Auch in Deutschland Neuigkeiten am Kryptomarkt

Das vergangene Jahr war für Bitcoins und andere Kryptowährungen sehr erfolgreich. Die Kurse stiegen enorm an und auch die Medien berichteten häufig über Kryptowährungen. Nach dem dramatischen Kursverlust im Januar hält sich der Bitcoin-Kurs nun seit Monaten stabil. Viele Beobachter sind dennoch der Ansicht, dass es bald wieder deutlich nach oben gehen kann. Darüber hinaus gibt es auch in Deutschland Bewegung in der Kryptoszene. Weitere Kryptoprodukte könnten ebenfalls bald auf den Markt kommen.

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1. Gute Aussichten für Bitcoin-Kurs

Victor Dergunov, der Gründer der Albright Investment Group, vertritt die Auffassung, dass der Bitcoin-Kurs in den kommenden Jahren deutlich nach oben gehen könnte. Aus seiner Sicht sind Bitcoins derzeit nur noch wenig volatil, was die Grundlage für den Start des Bullenmarktes, also steigende Kurse, sein könnte. Andere Beobachter äußern sich ähnlich. Da die Volatilität nachlässt, könnte so die Basis für institutionelle Anleger entstehen, sich am Kryptomarkt zu engagieren.

Niedrigere Volatilität ein Vorteil

Mike McGlone von Bloomberg vertritt die Auffassung, dass das Nachlassen der Volatilität und das geringe Handelsvolumen dafür sprechen, dass Bitcoin seinen Boden gefunden hat. Er hält Bitcoins zurzeit für sehr stabil. Andere Analysten sehen bereits die ersten Zeichen eines Bullenmarkts. Allerdings bleibt abzuwarten, in welche Richtung sich die Kurse von Kryptowährungen in der Tat entwickeln werden.

Derzeit geht man davon aus, dass vor allem Meldungen von Institutionen die Kurse stützen und steigen lassen könnten. Mit besonders großer Spannung wird derzeit der Start der Kryptobörse Bakkt erwartet, die vom Betreiber der New York Stock Exchange auf den Weg gebracht wird. Diese könnte den Startschuss für eine Rally geben und für die Kryptoszene noch größere Bedeutung haben als beispielsweise ein Bitcoin-ETF.

Auch Privatanleger könnten für Erfolge sorgen

In eine andere Richtung denkt Nikolay Storonsky, der mit seiner Revolut-App den Zugriff auf Bitcoins und andere Kryptowährungen ermöglicht. Er vertritt die Ansicht, dass vor allem Privatanleger für einen Kursanstieg im nächsten Jahr verantwortlich sein werden. Mit dieser Aussage widerspricht er der derzeit vorherrschenden Meinung, dass auf institutionelle Anleger ausrichtete Angebote wie sie Bakkt oder Fidelity anbieten wollen, den Kryptomarkt im Mainstream etablierten werden.

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2. Bitcoin.de wird zur Bank

Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland gibt es einige Entwicklungen rund um Kryptowährungen, die Beobachter und Anleger optimistisch stimmen. Der Marktführer Bitcoin.de entwickelt sich nach und nach zu einer Bank und plant sogar die Einführung von Geldautomaten, an denen Kryptowährungen erhältlich sein sollen. In Österreich gibt es bereits seit einigen Jahren Bitcoin-Automaten, in Deutschland wäre dies jedoch eine absolute Neuerung. Bitcoin.de möchte über seine Aufgaben und Angebote als Krypto-Marktplatz hinausgehen und denkt auch über die Einführung neuer Kryptoprodukte nach.

Hinter Bitcoin.de steht die Bitcoin Group. Der Marktführer will nun also sein Geschäftsmodell erweitern. Ein großer Schritt in diese Richtung ist die Übernahme der Tremmel-Wertpapierhandelsbank aus Frankfurt. Die Bitcoin Group übernimmt für einen Kaufpreis im unteren siebenstelligen Bereich 100 Prozent der Anteile.

Bank-Übernahme keine Überraschung

Die kleine Tremmel-Bank wurde 1983 zunächst als Börsenmakler gegründet, verfügt jedoch auch über eine deutsche  Bankenlizenz als Wertpapierdienstleister. Diese Bankenlizenz kann nun die Bitcoin Group nutzen und so die Unternehmensentwicklung fördern. Die Übernahme soll im ersten Halbjahr des kommenden Jahres abgeschlossen sein und muss noch von der Bankenaufsicht genehmigt werden.

Die Übernahme ist für viele keine Überraschung. Schon im Mai gab die Bitcoin Group anlässlich ihres Jahresausblicks an, dass man im Laufe des Jahres eine Mehrheitsbeteiligung an einer regulierten Bank mit Sitz in Deutschland plant. Im Januar erwarb das Unternehmen bereits 50 Prozent der Anteile des regulierten niedersächsischen Anlagevermittler Sineus.

Angebotspalette erweitern

Die Bitcoin Group möchte den eingeschlagenen Weg weitergehen und seine Angebote erweitern. So könnte das Unternehmen beispielsweise eigene Produkte mit Verbindung zu Kryptowährungen auf den Markt bringen. Der Eigenhandel mit Kryptowährungen ist ebenfalls möglich. Außerdem denkt die Bitcoin Group in der Tat darüber nach, Geldautomaten für Kryptowährungen aufzustellen. Eine Bankenlizenz gibt dem Unternehmen unter anderem die Möglichkeit, selbst ein Orderbuch zu führen und Kurse zu stellen, was für mehr Liquidität im Handel sorgen könnte.

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3. Bitcoin.de als Marktplatz bekannt

Bitcoin.de kann so langfristig zu einer umfangreichen Kryptobörse mit breitem Angebot werden. Auch das Einlagengeschäft könnte erweitert werden. International spielt die Bitcoin Group bisher keine Rolle, prägt aber den Kryptohandel in Deutschland. Bitcoin.de arbeitet mit einem Marktplatz-Konzept ähnlich wie Ebay und bringt dort Käufer und Verkäufer zusammen. Bitcoin.de überwacht dann die Abwicklung des Kaufs bzw. Verkaufs. Im Gegensatz zu Kryptobörsen aus anderen Ländern arbeitet Bitcoin.de damit nicht auf eigene Rechnung.

Partnerschaft mit Fidor-Bank

Bereits seit fünf Jahren arbeitet die Bitcoin Group mit der Fidor-Bank aus München zusammen. Dank dieser Partnerschaft kann Bitcoin.de die Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hinsichtlich der Anlagenvermittlung erfüllen. Durch den Kauf der Tremmel-Bank wird Bitcoin.de allerdings unabhängiger von der Fidor-Bank.

Mitte Oktober sagte der Firmengründer und Vorstand Oliver Flaskämper, dass er es sich vorstellen könnte, sofort mit dem Aufbau von Bitcoin-Geldautomaten in Deutschland zu beginnen, wenn der Bitcoin-Handel nicht mehr erlaubnispflichtig wäre. Er bezog sich in diesem Zusammenhang auf ein Urteil des Kammergerichts in Berlin.

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Angebote bisher eingeschränkt

Bitcoin.de konnte bislang nur ein begrenztes Angebot anbieten. Die Konkurrenz wuchs in den letzten Monaten. Beispielsweise will die Stuttgarter Börse einen Krypto-Handelsplatz aufbauen, der den Namen Bison trägt. Auch andere deutsche Anbieter steigen ins Kryptogeschäft ein. Bitcoin.de verfügt allerdings über sieben Jahre Erfahrung und ist damit der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus. Heute sind mehr als 750.000 Nutzer bei Bitcoin.de aktiv. Das Unternehmen hat einen guten Ruf und war im Gegensatz zur Konkurrenz aus Asien oder den USA bisher nicht in Negativschlagzeilen oder Hackerangriffe verwickelt.

4. Krypto-Konferenz in Köln

Interessant für die Kryptoszene könnte es auch Ende des Monats in Köln werden. Dort findet vom 26. bis zum 28. November eine Krypto- und Blockchain-Konferenz statt. Unter dem Titel „Crypto Rockstars Blockchain Konferenz“ veranstaltet Crypto Rockstars die Konferenz gemeinsam mit dem Startplatz Köln. Die Teilnehmer können online und offline an der Konferenz teilnehmen. In Köln werden aktuelle Themen und Trends rund um Kryptowährungen, Blockchain, Startups oder ICO-Marketing diskutiert und Wissen zu diesen Themen vermittelt. Die Konferenz wird live gestreamt und kann so in aller Welt verfolgt werden. Wer ein Online-Ticket erworben hat, kann alle Videos der Veranstaltung zwölf Monate lang abrufen. Daher muss man nicht in Köln sein, um die Konferenz zu verfolgen.

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Große Anzahl an Speakern

Vor Ort warten jedoch einige Zusatzangebote auf die Teilnehmer. Sie können unter anderem zum Abschluss der Konferenz an einer Q&A-Session teilnehmen und dabei auch schwierige Fragen stellen. Über 30 Speaker werden in Köln erwartet, darunter auch Dr. Ulli Spankowski von Sowa Labs. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Börse Stuttgart und hat die Krypto-Trading-App Bison entwickelt. Mit dieser App können Privatanleger einfach und sicher mit Kryptowährungen handeln.

5. Fazit: Bewegung auf dem Kryptomarkt

Im letzten Jahr erlebten Kryptowährungen einen wahren Boom und für die Kurse ging es ungebrochen nach oben. Im Januar kam dann der Rückschlag mit hohen Kursverlusten. Seitdem konnten sich die wichtigsten Kryptowährungen jedoch wieder stabilisieren und sind nun auch weniger volatil. Aus diesem Grund denken immer mehr institutionelle Investoren über einen Einstieg in den Kryptomarkt nach oder sind diesen Weg bereist gegangen. Neben einem Angebot für institutionelle Anbieter von Fidelity wird bald die Kryptobörse Bakkt der Intercontinental Exchange ihre Arbeit aufnehmen. Diese könnte den Bitcoin-Kurs wieder steigen lassen.

Auch in Deutschland könnten bald neue Angebote auf den Markt kommen. Der Marktführer Bitcoin.de übernahm kürzlich die Tremmel-Bank und kann so nun die Banklizenz der übernommenen Bank nutzen. So entwickelt sich das Unternehmen weiter und kann nach und nach zu einer Bank werden. Bitcoin.de könnte so den Eigenhandel aufnehmen oder neue Produkte mit Kryptobezug anbieten. Der Marktplatz baut auf diesem Weg also sein Geschäftsmodell aus.

Ein interessanter Termin könnte durchaus die „Crypto Rockstars Blockchain Konferenz“ in Köln sein, die vom 26. bis zum 28. November 2018 stattfindet. Auf der von Crypto Rockstars und dem Startplatz Köln veranstalten Konferenz werden über 30 Speaker erwartet. Die Konkurrenz ist auch per Stream im Internet zu sehen.

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