Bitcoin Engineering neues Studienfach & Bitcoin bald Schwedens Zahlungsmittel Nr. 1?

Vergangene Woche es war einiges los im Bereich Bitcoin und Kryptowährungen. Interessant ist beispielsweise, dass die Stanford Universität seit diesem Jahr ein neues Studienfach anbietet: “Bitcoin Engineering”. Neues PayPal Vorstandsmitglied wird der ehemalige CEO von Xapo, einem Wallet Dienst für Bitcoins. Und Bitcoin könnte stark von der Abschaffung des Bargelds in Schweden profitieren.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich

Bitcoin ist an der Uni angekommen

Die Stanford Universität in Kalifornien bietet seit 2016 ein neues Studienfach an: “Bitcoin Engineering”. Dabei geht es jedoch nicht um die Kryptowährung Bitcoin an sich, sondern um die Technik dahinter, das heißt das Protokoll. Der Studiengang richtet sich dabei nicht nur an Experten oder solche die bereits Vorkenntnisse haben. Auch für diejenigen, die noch gar keinen Kontakt zu Bitcoin hatten und sich fragen: Was ist Bitcoin?, werden in diesem Studiengang die digitale Währung “von der Pike auf” kennenlernen.

Ein fester Bestandteil des Studiengangs ist der wöchentliche “Hackathon”. Jeder Student erhält eine Codevorlage, die auf der Bitcoin-Kryptographie beruht. Anschließend haben die Studenten eine Woche Zeit, den Code zu verbessern und anzupassen. Nach dieser Woche bewerten die anderen Studenten die Codes der anderen. Das soll dazu beitragen, selbst “dahinter zu steigen” und in Zukunft neue Internetsysteme zu entwickeln, die auf Bitcoin beruhen.

Großes Interesse am Bitcoin Studiengang

An dem neuen Studienfach “Bitcoin Engineering” bestand von Anfang an ein sehr starkes Interesse. 83 Studenten waren gleich am ersten Tag (04. Januar 2016) bei der Vorlesung anwesend. Natürlich sind das keine Zahlen im Vergleich zu anderen Studiengängen. Doch seit den Einschreibungen im vergangenen Sommer meldeten sich nun doppelt so viele Interessenten.

Jeder Student erhält auch einen eigenen 21 Bitcoin Computer. Dies hilft beim Einstieg in die Welt der Bitcoins und deren Weiterentwicklung. Dadurch ist es auch möglich, ohne erste Erfahrungen in die Materie einzusteigen. Laut Stanford Universität haben 75 Prozent der Studenten noch keine ersten Bitcoin Erfahrungen.

Bald auch in Deutschland?

Kann auch bald in Deutschland “Bitcoin Engineering” studiert werden? Das Interesse ist global sehr stark ausgeprägt. Die Stanford Universität überlegt, ob die sie diesen Studiengang auch als Online Kurs zur Verfügung stellt, so dass Studenten aus aller Welt daran teilnehmen können. Wenn genügend Interesse bestehen sollte, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß. Hier können sich Interessenten anmelden: Bitcoin Engineering Kurs

Schweden schafft Bargeld ab – Bitcoin neue Landeswährung?

Schweden schafft Bargeld ab - profitiert Bitcoin?Schweden ist seit Jahren ein Vorreiter wenn es darum geht, das Bargeld abzuschaffen. Bereits heute ist es möglich, in jedem noch so kleinen Laden und jeden noch so kleinen Betrag mit Karte zu bezahlen. Bargeld wird in einigen Läden schon gar nicht mehr angenommen und andere Geschäfte weisen daraufhin, dass der Kunde doch bitteschön mit Karte zahlen soll.

Ob das nun Vor- oder Nachteil ist, sei hier dahingestellt. Bitcoin hat zumindest hier die Chance eine zentralere Rolle einzunehmen. Warum? Wenn das Papiergeld völlig abgeschafft ist, ist Bitcoin die einzige Möglichkeit, noch anonym zu bezahlen. Und genau das war im Sinne der Erfinder der Kryptowährung.

Schweden hat seine Bankenstruktur bereits so ausgerichtet, dass ein Bargeldloser Zahlungsverkehr ohne Weiteres möglich ist. Auch ein Großteil der Bevölkerung sieht das als normal an. Andere Länder werden sicherlich folgen. Teilweise ist es jedoch in anderen EU-Ländern sogar verboten, ab einer bestimmten Summe bar zu zahlen. In Italien beispielsweise gibt es hohe Strafen, wenn Beträge über 1.000 Euro in bar bezahlt werden. Der Gedanke dahinter ist die Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Kriminalität einzudämmen.

Der Nachteil ist der “gläserne Bürger”. Bitcoin könnte hier ein Ausweg sein. Keine Banken, kein “Dritter” der die Zahlungsströme überwacht. Ob Bitcoin nun wirklich in großem Umfang von einer bargeldlosen Gesellschaft profitiert, und immer mehr Menschen Bitcoins kaufen werden, wird sich zeigen. Wahrscheinlich wird der Wandel eher langsam und sich nur in einem Teil der Bevölkerung vollziehen.