facebook erlaubt Krypto-Werbeanzeigen teilweise wieder

Facebook erlaubt Werbeanzeigen für Produkte, die mit Kryptowährungen in Verbindung stehen zum Teil wieder, wie das Unternehmen vor einigen Tagen bekannt gab. Allerdings wird das Verbot nicht vollständig aufgehoben, lediglich an einigen Stellen gelockert. Werbeanzeigen, die vorab geprüft wurden, sollen im Netzwerk wieder angezeigt werden. Für ICOs und binäre Optionen bleibt das Verbot allerdings bestehen.

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Kehrtwende bei Facebook?

Ende Januar verbot Facebook Werbeanzeigen rund um Kryptowährungen und Kryptoprodukte komplett. Das Ziel war es, die Nutzer des sozialen Netzwerks vor Betrug und Scam zu schützen. Auch Google, Twitter und Snapchat führten einige Tage später ein ähnliches Verbot ein. Bei Scam handelt es sich um eine Art Schneeballsystem, dass oft über Emails erfolt.

Doch nach nur wenigen Monaten scheint sich nun bei Facebook eine Wende zu zeigen. Das Unternehmen hob seine sehr strengen Vorgaben zum Teil wieder auf. Wer eine Genehmigung von Facebook erhält, darf nun wieder Anzeigen für Kryptoprodukte online stellen. Seriöse Unternehmen wie Kryptobörsen, die nachweisen können, dass sie ohne Betrug und Scams arbeiten, dürfen nun ihre Produkte und Dienstleistungen wieder über Facebook bewerbenund entsprechende Anzeigen schalten. Mit dem Verbot von Kryptowerbung bei Facebook fiel für Unternehmen eine wichtige Markting-Möglichkeit weg. Diese ist nun zum Teil wieder nutzbar.

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Richtlinien überarbeitet

Facebook hat also seine Richtlinien erneut überarbeitet und kann jetzt wohl auch genauer feststellen, ob eine Werbeanzeige mit Betrug oder irreführenden Aussagen in Verbindung steht. So kann das Unternehmen nun zumindest einige Anzeigen wieder erlauben und dennoch gewährleisten, dass diese einen sicheren und seriösen Hintergrund haben.

Die Voraussetzung für Werbetreibende, um wieder Anzeigen schalten zu können, ist allerdings, dass sie einen Antrag bei Facebook stellen. Das Unternehmen prüft diesen und entscheidet dann, ob der Werbetreibende eine Genehmigung erhält. Dazu müssen die Unternehmen auch andere Lizenzen vorlegen. Die Voraussetzungen, um Werbung für Kryptoprodukte bei Facebook machen zu können, sind damit noch immer sehr hoch. So kann auch in Zukunft nicht jeder eine solche Anzeige bei Facebook veröffentlichen, für seriöse Anbieter ist dies jedoch wieder möglich.

Auch andere Verbote könnten fallen

Unter Umständen hebt Facebook in Zukunft auch das Verbot für ICOs wieder auf. Werbung ist eine wichtige Einnahmequelle für Facebook. Daher könnte das Unternehmen langfristig auch hier umdenken. Dem Unternehmen ist die Sicherheit seiner Nutzer in Bezug auf Kryptowährungen allerdings ebenfalls wichtig. Daher muss das Unternehmen diese gewährleisten können, bevor auch Werbung für ICOs wieder erlaubt wird. Noch ist offen, ob auch Google und Twitter nachziehen werden und ihrerseits ihre Verbote lockern. Ist dies der Fall, könnte sich dies positiv auf den gesamten Kryptomarkt auswirken. Anbieter würden so wieder seriöse Werbeplattformen für sich nutzen können.

Facebook Interesse an eigener Kryptowährung

Immer wieder kommen auch Gerüchte auf, dass Facebook selbst am Aufbau einer eigenen Kryptowährung interessiert ist. Unter anderem meldete dies im Frühjahr „The Verge“. Dort hieß es, dass das Unternehmen prüfe, welche Möglichkeiten die Blockchain bietet und wie man damit Peer-to-Peer-Zahlungen vereinfachen könnte.

Die Webseite von Facebook ist laut der Ranking-Seite Alexa weltweit die am dritthäufigsten besuchte Internetseite. Zudem sind die Nutzerzahlen noch immer sehr hoch. Wenn nun Facebook die Entscheidung treffen würde, eine eigenen Kryptowährung auf den Markt zu bringen, könnte dies die Entwicklung von Kryptowährungen und deren Akzeptanz in der Öffentlichkeit weiter steigern.

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Facebook arbeitet an Blockchain-Projekt

Noch scheint eine Facebook-Kryptowährung allerdings noch eine Zukunftsvision zu sein. Dennoch arbeitet das Unternehmen an einem Blockchain-Projekt. Die Blockchain könnte bei Facebook interessant sein, um Probleme wie beim Datenschutz, bei der Identitätsprüfung oder auf dem Weg zu einer transparenten Werbepolitik zu lösen.

Facebook hat bereits ein kleines Team mit zwölf Mitarbeitern zusammengestellt, die an einem Blockchain-Projekt arbeiten. Die Mitarbeiter sind aufgewiesene Fachleute. So gehören beispielsweise Führungskräfte von Instagram zum Team. Die Projektleitung hat David Marcus übernommen, der bei Facebook zuvor für den Messenger zuständig war. Er war zuvor bei PayPal beschäftigt und sitzt seit Dezember im Vorstand von Coinbase. Außerdem gehört er zu den frühen Nutzern von Bitcoin. Die Aufgaben rund um innovative Technologien und Zahlungsprozesse im Internet sollten ihm daher durchaus bekannt sein.

Facebook hat damit ein sehr erfahrenes Blockchain-Team zusammengestellt. Offiziell sollen sich die Mitarbeiter vorrangig um eine Lösung für die Datenschutzprobleme von Facebookkümmern. Immer wieder hört man jedoch, dass das Team am Aufbau einer Facebook-Kryptowährung arbeitet.

Datenschutz wichtiges Thema bei Facebook

Allerdings ist der Datenschutz durchaus ein drängendes Thema bei Facebook. Seit dem Bekanntwerden des Skandals um Cambridge Analytica steht das Unternehmen hier noch mehr unter Druck. Im US-Wahlkampf wurden von Cambridge Analytica fast 50 Millionen Userdaten entwendet Das Unternehmen arbeitete später im Wahlkampf für das Team von Donald Trump. Mark Zuckerberg musste sich hierzu vor dem amerikanischen Kongress verantworten.

Dies ist wohl auch der Grund für eine Überarbeitung der Managementstrukturbei Facebook. Zudem hat man die derzeitigen Schwierigkeiten neu bewertet. Aus diesem Überlegungen entstand eine neue Aufteilung des Unternehmens in drei Bereiche mit speziellen Aufgabenfeldern. „Family of Apps“ soll sich um Instagram, Facebook sowie den Messenger-Diensten WhatsApp und den Facebook Messenger kümmern. „New platforms and infra“, wo auch das Blockchain-Team zugehört, wurde mit den Facebook-Projekten in den Bereichen VR, AR und AI betraut. Der dritte Bereich, „Central product services“, widmet sich den Themen Datenschutz, Werbung, Datensicherheit und Speicherung.

Fazit: Facebook denkt bei Kryptowährungen um

Facebook hat sein im Januar erlassenes komplettes Werbeverbot für Kryptowährungen und Kryptoprodukte teilweise aufgehoben. Nun können seriöse Anbieter, die zuvor einen Antrag bei Facebook stellen, ihre Produkte wieder auf dem sozialen Netzwerk bewerben. Sie müssen nachweisen, dass sie seriöse und ohne Betrug arbeiten. Nach einer Überprüfung werden die Anzeigen dann online gestellt.Dies ist für seröse Anbieter, denen durch die Werbeverbote Anfang des Jahres ein wichtiges Marketing-Tool wegfiel, wieder eine Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen effektiv zu bewerben.

Facebook hat wohl einen Weg gefunden, um zu erkennen, ob eine Anzeige seriös ist oder nicht. Möglicherweise ziehen nun auch Google und Twitter nachund lockern ihrer strengen Regeln zu Werbeanzeigen für Kryptowährungen. Dies könnte sich positiv auf den Kryptomarkt auswirken.

Facebook selbst arbeitet an einen Blockchain-Projekt. Gerüchten zufolge ist auch eine eigene Kryptowährung in Planung. Dazu hat das Unternehmen ein Team aus erfahrenen Mitarbeiten zusammengestellt. Das offizielle Ziel ist es allerdings, die Probleme beim Datenschutz in den Griff zu bekommen.

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