Blockchain Allianz – Kampf gegen das Verbrechen

Bitcoin wird immer noch häufig mit kriminellen Kreisen und Geldwäsche in Verbindung gebracht. Sicher, da ist auch etwas dran. Das darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass mittlerweile sogar der Europäische Gerichtshof von Bitcoin als einer Währung spricht.

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Letzte Woche erging ein Urteil des EuGH dass auf den Handel mit Bitcoin keine Umsatzsteuer abzuführen sei. Der Grund liegt darin, dass die Kryptowährung vom EuGH als Währung und nicht als irgendetwas anderes angesehen wird. Das ist ein weiteres Etappenziel auf dem Weg, Bitcoin zu etablieren.

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich

Schmuddel Image aufbessern

Es ist eine gängige Meinung, dass nur Kriminelle Bitcoin nutzen. Das ist aber völlig falsch! Um den falschen Ruf und den falschen Eindruck, den viele von der digitalen Währung haben aufzubessern, wurde die Blockchain Allianz gegründet.

Einer der Gründer – Jerry Brito, Coin Center Executive Director – verglich das mit einer E-Mail. Bitcoin ist eine offene, neutrale Technologie – genau wie die E-Mail. Auch E-Mails werden jeden Tag etliche Male von Kriminellen genutzt. Doch niemand würde „E-Mail“ an sich, sofort mit kriminellen Machenschaften in Verbindung bringen.

Sein Ziel ist, den Ruf der Online Währung auf denselben Stand zu bringen. Und dazu gehört auch, sich vollständig den Strafverfolgungsbehörden zu öffnen und mit ihnen zusammenzuarbeiten, das heißt Fragen beantworten, Erläuterungen abgeben und bei Nachforschungen mit helfen.

Wer ist die Blockchain Allianz?

Zur Blockchain Allianz gehören eine ganze Reihe von prominenten Bitcoin Unternehmen und Einzelpersonen. Die Allianz ist eine non-profit Organisation. Die Führung hat derzeit „Chamber of Digital Commerce“ und „Coin Center“ inne. Der Sitz befindet sich in Washington D.C. Sie soll bei der Strafverfolgung und Bekämpfung von kriminellen Tätigkeiten rund um Bitcoin und der Technologie dahinter (Blockchain) helfen.

Sie arbeitet bereits mit dem US-Amerikanischen Justizministerium, dem FBI, dem U.S. Secret Service und anderen Regierungsorganisationen sowie Überwachungsbehörden zusammen. Die Blockchain Allianz wird als zentrale Anlaufstelle für Fragen zur Blockchain und Bitcoin dienen. Ziel ist, dass die Teilnehmer einen zentralen Zugang zu Informationen erhalten und sich gegenseitig im „Kampf gegen das Verbrechen“ unterstützen.

Teilnehmer der Blockchain Allianz

Derzeit gehören zu Blockchain Allianz folgende Unternehmen, Personen und Institutionen:

  • Chamber of Digital Commerce
  • Coin Center
  • BitFinex
  • Bitstamp
  • Coinbase
  • Kraken
  • CoinX
  • itBit
  • BitPay
  • Bitnet
  • Xapo
  • BitGo
  • Noble Markets

Außerdem gehören zur Allianz noch eine Reihe von prominenten Entwicklern aus der Bitcoin-Szene.

Direktor der Blockchain Allianz wird Jason Weinstein. Weinstein war stellvertretender Generalstaatsanwalt. Im Justizministerium war er zuständig für Untersuchungen un Bezug auf Internetkriminalität. Außerdem arbeitet er derzeit eng mit den Unternehmen zusammen, die die Blockchain Allianz gegründet haben.
Als solcher ist er hervorragend geeignet, ein solches Forum zu leiten. Auch er ist der Meinung, dass es sehr wichtig ist, mit den Strafverfolgungsbehörden eng zusammenzuarbeiten, um den falschen Eindruck von Bitcoin als „Währung der Kriminellen“ zu beseitigen. Nur so ist es möglich, dass volle Potential der Blockchain zu realisieren.

Zahlungsverkehr wird weiterentwickelt

Neben den Schritten zur Bekämpfung der Kriminalität, wird weiter am Zahlungsverkehr von Bitcoin gearbeitet. Eine neue Entwicklung in diesem Bereich sind Bitcoin Zahlungsterminals.

Bekannt sind bisher vielleicht Bitcoin Geldautomaten. Bitcoin Zahlungsterminals gehen quasi einen Schritt weiter. Im Gegensatz zu einem Bitcoin ATM, sind Bitcoin Zahlungsterminals mobil, ähnlich wie ein kleines Kartenlesegerät.
Aufgrund der Mobilität, kann das Gerät praktisch überall mit hingenommen werden. So können auch von unterwegs aus Bitcoin ge- und verkauft werden. Im Gegensatz zu einem Geldautomaten sind die Wartungskosten auch wesentlich geringer.
Voraussetzung ist lediglich ein Zugang zum Internet, teilweise reicht auch ein Mobilfunknetz aus. Außerdem sind diese relativ preiswert – im Gegensatz zu einem Bitcoin ATM.

Nachteile der Bitcoin Zahlungsterminals

Der größte Nachteil der neuen Geräte ist, dass es nur wenige Hersteller gibt. Aktuell sind es nicht mal eine Handvoll. Außerdem wird noch weiter an der Technologie gearbeitet. Derzeit sind Bitcoin Zahlungsterminals also vielleicht noch kein Ersatz zum „normalen“ Bitcoin Geldautomaten, aber es ist ein weiterer Schritt Richtung Fortschritt. Außerdem bahnt sich die digitale Währung so immer mehr den Weg in die „Offline“ Welt und verändert auch den modernen Zahlungsverkehr.