Ether – der Nachfolger von Bitcoin?

Seit einigen Monaten sorgt eine neue Kryptowährung für Aufruhr in der Szene: Ether. In nur ein paar Monaten konnte sich der Kurs der Digitalwährung verzehnfachen. Nutzer sind begeistert von dem Nachfolgemodell des Bitcoin. Vor allem, weil er mehr kann. Ether (Ether ist die Währungseinheit, die Kryptowährung heißt Etherum) ist nach Bitcoin die mittlerweile zweitwichtigste Kryptowährung.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich

Ein junger Russe – Anfang 20 – der in der Schweiz lebt, gilt als “Wunderkind”: Vitalik Buterin. Er schafft eine neue Kryptowährung: Ether. Alle bis jetzt im Umlauf befindlichen Ether sind bereits mehr als eine Milliarde US-Dollar wert. Bitcoin kommt zwar immerhin noch auf 6,3 Milliarden, aber wenn man bedenkt, wie lange Bitcoin dafür brauchte – und im Gegensatz dazu Ether, ist das schon sehr bemerkenswert. Außerdem gibt es immer neue Probleme bei Bitcoin. Vor allem technische Hürden scheinen derzeit nur schwer zu überwinden.

Ether ist nicht die erste Alternative zu Bitcoin. Obwohl an dieser Stelle gesagt werden muss, dass Ether eigentlich gar nicht als Alternative zu Bitcoin gedacht war. Andere Digitalwährungen wie Ripple oder Litecoin haben es ernsthaft versucht, Bitcoin Konkurrenz zu machen. Daneben gab es natürlich auch noch eher weniger gemeinte Konkurrenz-Währungen wie Dogecoin. Allerdings könnte Ether erstmals Bitcoin relativ zügig den ersten Platz streitig machen.

Ether – ein ganz neues IT-System

Ähnlich beliebt und begehrt wie Blockchain könnte auch Ether werden. Große Unternehmen wie Samsung, Microsoft und sogar RWE experimentieren bereits mit der Kryptowährung. Bitcoin.de möchte sogar in den Handel mit der Internet-Währung einsteigen.

Im Gegensatz zu Bitcoin ist der Erfinder von Ether bekannt. Er genießt in Fachkreisen außerdem einen außerordentlich guten Ruf. Ether funktioniert ähnlich wie Bitcoin, kann aber noch viel mehr.

Beide nutzen Blockchain

Beide Kryptowährungen, Bitcoin und Ether, stützen sich auf dieselbe Technologie: Blockchain. Alle Überweisungen und Transaktionen die getätigt werden, werden mit Hilfe von Blockchain gespeichert und sind jederzeit nachvollziehbar.

Oliver Flaskämper, Betreiber von Bictoin.de äußert sich zum Unterschied der beiden Kryptowährungen: Bitcoin ist in erster Linie ein Zahlungsmittel, doch Ether soll viel mehr Anwendungen ermöglichen.

Bitcoin stößt an Grenzen – Ether nicht

Je größer das Netzwerk von Bitcoin wird, sprich, je mehr Nutzer Überweisungen usw tätigen, umso länger und langsamer wird das Bitcoin Netzwerk. Das liegt daran, dass der (oder die) Entwickler von Bitcoin die Größe der Blöcke – in denen die Überweisungsdaten hinterlegt werden – von Anfang an auf nur einen MB begrenzt haben. Das grenzt die Anzahl der Transaktionen natürlich von vornherein ein.

Der Grund war einfach: Nakamoto befürchtete damals, dass bei zu vielen Überweisungen die Technik zusammenbrechen würde. Um das zu verhindern, wurde von Anfang an die Größe der Blöcke limitiert. Es ist paradox: Je erfolgreicher Bitcoin wird, umso langsamer wird es.

Es ist nun nicht so, dass es dafür keine Lösung gäbe. Die Größe der Blöcke könnten Nutzer bzw. Programmierer relativ einfach erhöhen. Nur: Bei solchen Eingriffen in das Bitcoin Netzwerk, müssen alle relevanten Teilnehmer zustimmen. Und genau hier liegt das Problem. Die Bitcoin Community ist – was diese Frage angeht – zerstritten.

Einige Programmierer wollen das Problem am liebsten sofort lösen. Andere Nutzer wollen zwar auch etwas ändern, sich jedoch etwas mehr Zeit lassen, um auch die möglichen Folgen gut abzuwägen. Und wieder andere wollen gar nicht ändern. Ihrer Meinung nach, muss Bitcoin so bleiben, wie er ursprünglich geschaffen wurde.

Aktuell findet eine Abstimmung statt. Aber wann diese endet und mit welchem Ergebnis, ist noch völlig ungewiss.

Ether hat dieses Problem nicht

Ether hat dieses Problem wie bei Bitcoin nicht. Die Blockgröße steigt automatisch, wenn mehr Überweisungen getätigt werden. Das russische “Wunderkind” hat Ether so geschaffen, dass sie in Zukunft immer mehr Überweisungen bearbeiten kann. Warum? Weil er wusste, dass die Technik in Zukunft immer besser wird und mehr akzeptiert wird.

Wird Ether Bitcoin ablösen? Das ist aktuell noch nicht vorhersehbar. Allerdings darf Bitcoin trotz der Erfolge von Ether noch lange nicht abgeschrieben werden. Das zeigt auch der aktuelle Kursverlauf an den Bitcoin Börsen. Dieser steigt und steigt…