Bitcoin Erfinder enttarnt? Die Jagd nach dem Phantom

Schon mehrfach wurde behauptet, dass der Erfinder der Kryptowährung Bitcoin enttarnt wurde. Er ist weltweit unter dem Pseudonym Satohsi Nakamoto bekannt. Auch jetzt berichten wieder 2 Magazine – Wired und Gizmodo – dass sie die Identität des Bitcoin Erfinders gelüftet hätten.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich

Angeblich soll sich der australische Unternehmer Craig Wright hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto verbergen. „Enttarnt“ wurde er von austalischen Steuerbehörden. Sie durchsuchten seine Wohnung und nahmen ihn in Gewahrsam, da er erhebliche Steuerschulden hatte. Teile der Befragung sollen an die oben genannten Magazine gelangt sein.
Angeblich hätte Wright gesagt: „Ich habe mein Bestes gegeben, um zu verbergen, dass ich Bitcoin seit 2009 führe.“ Das der Australier in größeren Mengen mit Bitcoin handelt und das bereits auch seit einigen Jahren, steht außer Frage. Doch ob er wirklich der Bitcoin Erfinder ist, ist mehr als fraglich.

Was für ein Mensch ist Wright?

Craig Wright scheint ein eher dubioser Unternehmer zu sein. Er hat immer wieder versucht, mit anderen zweifelhaften Unternehmern Geschäfte im Wert von mehreren Millionen Dollarn abzuwickeln. Sein Name taucht auch immer wieder in Gerichtsverfahren und Skandalen in Verbindung mit Wirtschaftskriminalität – auch wenn er selbst nicht angeklagt wurde. Auch zahlte er angeblich fast eine Halbe Million Dollar nicht an Geschäftspartner zurück.

Zweifel am „Schlüssel“

Um die Identität des Phantoms – der Bitcoin Erfinder – zu lüften, ist ein wenig technisches Vorwissen notwendig:
Es gibt bis dato lediglich einen PGP-Schlüssel der direkt mit Satoshi Nakamoto in Verbindung gebracht werden kann. In der „Beweisführung“, dass Wright der Kryptowährung Erfinder sei, geht es ebenfalls um 2 Software-Schlüssel. Diese stehen jedoch in keiner Verbindung zum „Phantom“. Ganz im Gegenteil: Die beiden Schlüssel sind wahrscheinlich wesentlich jünger, als sie sein müssten.

Der „Satoshi Schlüssel“ beruht auf der Schlüssellänge DSA-1024. Die beiden Schlüssel vonWright dagegen auf RSA-3072. Dieser und andere Hinweise machen deutlich, dass der Schlüssel anscheinend wesentlich jünger ist, als angenommen. Beispielsweise besitzt Wrights Unternehmen Cloudcraft nicht den Supercomputer den es besitzen müsste. Damit ist es sehr unwahrscheinlich, dass Craig Wright der Bitcoin Erfinder ist.

Wright Opfer von Erpressung?

Ein anderes Nachrichtenportal deutet sogar daraufhin, dass Wright ein Opfer von Erpressung wurde. Da er tatsächlich hohe Steuerschulden hat, wurden die australischen Steuerbehörden darauf aufmerksam gemacht, dass er als das Phantom „Satoshi“ wohl Hunderte Millionen US-Dollar besitzen würde. Wenn man dann auch noch bedenkt, in welche Geschäfte er verwickelt war und wer weiß wo er noch Schulden hatte, dann ist diese Idee gar nicht so weit hergeholt.
Diese Theorie wird durch eine Drohmail unterstützt, die auf Twitter veröffentlicht wurde.

Außerdem sind die Hinweise gleich an mehrere Medien weitergeleitet wurden, so als ob man das Ziel hätte, schnellst möglich eine Meldung zu erhalten. Im Zuge von Zeitdruck sei dann nur oberflächig recherchiert und einfach die Meldung „rausgehauen“ worden.

Die Jagd nach dem Phantom geht weiter

Bis heute weiß niemand, ob es sich bei Satoshi Nakamoto überhaupt um eine Einzelperson oder um eine Gruppe handelt – von den betreffenden Personen einmal anbgesehe. Der oder die Erfinder haben sich auch relativ schnell nach der Veröffentlichung der digitalen Währung aus der Öffentlichkeit „verabschiedet“. Demnach weiß auch keiner, ob der oder die „Gründer“ aktiv oder passiv sind.

Immer wieder versuchen daher Medien und andere die Identität zu lüften. Regelrecht peinlich endete letztes Jahr die „Jagd“ des Newsweek Magazins. Sie vermuteten hinter dem kalifornischen Ingenieur Dorian Nakamoto das „Phantom“. Warum? Weil er früher Satoshi hieß…

Die Jagd nach dem „Phantom“ Satoshi Nakamoto wird wohl in die nächste Runde gehen…

Im Zuge dieser Nachrichten, flammt das Interesse an Bitcoin immer wieder neu auf. Das der aktuelle Bitcoin Kurs jedoch wieder neue Höhen erreicht, hat jedoch nichts mit dieser Meldung zu tun.