Ethereum basiert. Schon frühzeitig wurden unabhängige Wirtschaftsprüfer hinzugezogen. Diese kommen zu der Auffassung, dass der Gemini Dollar eine wertbeständige Münze (Stablecoin) ist. Diese wird von Gemini, die als Treuhandgesellschaft fungiert, ausgeben. Der Stablecoin ist 1-1 an den Dollar gekoppelt und nutzt den ERC20-Standard für Token. Zudem basiert der Gemini Dollar auf Smart Contracts, die ebenfalls von einer unabhängigen Sicherheitsfirma geprüft und verifiziert wurden.

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Genehmigung auch für den Paxos Standard

Am Montag erhielt neben dem Gemini Dollar auch der Stablecoin Paxos Standard der Kryptobörse Paxos eine Lizenz der Finanzbehörde in New York. Damit genehmigte die Behörde gleich zwei Stablecoins, die die gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Dies wurde von Maria Vullo, der Chefin der Behörde, bestätigt.

Der Paxos Standard kann ebenso wie der Gemini Dollar 1-1 gegen den Dollar eingetauscht werden. Die Stablecoins sind nun an den jeweiligen Börsen handelbar. Die Winklevoss-Zwillinge streben an, dass mit ihrer Kryptowährung Transaktionen in Dollar über das Netzwerk von Ethereum in alle Welt durchgeführt werden können. Der Stablecoin von Paxos kann auch auf der Handelsplattform ItBit als Tauschwährung eingesetzt werden. Chad Cascarilla von Paxos sagte, weitere Kryptobörsen sollen bald hinzukommen.

Nachteile von digitalen Währungen ausgleichen

Mit Stablecoins sollen die Nachteile von Kryptowährungen ausgeglichen werden. Dazu gehören die hohe Volatilität und die Schwierigkeit, genaue Preise für Produkte und Zahlungen zu definieren. Stablecoins sind daher an klassische Währungen oder Wertobjekte wie Gold gekoppelt.

Tyler und Cameron Winkelvoss haben sich auch nicht durch die jüngsten Rückschläge wie die Ablehnung ihres ETFs durch die US-Börsenaufsicht von ihrem Weg abbringen lassen. Sie möchten mit ihrem Stablecoin das traditionelle Bankensystem und den Kryptomarkt verbinden. Die Brüder wollen es den Kunden von Gemini ermöglichen, Dollar in Gemini Dollar einzutauschen und weltweit Transaktionen durchzuführen.

Ein großer Unterschied zu Bitcoins sei, dass man mit Dollar die Blockchain für internationale Transaktionen nutzen kann, während Bitcoins eher zu einem Wertspeicher ähnlich wie Gold geworden sind. Ein solcher erfolgversprechender Geldspeicher würde nicht für Transaktionen genutzt. Diese soll beim Gemini Dollar anders sein.

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Fazit: Stablecoin von Gemini kann Fortschritt für den Kryptomarkt bedeuten

Die Winklevoss-Zwillinge haben mit ihrer Kryptobörse Gemini eine eigene Kryptowährung entwickelt. Der Gemini Dollar ist als Stablecoin angelegt und kann eins zu eins gegen den Dollar getauscht werden. Um die Anbindung an den Dollar zu gewährleisten, wird die benötigte Dollar-Summe auf einem Konto bei einer bekannten amerikanischen Bank hinterlegt. Der Stablecoin erhielt am Montag zeitgleich zum Paxos Standard, einem Stablecoin der Konkurrenz von Paxos, eine offizielle Genehmigung des Finanzministeriums des US-Bundesstaats New York. Auch andere Unternehmen arbeiten gerade an Konzepten zu Stablecoins. Dies könnte einen sehr positiven Effekt für den Kryptomarkt sowie größeren Einfluss als ein Bitcoin-ETF haben.

Mit ihrem Gemini Dollar wollen die Winklevoss-Zwillinge auch eine Verbindung zwischen dem etablierten Bankensystem und Kryptowährungen schaffen. Vorteile des Dollars wie Preisstabilität können mit Vorteilen von Kryptowährungen wie den Möglichkeiten der Blockchain verbunden werden.

Die jüngsten Rückschläge wie die Ablehnung ihres ETF-Vorschlags durch die amerikanische Börsenaufsicht haben die Winklevoss-Zwillinge wohl nicht von ihrem Weg abgebracht. Ihre Kryptowährung könnte durchaus eine Alternative zu Bitcoin und Co. darstellen, da man damit Dollars über die Blockchain transferieren kann.

Allerdings wurden auch Stablecoins in der Vergangenheit kontrovers diskutiert. Diskussionen hatte vor allem die Kryptowährung Tether ausgelöst. Diese soll auch direkt an den Dollar gebunden sein, woran allerdings Zweifel bestehen. Zudem gibt es Spekulationen über Marktmanipulationen durch Tether. Gemini will wohl allen Zweifel und Spekulationen von Beginn an entgegen treten. Der Gemini Dollar wurde bereits vor dem Start von Wirtschaftsprüfern und Sicherheitsfirmen untersucht.

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