Der heimliche Aufstieg der IOTA Kryptowährung

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass es neben Bitcoin auch eine Reihe anderer Kryptowährungen gibt, unter anderem sogenannten Altcoins. Es ist sogar gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass der derzeitige Platzhirsch Bitcoin irgendwann mal den Platz Eins für einen Nachfolger räumen muss. Zwar ist er nach Marktkapitalisierung und Bekanntheitsgrad nach wie vor ungeschlagen auf dem ersten Platz. Und das wird sich in den nächsten Wochen und Monaten sicherlich nicht so leicht ändern. Doch nach und nach kommen einige weitere Kryptowährungen aus der Versenkung hervor,  wie zum Beispiel IOTA, die im Gegensatz zu Bitcoin eine wesentlich umfangreichere Anwendbarkeit für Nutzer darstellen, als „nur“ ein dezentrales Zahlungssystem.

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IOTA – Kryptowährung aus Deutschland

Grundsätzlich sind digitale Währungen im Allgemeinen nicht ohne Hintergrundwissen zu verstehen. Das gilt umso mehr für die Kryptowährung aus Deutschland IOTA. Denn diese arbeitet nicht auf der „bekannten“ Blockchain Technologie. Grob gesagt, validiert ein Nutzer, der eine aktuelle Transaktion vornehmen möchte, zwei zufällig ausgewählte ältere Transaktionen. Dadurch soll ein reibungsloser Handel entstehen. Die IOTA Technologie ist damit deutlich effektiver als die auf der Blockchain Technologie basierenden Kryptowährungen, so die eigene Aussage.

Zielgruppe von IOTA sind vor allem kleine vernetzte Geräte, die Daten untereinander austauschen wollen bzw. mit IOTA können, was vorher nicht so ohne Weiteres möglich war. Es soll ein dezentralisierter Marktplatz entstehen, bei denen Daten entweder nur ausgetauscht oder sogar verkauft werden. Irgendwann sollen zig Milliarden Geräte untereinander online vernetzt sein. IOTA trägt dazu bei, dass sich diese Maschinen untereinander kommunizieren und sich bezahlen können. Um das ganze Konzept zu verstehen ist sehr viel Recherche und Arbeit notwendig. Vor allem deshalb, weil IOTA vieles ganz anders macht als die etablierten Crypto's wie Bitcoin oder Ethereum. Man kann fast sagen, IOTA erfindet Kryptowährungen neu.

Das Prinzip von IOTA. Screenshot der IOTA eigenen Webseite.

Das Prinzip von IOTA. Screenshot der eigenen Webseite.

IOTA Kursrally

Auch wenn IOTA in Fachkreisen sehr umstritten ist, so begann Ende November, Anfang Dezember eine regelrechte Kursexplosion. Wir berichteten darüber, dass IOTA Ripple überholte. Mittlerweile ist Ripple (XRP) wieder auf Platz vier. Doch das liegt vor allem daran, dass es bei Ripple ebenfalls eine Kursvervielfachung gab, während die IOTA Token leicht abfielen. Auf Platz fünf ist demnach Litecoin und IOTA folgt auf Platz sechs, gemessen nach der Marktkapitalisierung. Das darf man jedoch nicht alles zu eng sehen. Ripple sprang von 0,25 Dollar Anfang Dezember auf über 1,50 Dollar Ende Dezember. Solche Sprünge verändern natürlich das Ranking der Kryptowährungen unter sich. Daher sind solche Aussagen immer nur Momentaufnahmen. Ähnlich könnte IOTA innerhalb der nächsten Tage einen weiteren Kursschub erhalten und wieder höher platziert werden.

Vor allem die Nachricht, dass die deutsche IOTA Foundation mit großen bekannten Firmen wie Microsoft und Deutsche Telekom an einem dezentralisierten Marktplatz arbeite, verhalf dem IOTA Kurs zu solchen Sprüngen.

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Beispielanwendung von IOTA

Das Online Portal Heise beschreibt in einem Artikel mögliche Anwendungsbereiche von IOTA und zeigt auf, warum diese Kryptowährung besser sein könnte als andere. Wir schreiben immer „könnte“, denn alle digitalen Währungen befinden sich nach wie vor in einer Betaphase. Die eine mehr, die andere weniger.

Die meisten Unternehmen sammeln mit Hilfe ihrer vernetzten Technologie alle möglichen Daten. Das können Daten aus Wetterbeobachtungen sein oder auch die Leistungsprotokolle von Industrieanlagen. In gewisser Weise können sie den Eigentümern schon helfen, ansonsten würden sie diese ja nicht sammeln. Allerdings auf keinen Fall in dem Umfang, wie sie es könnten. Und an dieser Stelle kommt IOTA zum Tragen.

IOTA könnte die Integrität und Sicherheit der Daten sicherstellen, da sie in einem dezentralen und vor Manipulationen geschützten Register gespeichert werden. Der andere Aspekt ist, dass IOTA gebührenfreie Transaktionen zwischen den Nutzern erlaubt. Das ist übrigens ein weiterer Unterschied zum Rest der Kryptowährungen. Mit Hilfe dieser Transaktionen könnten die Eigentümer der Daten diese untereinander versenden. Oder aber auch verkaufen. Es gibt eine große Nachfrage nach solchen Daten. IOTA kann dabei behilflich sein, die Daten einerseits zu speichern und sie Interessenten sicher zu verkaufen. Somit haben die Daten einen doppelten Nutzen für die Unternehmen. Kein Wunder, dass große Technologiefirmen interessiert sind an der Weiterentwicklung von IOTA.

Anfang Dezember sprang der IOTA Kurs auf ein neues Allzeithoch und konsolidiert seitdem auf sehr hohem Niveau.

Anfang Dezember sprang der IOTA Kurs auf ein neues Allzeithoch und konsolidiert seitdem auf sehr hohem Niveau.

IOTA aber immer noch im sehr frühen Beta-Stadium

Zwar befinden sich wie bereits erwähnt, alle Kryptowährungen maximal im Beta-Status. Doch IOTA ist noch mehr Beta als andere. Der Gründer Sonstebo selbst erklärte, dass sich die Kryptowährung „in einem sehr frühen Beta-Stadium“ befinde. Im August hatten Forscher beispielsweise einige schwere Sicherheitslücken ausfindig gemacht. Mittlerweile wurden diese wieder geschlossen. Es ist generell höchst erstaunlich in welchem Takt neue Innovationen von Seiten der IOTA Entwickler auf den Markt gebracht werden. Man kommt gar nicht hinterher, sich das alles genau anzuschauen.

IOTA dennoch der neue Krypto-Hype?

Es gibt wohl wenige Kryptowährungen die so umstritten sind wie IOTA. Dennoch könnte es gut sein, dass gerade die IOTA Token den neuen Krypto-Hype ausmachen. Bei Bitcoin gab es zu Beginn ebenfalls viele Gegner und Widersacher. Klar dar war auch nicht alles ok. Doch im Laufe der Zeit wurden viele Bugs und Probleme behoben. Kann das bei IOTA nicht auch der Fall sein?! Viele Experten sehen daher hier das aktuell größte Potential im Bereich der disruptiven Technologien.

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Wie IOTA handeln?

Es gibt derzeit so gut wie keine Online Plattform auf der Nutzer IOTA kaufen und verkaufen können. Die einzig bekannte ist aktuell Bitfixnet.com. Dort können Händler IOTA gegen Bitcoins oder Ethereum kaufen bzw. auch verkaufen. Einige Berichte im Internet besagen, dass der Kauf von IOTA gegen Fiat Währungen aktuell nicht möglich ist. Auf Bitfixnet wird jedoch – zumindest in der Demoversion – auch der Kauf von IOTA gegen US-Dollar angeboten. Allerdings haben wir das nicht mit echtem Geld ausprobiert, so dass wir nicht genau sagen können, ob hier lediglich der IOTA Kurs in US-Dollar angezeigt wird, oder ob Anleger mittlerweile tatsächlich IOTA auch in Dollar handeln können. IOTA in Euro zu handeln ist aktuell nicht möglich, was jedoch in Zukunft durchaus noch kommen kann. Der CFD Handel mit IOTA ist ebenfalls noch nicht möglich.

Wer mit Bitcoin oder Ethereum die Kryptowährung IOTA kaufen will, muss sich zunächst bei Bitfixnet registrieren und anschließend die Krypto's überweisen. Am sichersten ist es, im Anschluss die gekauften IOTA auf eine Wallet zu überweisen und offline zu verwahren. Es sei denn, der Trader möchte permanent IOTA handeln. Durch die Offline-Verwahrung sind die IOTA Tokens geschützt vor einem Hackerangriff, sollte die Krypto-Börse Opfer eines solchen werden.

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Bisher ist der Online IOTA Handel nur auf Bitfixnet möglich.

Fazit: IOTA wird wohl auch weiterhin interessant bleiben

Unabhängig der Streitereien zwischen IOTA Community Anhängern, der IOTA Stiftung und „IOTA Gegnern“, handelt es sich um ein sehr interessantes und vielversprechendes Projekt. Vielleicht manchmal zu vielversprechend. Denn IOTA hat den Anspruch, das größte Problem der Blockchain, die Skalierbarkeit, zu lösen. Daher auch die vielen Anfeindungen gegenüber der Kryptowährung. Mit Sicherheit werden wir auch in Zukunft noch einiges hören. Der Einstieg von großen namhaften Firmen wird sein Übriges tun. Derzeit kann IOTA nur an der Börse Bitfixnet gehandelt werden. Doch wir gehen davon aus, dass in Zukunft noch andere Anbieter nachziehen werden. Die Einführung von IOTA CFDs oder sogar IOTA Zertifikaten wird allerdings bestimmt nicht so zeitnah erfolgen.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
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