Bitcoin stirbt – Die Technologie lebt weiter

In der IT-Szene kursiert schon seit langem eine Theorie: Die Kryptowährung wird vielleicht nicht auf Dauer überleben und genutzt werden – die Technologie hinter der Digitalwährung dagegen schon. Und wird unsere Computerbranche noch umfassend revolutionieren. An dieser Aussage ist etwas dran! Die Technologie wird garantiert nicht aussterben, sondern ganz im Gegenteil noch viele weitere Anhänger und Nutzer finden. Womöglich wird sie sogar der technologische Standard von morgen sein.
Ob auch Bitcoin „ausstirbt“, sei dahin gestellt. Viele sind der Meinung, dass ohne Bitcoin es auch keine Blockchain – die Technologie hinter der Kryptowährung – geben werde. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass Bitcoin die nächsten Jahre auf jeden Fall „überleben“ wird. Ob es auch möglich ist, eine Blockchain ohne Bitcoin zu betreiben, wird die Zukunft zeigen.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich

Das die Industrie die Bitcoin Technologie begehrt, ist nicht neu. Auch darüber haben wir bereits berichtet. Doch seit kurzem gibt es mit Nasdaq-Chef Bob Greifeld einen neuen prominenten Anhänger. Der CEO will laut einem Artikel von „Die Welt“ die Bitcoin Technologie für den Wertpapierhandel einsetzen: „[Die Technologie ist] für die Wall Street von grundlegender Bedeutung. Die Vorteile für die Branche sind immens und können nicht ignoriert werden.“ Die Vorteile der so genannten Blockchain liegen klar auf der Hand: Durch die Dezentrale Organisation des Systems, muss niemand zwischen Verkäufer und Käufer vermitteln. Dadurch sind effiziente und bedeutend preiswertere Überweisungen möglich.

Doch nicht nur Überweisungen können dadurch schneller und kostengünstiger durchgeführt werden, sondern eben auch der Wertpapierhandel. Der Handel mit Wertpapieren an der Nasdaq umfasst weit mehr als nur Aktien. Anleihen, Rohstoffe Kredite und viele weitere Finanzderivate wechseln täglich im Milliardenvolumen den Besitzer. Greifeld führt weiter aus: „Wir planen auch künftig weitere Blockchain-Initiativen anzukündigen. Die Anwendung der Blockchain-Technologie innerhalb des privaten Markts von Nasdaq zielt darauf ab, umständliche administrative Funktionen zu modernisieren, zu rationalisieren und wirklich abzusichern.“ Auch die gesamte Bankenindustrie kann durch die Bitcoin Technologie vollkommen umgekrempelt werden. Der IT Chef der Schweizer Großbank UBS nannte die Blockchain unlängst als die Technologie mit dem größten Potential.

Das die Nasdaq an der Blockhain interessiert ist, ist nun nicht gerade eine absolute Neuigkeit. Doch wie Bloomberg berichtet, will die Nasdaq die erste Börse weltweit sein, die die Blockchain Technologie auch in der Praxis nutzt. Geplant sei, diese bereits im vierten Quartal 2015 einzusetzen.

BNP Paribas, Barclays und Deloitte – alle wollen Bitcoin

Doch nicht nur die Nasdaq ist an der Blockchain beziehungsweise an Bitcoins interessiert. Die International Business Times schrieb vergangene Woche, dass die Französische Großbank BNP Paribas Bitcoin in einem ihrer Währungsfonds integrieren möchte. Ein offizielles Statement wollte die Bank bis jetzt nicht geben. Man wollt in einigen Wochen die Öffentlichkeit und Anleger darüber informieren. Der Analyst Johann Palychata sagte gegenüber dem Magazin Quintessence, dass die Blockhain „ebenso transformativ sei wie die Dampfmaschine.“

Auch andere große Finanzinstitute wie Barcalys und Société Générale arbeiten an Bitcoin Konzepten. So hat die Französische Bank SG vor kurzem eine Stellenanzeige herausgegeben, indem sie einem IT Entwickler für Bitcoin, Blockchain und Kryptowährungen sucht. Was sich jedoch genau dahinter verbirgt, verrät die Bank noch nicht.

Eine der weltweit größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte empfiehlt in einem ihrer Reports Regierungen und Zentralbanken den Einsatz und die Entwicklung von Kryptowährungen. Wenn einer der einflussreichsten Finanzunternehmen so etwas empfiehlt, dann hat durchaus Gewicht und wir dürfen gespannt sein, was die Zukunft in Sachen Bitcoin und Blockchain für die Finanzindustrie noch bringen wird.