Bitcoin startet durch – Revival vor dem Halving

Die Kryptowährung sorgte in den letzten Tagen und Wochen für eine enorme Überraschung. Die bei Kritikern längst Tod geglaubte Währung raffte sich noch einmal auf und schoss bei den Börsen auf einen neuen Höchstwert. Sie ist also immer noch lebendig und höchst aktiv. Die Gründe dafür sind verschieden. Wir erklären Ihnen, warum China das bevorstehende Halving und andere interessante Faktoren womöglich der Grund dafür sind, dass der Bitcoin Kurs sich gerade jetzt von seiner besten Seite zeigt.

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Alle Themen auf einen Blick

  1. Anstieg über 20 Prozent
  2. Anstehendes „Halving“
  3. Die Rolle Chinas – In wieweit beeinflusst es den Bitcoin?
  4. Die Zukunft des Bitcoins

Anstieg über 20 Prozent

In der ersten Jahreshälfte 2015 war der Kurs des Bitcoins noch nicht überzeugend und Kritiker begannen damit, ihn abzuschreiben und ihn “für Tod” zu erklären. Es wurde ein Tiefstand von teilweise unter 200 US-Dollar verzeichnet. Ein Grund zur Sorge! Ist das Experiment etwa schon gescheitert?
Monate lang blieb Bitcoin im Seitwärts-Kurs verharren. Durch die bevorstehenden Ereignisse spekulierte die Branche über den weiteren Verlauf. Kurssprung nach oben oder nach unten? Und tatsächlich, der Kurs ging nach oben, innerhalb kürzester Zeit mit 20 Prozent über die 500 Dollar Marke. Nach rund 20 Monaten ist das Interesse an dem Bitcoin wieder gestiegen.

Anstehendes „Halving“

Der Kursanstieg kann die Folge des bevorstehenden Halving sein. In einigen Wochen, am 10. Juli findet dieses Ereignis, wie alle vier Jahre, wieder statt. Es handelt sich dabei um einen Algorithmus, der in der Software hinter der Internetwährung steckt, und sozusagen die Inflation festlegt. Die Software läuft auf tausenden Computern weltweit. Ihre Aufgabe besteht darin, alle 10 Minuten eine Anzahl an Bitcoins festzulegen und an die Mitwirkenden zu verteilen, die das Netzwerk mit ihren Computern unterhalten und schützen. Diese Verteilung dient als Entschädigung für ihren Einsatz.
Zurzeit werden 25 Bitcoins alle 10 Minuten verteilt. Nach dem Halving sind es dann noch 12,5 und nach den nächsten 4 Jahren nur noch 6,25. Daher kommt die englische Bezeichnung, da alle 4 Jahre der Wert halbiert wird. Dieser Zyklus geht theoretisch endlos so weiter.
Möglicherweise ist das der Grund zur Annahme, dass der Preis dieser Währung sich verdoppeln müsse, wenn das Angebot halbiert wird.
Wozu dient diese Vorgehensweise?

  1. Sicherheit der Währung
  2. Bitcoins werden in Umlauf gebracht
  3. Garantie, dass nicht mehr als 21 Millionen Bitcoins in Umlauf gebracht werden

Der Wert der Bitcoins

Im Moment beträgt der Wert eines Bitcoins etwas mehr wie 500 Euro. So genannte Miner, die Transaktionen prüfen, ordnen und die Sicherheit des Bitcoins verantworten, erhalten täglich einen Bitcoin. Da sie allerdings hohe Auslagen für Strom und Spezial-Computer zu verzeichnen haben, geht der Großteil des Wertes in die Begleichung der Rechnungen ein. Es bleibt also netto relativ wenig übrig. Das ist der Grund, warum das Mining immer unattraktiver wird.

Die Rolle Chinas – Inwieweit beeinflusst es den Bitcoin?

Kann man China als treibende Kraft ansehen? Zumindest spielt es eine große Rolle in der gezeigten Entwicklung. Das östlich liegende Land ist in 93% aller Börsengeschäfte mit Bitcoin verwickelt. Sie verlangen keine Gebühren für den Handel, wie es bei den westlichen Ländern der Fall ist. Das stellt sich als äußerst positives Merkmal für den kurzfristigen, spontanen Handel heraus.

Für den Preisanstieg sorgte China womöglich in dem Sinne, dass der Anstieg zuerst in den dortigen Börsen mit größeren Volumen zu verzeichnen war. Grund dafür ist wahrscheinlich die Senkung des Wechselkurses des chinesischen Yuan zum Dollar durch die Zentralbank PBOC. Das lässt Bitcoin als Alternativwährung dastehen und zieht mögliche chinesische Anleger an. Eine Investition in die Kryptowährung schützt deren Vermögen vor dem Wertverlust der Landeswährung. Generell haben chinesische Investoren relativ wenig Möglichkeiten, ihr Vermögen zu diversifizieren. Die Anlage in Bitcoins ist eine Möglichkeit davon.

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich

Die Zukunft des Bitcoins

Für eine weitere Steigung ist das Bitcoin-Netzwerk noch nicht vollkommen ausgerüstet. An einer Verbesserung und Kapazitätsausweitung wird allerdings schon hart gearbeitet. Eine Debatte für die Verbesserung der Software fand bereits in Zürich statt.
Ziel ist es auf jeden Fall, den Bitcoin weiterhin zu stabilisieren. Das soll bereits in den nächsten Monaten passieren. Mit diesen Aussichten, dem gesteigerten Vertrauen der Investoren und einer Weiterentwicklung des Netzwerkes, wäre es möglich den Bitcoin als schnelle Sofortbezahlung noch stärker auf dem Markt zu etablieren. Schon jetzt wird deutlich, dass der Bitcoin bei der Zahl der jährlichen Transaktionen PayPal Konkurrenz macht.
Auch die Kursentwicklung macht Mut. Derzeit ist der Kurs ungebremst und erreicht ein Hoch nach dem anderen. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass diese Kursexplosion nicht ewig so weitergehen kann und wird. Doch wann der “Umschwung” kommt, ist derzeit noch nicht absehbar. Eventuell nach dem “Halving”?