CME plant Bitcoin Future

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Der Bitcoin Kurs steigt weiter unaufhörlich, so als ob es gar nicht anders geht. Mittlerweile wurde sogar schon die 7.000 Dollar Marke mit Leichtigkeit geknackt. Jede Woche ein um 1.000 Dollar höherer Kurs kann man ja schon fast sagen. Allein Bitcoin hat mittlerweile eine Marktkapitalisierung von über 118 Milliarden US-Dollar. Jetzt soll die Ankündigung der Börse CME für den erneuten starken Kursanstieg gesorgt haben. Die CME kündigte an, noch dieses Jahr einen Future auf den Bitcoin aufzulegen. Für professionelle Händler ermöglicht das ganz neue Möglichkeiten im Bitcoin Handel. Die CME schafft damit eine Art reguliertes Umfeld fürs Krypto-Trading.

Weltgrößte Terminbörse CME führt Bitcoin Future ein

Die amerikanische CME (Chicago Mercantile Exchange) ist die größte Terminbörse der Welt. Als solche kündigte sie an, dass sie noch dieses Jahr einen Bitcoin Future auflegen möchte. Die Betreiber der Börse begründen das damit, dass die Nachfrage seitens der Anleger nach einem solchen Handel stark anstieg. Gleichzeitig ist sie damit der CBOE (der direkte Konkurrent, ebenfalls auch Chicago) einen Schritt voraus und hat das „Wetterennen“ um den ersten offiziellen Bitcoin Terminkontrakt gewinnen. Die CBOE möchte nämlich ebenfalls einen Kontrakt auf den Bitcoin auflegen, allerdings im Stile eines Bitcoin ETFs. Zur Info: Es gab zwar bisher auch schon „Bitcoin Futures“, aber die wurden an privaten digitalen Börsen gehandelt und damit für institutionelle Anleger unbrauchbar. Hier handelt es sich jedoch um eine regulierte Börse.

CME-Vorstandschef Terrence Duffy, erläutert den Schritt der Börse CME gemäß einem Bericht des „Handelsblatt“ wie folgt:

„Als einer der größten regulierten Devisenhandelsplätze der Welt, ist die CME der logische Ort für dieses neue Vehikel, dass Investoren Transparenz, Preisfindung und Risikoübertragung bietet“

Trotz Angriffe und Aussagen wie die des JPMorgan Chefs, dass Bitcoin Betrug seien, oder dass China den Bitcoin Handel stark einschränkte, boomt das Geschäft mit Kryptowährungen. Selbst Russland blockiert Bitcoin seit Neuestem. Doch da der Sinn und Zweck von Bitcoin ja darin besteht, ohne Regierungen und Zentralbanken auszukommen, sind solche Vorgehensweisen nur bedingt wirksam. Da müsste man schon das gesamte Internet abschalten, was ja völlig undenkbar ist.

Fakten zum neuen Bitcoin Future

Hier eine kurze Übersicht über den geplanten Bitcoin Future der CME:

  • Reines Cash-Settlement (Keine physische Auslieferung bei Fälligkeit)
  • Terminkontrakt basiert auf der CME CF Bitcoin Reference Rate
  • Mit einem Terminkontrakt besteht die Möglichkeit, den Basiswert zu shorten
  • Das ermöglicht Zugang von institutionellen Investoren
  • Absicherungsmöglichkeiten für Kursrückgänge
  • Auf Basis des Futures könnten Emittenten weitere Derivate erschaffen

Die Datengrundlage für den Referenzkurs wird von digitalem Handelsplätzen wie Bitstamp, GDax, itBit und Kraken geliefert. Gemini, ebenfalls ein digitaler Handelsplatz, hat einen Vertrag mit der CBOE geschlossen, dort die Preisdaten zu liefern.

Die Ankündigung der Chicagoer Börse, einen Bitcoin Future im vierten Quartal diesen Jahres einzuführen.

Die Ankündigung der Chicagoer Börse, einen Bitcoin Future im vierten Quartal diesen Jahres einzuführen.

Welchen Sinn haben Futures?

Natürlich können wir dieses Thema hier nur am Rande streifen. Futures sind seit langem übliche Börsenkontrakte, die überwiegend zu Absicherungszwecken eingesetzt werden. Gängig sind Futures vor allem im Rohstoffsegment. Der Begriff „Future“ bedeutet auf Deutsch ja „Zukunft“. Das heißt, zwischen den beiden Vertragspartnern bzw. Börsenteilnehmern, wird ein Geschäft in der Zukunft vereinbart. Zum Beispiel sichert sich der Käufer eines Futures den Basiswert zu einem bestimmten Preis an einem bestimmten Datum.

Ganz simples Beispiel: Ein Händler sichert sich den Preis von einem Barrel Brent-Öl am 19. Januar 2018 zu 70 US-Dollar. Die Gegenpartei verpflichtet sich dagegen, genau an diesem Tag die entsprechende Menge Brent-Öl zu dem vereinbarten Preis zu liefern. 

In der Praxis nutzen viele Börsenteilnehmer Futures jedoch zu Absicherungszwecken. Das heißt, dass nicht die physische Lieferung des Basiswertes im Vordergrund steht, sondern ein Barausgleich (Cash-Settlement). Auch der Bitcoin Future wird nur als Cash-Settlement Future angeboten.

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Bitcoin jetzt auch für institutionelle Investoren interessant

Erst mit der Einführung von Bitcoin Futures – denkbar sind in Zukunft natürlich auch Futures auf weitere Kryptowährungen – können institutionelle Investoren in die digitale Währung investieren. Denn häufig ist es ihnen verboten, direkt Bitcoins zu kaufen. Mittels Derivaten, die an offiziell regulierten Börsen gehandelt werden, ist es ihnen dann jedoch wesentlich einfacher bzw. überhaupt erstmal möglich.

Außerdem besteht somit eine einfache Möglichkeit, sich gegen Kursrückgänge abzusichern, denn das ist das häufigste Argument, warum Futures genutzt werden. Bisher konnte Bitcoin gar nicht abgesichert werden und es gab auch keine Möglichkeit, die Kryptowährung professionell zu shorten. Die einzige Möglichkeit, die sich aber vor allem für Privatanleger eignet, sind Bitcoin CFDs. Eine Leerverkaufen von Bitcoin war bis jetzt praktisch nicht möglich. Theoretisch zwar schon, aber derart kompliziert, dass es wegfiel. Mit Futures stehen großen Anlegern jetzt professionelle Werkzeuge zur Verfügung.

Bitcoin Future auch was für private Trader?

Eher nicht. Es ist zwar technisch nicht unbedingt eine Herausforderung, Trader benötigen „nur“ den richtigen Broker. Doch in der Regel müssen hohe Summen als Sicherheit hinterlegt werden. Die detaillierte Gestaltung des Bitcoin Futures ist noch nicht ganz klar. Fakt ist aber, dass es ein Kontrakt sich nicht unbedingt nur auf 1 Bitcoin beziehen muss. Außerdem ist das Verlustrisiko zum Teil unbegrenzt. Private Händler sollten in den meisten Fällen daher eher den CFD Handel bevorzugen. Dort können schon kleine Beträge eingesetzt werden. Außerdem besteht kein unendliches Verlustrisiko mehr, da die Broker keine Nachschusspflicht mehr verlangen dürfen. Das bedeutet, dass ein Tader nie mehr Geld verlieren kann, als was er eingezahlt hat. Ein Totalverlust ist zwar ebenfalls sehr schmerzhaft. Doch im Future Handel kann der potentielle Verlust viel größer werden als das Kontoguthaben.

Plus500 ist absolut empfehlenswerter CFD Broker für Bitcoin.

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Welche Bitcoin CFD Broker sind empfehlenswert?

Wir haben eine ganze Reihe von Anbietern einem Test unterzogen. Empfehlenswerte Broker sind dabei die folgenden:

Empfohlene Bitcoin CFD Broker:

  • Plus500: 25 Euro Bonus ohne Einzahlung
  • eToro: Am Social Bitcoin Trading profitieren
  • Markets.com: Bitcoin traden in nur 3 Schritten
  • AvaTrade: Eine Vielzahl an Kryptowährungen handeln
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Es gibt natürlich noch viele weitere Anbieter. Fast jeder CFD Broker führt Bitcoins und andere Kryptowährungen, wie Ethereum, Ripple oder Litecoin im Angebot. Doch mit den vier oben genannten Brokern haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.

Wir empfehlen jedoch in jedem Fall zuvor ein Bitcoin Demokonto zu eröffnen. Das gilt umso mehr, je weniger Erfahrung mit Bitcoins jemand hat. Bei allen hier besprochenen Anbietern ist das Bitcoin Demokonto kostenlos und zum Teil auch zeitlich unbegrenzt nutzbar. Im Demoaccount steht dem Kunden ein virtuelles Guthaben zur Verfügung, dass er jedoch unter realen Handelsbedingungen einsetzen kann. So besteht für den Händler keinerlei Risiko.

Aufgrund der enormen Volatilität, die generell bei digitalen Währungen vorherrscht, sollten außerdem nur kleine Beträge investiert werden. Zu Beginn ist es viel wichtiger, zunächst ein Gefühl für den Markt und das Online Trading im Allgemeinen zu erhalten.

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Fazit: Bitcoin Future positiv oder negativ?

Wie immer wird natürlich nur die Zukunft zeigen, ob die Einführung eines Bitcoin Futures im Ganzen positiv oder negativ sein wird. Wir gehen davon aus, dass das die Kryptowährung auf jeden Fall nun noch salonfähiger machen wird. Die CME äußerte sich dahingehend, dass von Seiten der Kunden eine starke Nachfrage entstand. Damit meint sie nicht Zocker oder private Investoren, sondern institutionelle Anleger und Hedgefonds. Denn viele Hedgefonds haben Bitcoins im Portfolio und suchen nach Möglichkeiten sich am Markt gegen Kursschwankungen besser abzusichern. Bitcoin Futures sind ein ideales Mittel dafür.

Außerdem wird damit die Grundlage für weitere Derivate gelegt, wie Zertifikate (zum Beispiel Knock-Out Produkte). Bitcoin rückt jetzt noch näher an bereits etablierte Basiswerte wie Gold oder Öl heran. Wir gehen davon aus, dass die Einführung des Futures im Ganzen positiv für die Kryptowährung sein wird. Auch wird es wahrscheinlich für eine Verringerung der Volatilität sorgen. 

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
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