Neue Ära des bargeldlosen Zahlens – Bitcoin auf den Philippinen

In vielen asiatischen und afrikanischen Ländern steigt zwar die Technologisierung der Gesellschaft, allerdings fehlt es nach wie vor an einer vernünftigen Bankinfrastruktur. Der Zugang zu Finanzinstituten und deren Dienstleistungen lässt mehr als zu wünschen übrig. Zudem fehlt es der Bevölkerung an dem nötigen Know-How bei Bankgeschäften. Allerdings besitzen heute Milliarden von Menschen ein Smartphone. Auch die Menschen in bankarmen Ländern, wie den Philippinen oder Kenia. Aus diesem Grund wurde eine neue Art des Bezahlens ins Leben gerufen.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich

Mobile Money und Bitcoin-Nutzung

Transaktionen über das Smartphone, ein alternatives Finanzsystem auf der Grundlage des Mobile Money. Mit Mobile Money können Menschen mehr als nur Rechnungen bezahlen oder Waren kaufen. Selbst die Bezahlung der Steuern damit ist mittlerweile von der obersten Finanzbehörde der Philippinen zusammen mit Globe Com, einem der zweitgrößten Telekommunikationsanbieter, in dem Land durchgesetzt worden.
Ein weiteres Beispielland, indem diese Bezahlungsart bereits funktioniert, ist Kenia. Dort gehört Mobile Money bereits zur Normalität. Einer der dortigen Anbieter ist Safaricom’s MPesa, der Mobile Money zur meist genutzten Zahlungsart durchsetzte.
Ähnlich dazu ist eine Zunahme der Bitcoin-Nutzung auf den Philippinen zu verzeichnen.

Gründe für das Wachstum

Ein Faktor der größtenteils dazu beiträgt, liegt in dem Markt für Überweisungen aus dem Ausland. Viele Familienmitglieder arbeiten im Ausland, beispielsweise in Europa, verdienen dort ihr Geld und überweisen es als Familienunterstützung in die Philippinen. Zudem sind Bitcoin-Transaktionen um ein vielfaches schneller als normale Überweisungen und sie liegen gebührenmäßig weit unter den sonstigen verlangten Kosten. Das ist ein entscheidender Punkt, da viele Bevölkerungsteile keinen Zugang zu normalen Bankdienstleistungen haben und sonst auf teure Transferdienstleister, wie MoneyGram oder Western Union, umsteigen müssten.
Durch diese Alternative können grade ärmere Länder von Bitcoin-Transaktionen profitieren.

Entwicklung der Bitcoin-Dienstleistung

In den Philippinen kristallisieren sich immer mehr Anbieter der Bitcoin-Nutzung heraus. Solche Plattformen tragen den Namen „Rebittace Platform, eine Zusammensetzung aus den Bezeichnungen Remittance, Geldüberweisung, und Bitcoin.
Je nach Händler kann Bitcoin wie Mobile Money zu Zahlungszwecken genutzt werden. Eine Kombination aus beiden Anbietern könnte in Zukunft die Philippinen, sowie auch andere Länder, zu einer bargeldlosen Gesellschaft machen.

Der Bitcoin-Kurs steigt

Bitcoin KursexplosionSelbst an der Börse ist das Interesse an der Bitcoin-Nutzung gestiegen. Das verdeutlicht der enorme Anstieg des Bitcoin Kurses, der am Morgen des 27. Mai 2016 stattfand. Der Kurs erreichte einen Jahreshöchststand von 430 Euro. Ein rasanter Anstieg, der Ähnlichkeit mit der Höhe des Kurses vom November, Dezember und Januar hatte, und nun von über einem wochenlang konstanten Kurs, von unter 400 Euro, eine neue Marke erreicht hat.
Auf den Ausbruch haben bereits viele Trader gewartet. Der Anstieg startete von einer Marke von knapp 405 Euro, erreichte Spitzenwerte von 425 bis 430 Euro und liegt nun bei einem Kurs von ungefähr 418 Euro. 5 Prozent höher, als die Tage davor.

Hilfestellung von China

Von seitens China zeigt sich auch deutliche Aktivität, die zu dem Anstieg des Bitcoins beigetragen haben könnten. Der Kurs ging seit ungefähr 6 Monaten bis zum 26.Mai 2016, über die 3.000 Yuan-Marke hinaus und setzte somit ein positives Signal, welches die chinesische Regierung unterstützt. Die chinesische Zentralbank People’s Bank of China (PBoC) ging sogar soweit, dass sie den Yuan-Fix, den Mittelwert des Dollar-Renminbi-Kurses auf 6,5693 festlegte. Das ist der niedrigste Wert seit 2011 und bedeutet, dass China seine Währung abgewertet hat.
Das wirkte sich schnell auf den Bitcoin-Kurs aus. Chinesische Börsen verzeichneten einen Wertanstieg von 3000 auf 3258 Yuan, einem neuen Höchstwert. Umgerechnet handelt es sich dabei um 495 Dollar und 444 Euro. Somit bezahlte China wieder einen Aufschlag auf die Bitcoins.