Fallen auf Bitcoin Gewinne Steuern an?

Das Motiv, warum jemand Bitcoin nutzt, ist vielfältig. Für die einen ist eine revolutionäre Währung, um das klassische Bankenmodell zu umgehen. Andere hingegen wollen die Kursschwankungen für Gewinne nutzen. Wieder andere gehören zu der Gruppe der Unternehmer, die Bitcoin im eigenen Online Shop akzeptieren und dadurch auch mit der Kryptowährung in Berührung kommen. Doch egal, aus welchem Grund jemand Bitcoin auf dem „Konto“ hat – das Thema Steuern betrifft jeden.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich

Steuern auf Bitcoin Gewinne

Gewinne, die mit Fremdwährungen erzielt werden, unterliegen grundsätzlich der Einkommenssteuer. Diese werden immer dann erzielt, wenn zuvor getauschte Euro in Fremdwährung wieder veräußert werden und ein Gewinn entsteht.
Ein simples Beispiel:
1.000 Euro werden in US-Dollar getauscht. Nach einer gewissen Zeit werden die US-Dollar wieder zurück in Euro getauscht. Der Investor erhält aufgrund der für ihn günstigen Kursentwicklung 1.200 Euro zurück. Diese 200 Euro unterliegen der Einkommenssteuer.

Da der Handel mit Bitcoin auch zu den Devisengeschäften gehört, müssen auf eventuelle Gewinne Steuern gezahlt werden.

Es fallen jedoch nur Steuern an, wenn die Haltedauer der Bitcoin unter einem Jahr liegt. Wer Bitcoins kauft und diese länger als 1 Jahr hält, muss auf die Wertsteigerung keine Steuern zahlen.

Wie hoch ist die Steuer auf Bitcoin?

Gewinne aus Fremdwährungsgeschäften zählen zu den sonstigen Einkünften und unterliegen damit dem persönlichen Steuersatz.

Muss ich auf Bitcoin Gewinne Abgeltungssteuer zahlen?

Nein. Gewinne aus Bitcoin zählen nicht zu den Einkünften aus Kapitalerträgen und unterliegen damit auch nicht der Abgeltungssteuer. Gewinne aus Devisengeschäften, wie zum Beispiel Bitcoin, unterliegen dem persönlichen Steuersatz.

Umständlich für Händler

Immer mehr Unternehmen akzeptieren Bitcoin als Zahlungsmittel. Dies ist auch sehr erfreulich. Für den Unternehmer kann das jedoch eine zusätzliche Herausforderung mit sich bringen. Sobald Bitcoin akzeptiert werden, hat das Unternehmen Fremdwährung im Portfolio. Werden diese zu einem späteren Zeitpunkt veräußert, beispielsweise in Euro, so fallen auf die Kursgewinne Steuern an – wenn auch in anderer Form als bei Privatpersonen. Auch wenn die Haltedauer nur 1 Tag beträgt. Die 1-Jahres-Regelung gibt es bei Unternehmen allerdings nicht.

Kursgewinne an sich sind ja nichts Schlechtes. Doch es erhöht den bürokratischen Aufwand enorm.
Zusätzlich unterliegen Unternehmen Kursrisiken, wenn sie Bitcoin im Portfolio halten. Schließlich können sich auch Kursverluste einstellen.

Um das zu umgehen sollten Unternehmen Zahlungsdienstleister wie BitPay nutzen. Diese wandeln Bitcoin sofort in Euro um. Für Unternehmen hat dies gleich mehrere Vorteile:

  1. Händler akzeptiert Bitcoin, besitzt diese jedoch zu keinem Zeitpunkt und muss dementsprechend auch keine Steuern auf eventuelle Kursgewinne zahlen
  2. Es besteht kein Kursrisiko für das Unternehmen, da der Händler den angesetzten Verkaufspreis in Euro erhält. Nur dem Kunden werden Bitcoin abgebucht.
  3. Unternehmen können so problemlos den Kundenkreis und die Servicequalität erweitern

 

Allerdings gibt es auch einige Unternehmen, die ganz bewusst Bitcoin halten möchten. Laut Angaben des Zahlungsdienstleisters BitPay, sind das etwa 50 Prozent seiner Kunden.

Private Bitcoin Nutzer kennen das Problem

Nutzer, die Bitcoin innerhalb eines Jahres kaufen und verkaufen, kennen das Problem vielleicht: Sobald man eine Pizza oder etwas in einem Online-Shop mit Bitcoin kauft, müsste man nachschauen, wann und zu welchem Kurs habe ich die Bitcoin damals gekauft und wie ist der Kurs jetzt?
Denn auch eine Zahlung mit Bitcoin ist ein Devisengeschäft – es werden Bitcoin gegen Euro verkauft. Das trifft natürlich auch auf alle Trader zu, die professionell mit Bitcoin handeln.

Kurz zusammengefasst

Wenn Bitcoin innerhalb eines Jahres in Euro getauscht und Gewinne erzielt werden, unterliegen diese Gewinne der Einkommenssteuer. Das heißt, dass die Höhe der Steuer sich nach dem persönlichen Steuersatz bemisst.

Lösung für Unternehmen

Für Unternehmen, die oft mit Bitcoin zu tun haben, steht der bürokratische Aufwand in Hinblick auf die Steuererklärung, in keinem Nutzen zum Gewinn. Daher ist aktuell allen Unternehmern zu raten, dass sie Zahlungsdienstleister wie BitPay nutzen. Die Transaktionsgebühren betragen 0 Prozent und es gibt garantiert keine Rückbuchungen.
Wie die Online Ausgabe der Deutschen Wirtschafts Nachrichten berichtet, arbeitet allerdings derzeit ein deutsches Startup Unternehmen daran, eine Software zu entwickeln, die die steuerliche Aufarbeitung spielend einfach macht: Coyno.
Coyno ist eine Art Tool, dass alle Wallets des Nutzers an einen Punkt zusammenbringt. Vorstellen könnte man sich das, wie die Kontoauszüge der einzelnen Banken. Coyno bereitet alle Transaktionen auf und stellt sie in einer Übersicht zusammen.
Im letzten Schritt, werden alle Käufe und Verkäufe – sprich Transaktionen – zeitlich geordnet und am Ende wird ein Gewinn oder Verlust ausgewiesen.
Bis jetzt müsste dies händisch gemacht werden. Und genau das schreckt viele Unternehmen von der Benutzung von Bitcoin ab. Mit dem neuen Tool wird der steuerliche Aspekt jedoch wesentlich einfacher zu händeln sein als bisher.