Ethereum springt über 1.000 Dollar

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich

Vor kurzem berichteten wir, dass Ripple auf Platz 2 oder – je nach Betrachtungsweise – sogar auf Platz 1 der Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung gelangte. Wie das so im derzeitigen Umfeld der virtuellen Währungen ist, herrscht eine extrem hohe Volatilität vor und die Rangliste ändert sich permanent. Ripple (XRP) ist von seinem Hoch bei knapp 4 US-Dollar um 50 Prozent eingebrochen – und das innerhalb einer Woche. Im Gegenzug dazu, stieg die digitale Währung Ethereum unvermindert weiter an und erreichte zwischenzeitlich ein Allzeithoch bei über 1.400 US-Dollar. Noch immer notiert Ether über 1.300 Dollar. Damit sind die Ränge wieder ganz klar verteilt: Bitcoin auf Platz 1, Ethereum auf Platz 2 und auf dem dritten Platz folgt wieder Ripple.

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Ethereum springt erstmals über 1.000 Dollar

Wenn wir die Betrachtungsweise wie im Artikel „Ripple überholt Bitcoin“ zugrunde legen, also die Marktkapitalisierung nach allen bisher geschöpften Tokens berechnen, unabhängig ob sie im Umlauf sind oder nicht, bleibt Bitcoin auf dem ersten Platz und Ripple auf dem dritten. Nur auf dem zweiten Platz wäre dann SolarCoin. Ethereum wäre etwas abgeschlagen auf dem fünften Platz.

Bei Bitcoin scheint zumindest kurzfristig erstmal die Puste ausgegangen zu sein. Vom Hoch bei um die 20.000 Dollar ist Bitcoin deutlich entfernt. Aktuell pendelt der Bitcoin Kurs bei um die 13.000 Dollar. Der Wert ist immer noch sehr volatil, doch von der extremen Volatilität ist der Platzhirsch ebenfalls etwas entfernt. Was natürlich nicht heißt, dass es morgen nicht wieder ganz anders aussehen kann.

Ethereum hat Anfang des Jahres einen deutlichen Sprung über die Marke von 1.000 Dollar geschafft. Die Marktkapitalisierung liegt mittlerweile bei über 128 Milliarden Dollar. Alle Kryptowährungen zusammen kommen auf eine Marktkapitalisierung von über 700 Milliarden Dollar, was durchaus ein beträchtlicher Wert ist. Damit sind digitale Währungen in der Gesamtheit mehr Wert als zum Höhepunkt der Bitcoin-Euphorie. Das zeigt auch, dass die Anleger mehr und mehr dazu übergehen, auch andere virtuelle Währungen zu kaufen, entweder zu Spekulationszwecken oder als Geldanlage.

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Gemeinsamkeiten zwischen Ethereum und Ripple

Doch was hat es mit den beiden Verfolgern von Bitcoin auf sich? Sicher, es gibt eine Reihe von Unterschieden. Doch die beiden Kryptowährungen Ethereum und Ripple ähneln sich auch in einigen Punkten. Dieses Wissen kann bei der Beurteilung helfen, ob ein Investment in diesem Bereich lohnt oder nicht.

Gemeinsamkeit 1: Beide sind für die Industrie interessant

Sowohl über Ethereum als auch über Ripple (XRP) haben wir schon des Öfteren berichtet. Ether, die Währung von Ethereum, ist zum Beispiel viel mehr als nur eine Währung mit der man bezahlen kann. Mit ihr lassen sich sogenannte Smart Contracts (intelligente Verträge) gestalten. Dabei prüft die „Software“, wenn wir das mal so bezeichnen wollen, im Hintergrund automatisch, ob die Vertragsbestandteile eingehalten werden. Wenn ja, dann könnte beispielsweise bei Lieferung einer Ware automatisch eine Zahlung ausgelöst werden.

Ein anderes Beispiel: Ein Verbraucher kauft ein Fahrzeug auf Kredit. Sobald der Verbraucher die Raten nicht mehr zahlt, er also den Vertragsbedingungen nicht mehr nachkommt, löst der Smart Contract eine Fahrzeugsperre aus, bis die Summe beglichen ist. Bis jetzt ist das zwar nur Zukunftsmusik, doch es macht sehr schön deutlich, dass Unternehmen an solch einer Technologie hochgradig interessiert sind.

Die Anwendung dieser Smart Contracts erfolgt bis dato eher innerhalb des Krypotuniversums. Bei sogenannten ICOsInitial Coin Offerings – wird mithilfe von Ether Geld eingesammelt. Das Ganze funktioniert ähnlich wie ein Börsengang. Die Geldgeber erhalten im Gegenzug Stimmrechte, Anteile oder Spendenbescheinigungen. Doch wie bereits beschrieben, hat die Technologie durchaus Zukunft auch in traditionellen Unternehmen. Daher haben auch Unternehmensberatungen die positiven Seiten von Ethereum längst für sich entdeckt.

Und Ripple? Ripple war von Anfang an nicht als Kontrast oder Konkurrent zum heutigen Bankensystem gedacht, sondern als Dienstleister dafür. Ripple wollte von Anfang an mit den Banken arbeiten, anstatt dagegen. Also auch hier eine interessante Alternative für die Finanzindustrie.

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Gemeinsamkeit 2: Keine komplette Dezentralisierung

Bitcoin ist komplett dezentralisiert organisiert. Das hat Vorteile ohne Frage, aber eben auch Nachteile. So ist sich die Community in vielen Fragen nicht unbedingt einer Meinung. Daher kommt es zum Teil auch zu sogenannten Forks. Bei den beiden Kryptos Ethereum und Ripple ist das anders. Dort ist die Software zwar für jeden zugänglich, doch die entscheidenden Änderungen übernehmen immer noch zentrale Stellen.

Bei Ethereum ist das der Gründer Vitalik Buterin und eine Schweizer Stiftung. Bei Ripple ist es das Unternehmen RippleLabs.

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Wer keine Lust hat, Kryptowährungen selbst zu generieren spekuliert auf den Kurs.

Gemeinsamkeit 3: Kein extremer Energieverbrauch wie bei Bitcoin

Das Generieren von neuen Bitcoins wird für PCs zunehmend komplexer. Schon heute können gewöhnliche Haus-PCs keine Bitcoins mehr erzeugen. Hinzu kommt: Je mehr Bitcoins erzeugt wurden, umso schwieriger und damit auch Energieintensiver wird es für die Miner. Schon heute verbraucht das Bitcoin Mining mehr Strom als so manches Land.

Im Gegensatz dazu gibt es kein Ripple Mining. Alle Einheiten der Währung XRP wurden bereits erschaffen. Sie sind nur noch nicht alle im Umlauf. Das heißt also, dass es keine Energie mehr in dieser Hinsicht benötigt. Und der Stromverbrauch für die Transaktionen an sich ist nicht der Rede wert. Hier liegt auch die Gemeinsamkeit von Ripple und Ethereum. Auch wenn das Ethereum Mining durchaus bis dato noch viel Energie benötigt, so herrscht doch ein Konsens darüber, dieses Problem zu lösen, was auch möglich ist.

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Ethereum selbst minen – Wie das geht und ob es sich lohnt

Wo wir gerade beim Ether Mining sind. Aufgrund des rasant stark gestiegenen Ethereum Kurses wird das Erzeugen der Kryptowährung am heimischen PC für immer mehr Nutzer (wieder) interessant. Wir hatten auch schon darüber berichtet, wie man mit Ethereum Mining ein Nebeneinkommen generieren kann. Der Clou ist eben, dass bereits ein PC und eine bestimmte Grafikkarte ausreicht, um die digitale Währung zu schöpfen. In diesem Artikel hatten wir darauf hingewiesen, dass beim damaligen Ether Kurs von deutlich über 300 Dollar ein Nebeneinkommen von 150 Euro drin wäre. Wenn wir davon ausgehen, dass sich der Kurs mittlerweile vervierfacht hat, sind das demnach 600 Euro. Wer zwei Grafikkarten hat, mint jeden Monat Ether im Wert von 1.200 Euro. Davon könnte man schon leben.

Natürlich ist das Einkommen keine Garantie. Ein herber Kursrutsch würde die Einnahmen schnell auch wieder halbieren oder noch mehr einbrechen lassen. Außerdem müssen die Stromkosten einkalkuliert werden. Damals haben wir mit 80 Euro im Monat gerechnet, da die Computer auch 24 Stunden arbeiten müssen. Doch die Einnahmen würden die Ausgaben derzeit bei Weitem aufwiegen. Selbst wenn sich der Kurs halbieren würde, wären die Einnahmen, die ein heimischer PC-Anwender damit generiert lukrativ.

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Ethereum minen und Steuern zahlen?

Interessant wird die Sache, wie das Finanzamt die ganze Sache sieht. Da es sich um ziemlich neue Arten der Einkommensgenerierung handelt, werden die meisten Finanzbeamten wohl nicht genau wissen, wie sie die Einnahmen einzuordnen haben. Sicher ist, dass es sich nicht um „Einkommen aus nichtselbstständiger Tätigkeit“ handelt. Aber handelt es sich um „Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit„? Wenn ja, brauchen Krypto Miner dann eine Gewerbeanmeldung? Einige bejahen das. Wie ist die Sachlage, wenn die Altcoins, die geschürft werden, gar nicht in Fiatwährung umgetauscht werden? Wie soll die Steuerbelastung berechnet werden, da es sich ja um virtuelle Währungen handelt, die vom Staat als solches ja kein offizielles Zahlungsmittel sind? In der Tat ist die Sachlage nicht einfach. Eine Anfrage beim zuständigen Finanzamt wird wohl auch keine Klarheit bringen, da diese in der Regel auch damit überfordert sind. Und selbst wenn es einen Beamten gibt, der privat damit zu tun hat, wird er sich hüten hier eine verbindliche Aussage zu treffen. Fakt ist, dass die Einnahmen in der Steuererklärung angegeben werden sollten. Denn Steuerhinterziehung verjährt erst nach 10 Jahren.

Auch Einnahmen aus dem Online Trading mit Kryptowährungen müssen in der Einkommenssteuererklärung angegeben werden. Wenn ein Nutzer zum Beispiel mit eToro auf Bitcoins spekuliert, so muss er die Gewinne angeben. Hier ist die Sachlage jedoch relativ einfach. Gewinne unterliegen der Abgeltungssteuer und werden pauschal mit 25 Prozent plus Soli, plus evtl. Kirchensteuer besteuert. Selbstverständlich gelten auch hier die üblichen Regelungen mit Freistellungsauftrag, Günstigerprüfung usw.

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