Coinbase strebt SEC-Lizenz an | Unternehmen in Aufbruchstimmung

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Die US-Kryptoplattform Coinbase strebt nach Berichten von CNBC eine Lizenz bei der amerikanischen Finanzaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) an. Nach anonymen Hinweisen sollten sich bereits vergangene Woche Vertreter von Coinbase mit der SEC getroffen haben, um diverse rechtliche Bestimmungen zu erörtern. Ziel von Coinbase wäre damit, das Unternehmen als lizenzierten Broker und digitalen Handelsplatz eintragen zu lassen. Mit dieser Lizenz wiederum könnte sich die Krypto-Plattform auf neues Wachstum vorbereiten. Bisher lehnte Coinbase eine Bestätigung dieser Aussage ab. Wir könnten uns jedoch vorstellen, dass an diesem Gerücht durchaus etwas Wahres ist.

Coinbase auf Expansionskurs

In Krypto-Kreisen gilt Coinbase als eine der Plattformen mit der größten Rechtskonformität in den USA. Bis dato offeriert das Unternehmen den Handel mit den digitalen Währungen Bitcoin, Ethereum und Litecoin. Alle drei genannten Kryptowährungen können dabei gegen US-Dollar sowie Euro gehandelt werden. Auch Kryptowährungen untereinander können von Anlegern gehandelt werden.

In den letzten Monaten verzeichnete die Krypto-Börse einen starken Schwund an Privatanlegern. Hintergrund ist laut Analysten das eingeschränkte Handelsangebot. Zwar sind die drei oben erwähnten Cyberwährungen sehr populär und weisen international ein hohes Handelsvolumen auf. Dennoch wünschen sich mehr und mehr Anleger eine breitere Auswahl. Zu nennen sei hier exemplarisch noch Ripple (XRP), Monero, Dash, Bitcoin Cash, Stellar oder IOTA.

Coinbase erkennt an, dass mehr und mehr private Investoren zur Konkurrenz wechseln, die einfach ein größeres Handelsangebot offerieren. Das Unternehmen könnte nun mit der SEC-Lizenz versuchen, diese Kunden wieder zurück zu gewinnen. Gleichzeitig würde es für andere Investoren ebenfalls attraktiv werden, denn bisher gibt es keine Krypto-Plattform, die eine SEC-Lizenz hat. Um hier keinen Fehler zu begehen, wäre es demnach auch nur logisch anzunehmen, dass Coinbase versucht, zunächst in Gesprächen mit der SEC eine Abstimmung und Registrierung bei der SEC sucht.

Welchen Vorteil hätte eine SEC-Lizenz?

Wie bereits erwähnt, bietet Coinbase derzeit nur drei Kryptowährungen für den Handel an. Mit einer SEC-Lizenz könnte das Unternehmen sein Angebot ausbauen. Es wurden sogar Vermutungen laut, dass Coinbase bewusst keinen Ripple-Handel anbietet, da Ripple von der SEC als Wertpapier (englisch „Security“) eingestuft werden könnte. Und da Coinbase sehr darauf aus ist, so rechtskonform wie möglich zu arbeiten, entschied man sich bisher gegen den Ripple-Handel. Mit einer Lizenz wiederum könnte Coinbase auch den Handel mit virtuellen Währungen anbieten, die von der SEC als Wertpapier eingestuft werden.

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Gleichzeitig hätte eine solche Registrierung natürlich in der Außenwirkung enorme Vorteile. Vermutlich würden sich deutlich mehr Anleger für den Anbieter entscheiden als bisher. Außerdem hätte Coinbase mit der Lizenzierung ganz neue Möglichkeiten.

Wir sehen also, dass mehr und mehr Krypto-Unternehmen dazu übergehen, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, als gegen sie. Das ist zwar etwas im Gegensatz zum originären Gedanken der Krypto-Erschaffer, aber so ist die Realität nun einmal.

Coinbase erhielt bereits FCA-Lizenz als E-Money-Institut

Doch die SEC-Lizenz ist nicht die einzige Neuerung. Das Unternehmen ist derzeit auf Expansionskurs. Mitte März beantragte Coinbase bei der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA eine Lizenz als E-Money-Institut und erhielt diese Lizenz auch. Damit ist Coinbase auf der gleichen Stufe wie Skrill oder Neteller. Diese Lizenz nutzte Coinbase auch sofort, um eine Partnerschaft mit Barclays einzugehen. Mit dieser Partnerschaft erhält Coinbase Zugang zum „Faster-Payments-Programm“.

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Was möchte Coinbase mit der E-Money-Lizenz erreichen?

Einerseits ist eine strategische Partnerschaft mit einer der größten Banken der Welt, Barclays, natürlich von großem Vorteil. Doch die Lizenz bedeutet noch mehr. Denn die FCA vergibt diese nur, wenn bestimmte Anti-Geldwäsche- und Compliance-Richtlinien strikt eingehalten werden. Mit der Vergabe der Lizenz können Kunden nun sicher sein, dass sich Coinbase dazu verpflichtet hat, diese Richtlinien einzuhalten.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Coinbase nun sogenannte Fiatwährung auf segregierten Konten verwahren darf. Das heißt, Euro- oder US-Dollar-Bestände von Anlegern werden auf separaten Konten bei einer anderen Bank aufbewahrt. Das wiederum bedeutet, dass im Falle einer Coinbase Insolvenz das Geld der Kunden nicht mit in die Insolvenzmasse fließen würde. Bisher war das nämlich anders.

Außerdem möchte Coinbase mit dieser Lizenz nach und nach das Angebot in Europa rechtlich legal gestalten. Bisher ist die Nutzung von Anlegern aus Deutschland nicht legal, auch wenn sie technisch möglich ist. Coinbase schreibt dazu auf seiner Website:

„The websites and the services offered by Coinbase are NOT addressed to persons who have their registered office or place of residence in Germany.

Bis dato müssen daher private Anleger noch auf Alternativen zurückgreifen, wie zum Beispiel bitcoin.de oder den Krypto-Handel via CFDs mit eToro abwickeln.

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Coinbase Ventures soll Krypto-Startup's finanzieren

Mit den beiden Lizenzierungen (SEC und FCA) wäre Coinbase einen riesigen Schritt vorangekommen und vielen anderen Krypto-Unternehmen voraus. Doch die Aufbruchstimmung im US-Unternehmen geht noch weiter. Die Krypto-Börse kündigte an, einen Fonds ins Leben zu rufen, der gezielt Startup's in der Krypto- bzw. Blockchain-Szene finanzieren soll: Coinbase Ventures. 

Häufig scheitern gute Ideen im Frühstadium am Mangel finanzieller Mittel. Diese Lücke möchte das Unternehmen mit dem o.g. Fonds schließen. Dabei geht es vor allem darum, langfristige und nachhaltige Partnerschaften zu etablieren. Ausgezeichnete, innovative Projekte sollen nicht nur den Mangel an Geld gestoppt werden müssen. Damit erweitert das Unternehmen natürlich auch seinen Geschäftsbereich, weg von der reinen Handelsplattform, hin zur Unternehmensfinanzierung. Gleichzeitig könnte sich Coinbase dadurch auch neue Technologien bzw. Entwicklungen sichern, indem es eben Teilhaber an den Startup's wird.

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Gerüchte um Coinbase können Kurse von Kryptowährungen beeinflussen

Coinbase ist einer der größten virtuellen Marktplätze der Welt. Gleichzeitig sind die Kurse von Kryptowährungen, wie beispielsweise der Bitcoin Kurs, sehr volatil und springen stark auf Gerüchte an. Auch Gerüchte in Verbindung mit Coinbase lassen Fantasien aufleben oder platzen.

Zum Beispiel gab es Gerüchte, dass Coinbase in Zukunft Ripple als Kryptowährung für den Handel anbieten würde. Der Ripple Kurs steig daraufhin sofort um etwa 20 Prozent. Nach der Dementierung dieser Aussage durch Coinbase, brach der Kurs wieder zusammen. Hier wird deutlich, dass allein ein bloßes Listen einer Kryptowährung auf einer Plattform wie Coinbase zu einer Kursexplosion führen kann. Die Dementierung wiederum zu einer Implosion. Das ist teilweise erschreckend, wie ein Gerücht den Preis eines Assets beeinflussen kann.

Coinbase doch mit neuen Kryptowährungen

Bisher hatte Coinbase, wie gerade eben beschrieben, die Implementierung neuer Kryptowährungen abgelehnt. Mittlerweile äußerte sich das Unternehmen jedoch dahingehend, dass es eine technische Implementierung von Ethereum ERC-20 Standard geben soll, um eben ERC-20 Token anbieten zu können. Die Aufnahme der Tokens soll in den nächsten Monaten forciert werden. Noch gäbe es keine genaueren Spezifikationen, wie das alles umgesetzt werden soll. In nächster Zeit soll alles Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Aufgrund seiner Größe kam es bei der Einführung des Bitcoin Cash Handels zu massiven Problemen. Bereits nach 2 Minuten Krypto Trading musste der Handel mit Bitcoin Cash wieder eingestellt werden. Hintergrund war, dass es einen extremen Preisanstieg aufgrund enormer Kaufaufträge gab, aber keine entsprechenden Verkaufsaufträge.

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Fazit: SEC-Lizenz könnte weitreichende Folgen für die gesamte Krypto-Szene haben

Coinbase hat derzeit rund 10 Millionen Nutzer. Damit ist das Unternehmen eine der größten Krypto-Börsen der Welt. Bisher ist die Nutzung für Anleger aus Deutschland zwar technisch möglich, aber nicht legal, wie wir weiter oben beschrieben haben. Coinbase könnte mit einer SEC-Lizenz ganz neue Wege beschreiten. Dies hätte nicht nur direkte Auswirkungen auf das Unternehmen, sondern auf die gesamte Krypto-Branche. Zum Beispiel könnten damit einige rechtliche Unsicherheiten, die derzeit ohne Frage vorhanden sind, geklärt werden. Auch die Einstufung von einigen Kryptowährungen als Wertpapieren würde damit vermutlich geklärt werden. Coinbase ist auch der Betreiber der Krypto-Börse GDAX (Global Digital Asset Exchange), hat aber nichts mit dem deutschen Leitindex DAX zu tun.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
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