Bitcoin Crash: Platzt die Krypto-Blase 2018 endgültig?

Wann kommt der große Bitcoin Crash? Diese Frage beschäftigt Finanzexperten und Investoren gleichermaßen. Die Kryptowährung Bitcoin hat in den vergangenen Jahren eine Entwicklung genommen, die ihresgleichen sucht. Kaum einem Anleger blieb die Kursrallye des BTC Ende 2017 verborgen, die den Wert einer Währungseinheit auf zeitweise fast 20.000 US-Dollar ansteigen ließ. Nicht erst zu diesem Zeitpunkt war vielerorts von einem Bitcoin Blase zu hören und lesen, die bald platzen würde. Zum Jahreswechsel konnte die digitale Währung ihre zuvor genommene Entwicklung nicht aufrechterhalten und verlor innerhalb kürzester Zeit rund die Hälfte ihres Wertes.

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Seither befindet sich der Kurs auf einer regelrechten Talfahrt, die nur durch kurzzeitige Hochs hin und wieder unterbrochen wird. Dennoch sind viele Experten weiterhin optimistisch, dass die Bitcoin Kurs in Zukunft neue Rekordmarken durchbrechen kann. Welche der beiden Seiten hat nun Recht? Dieser Frage wollen wir in diesem Ratgeber nachgehen. Wir werfen einen Blick auf die Argumente beider Seiten und beleuchten die vergangene Entwicklung. Dadurch finden alle Anleger eine Hilfestellung, die derzeit vor der Wahl stehen: Bitcoin verkaufen oder kaufen?

Kryptowährung zeigt in 2017 eine erstaunliche Entwicklung

In das Jahr 2017 startet die Kryptowährung mit einem Wert von knapp 1.000 Dollar pro BTC. Obwohl einige Experten vorsichtig optimistisch waren, dass dieser Wert im Jahresverlauf ansteigen könne, konnte niemand die tatsächliche Entwicklung vorhersagen. Es sollte auch bis in den Herbst des Jahres dauern, bis die anschließend rasant vonstattengehende Entwicklung langsam Fahrt aufnahm.

Ein erstes Ausrufezeichen setzte der Kurs am 12. Oktober des Jahres, als erstmals die Marke von 5.000 Dollar überschritten wurde. In immer kürzeren Abständen wurden nun Rekordhochs erreicht, so dass Analysten ihre Prognosen ständig nach oben korrigieren mussten. Der Höhepunkt war schließlich im Dezember erreicht. Beinahe seit Monatsanfang befand sich der Kurs im fünfstelligen Bereich, bevor am 17. Dezember der bisherige Höchststand erreicht wurde. Mit knapp 20.000 Dollar war ein BTC so viel Wert wie nie zuvor – und wie anschließend bisher nie wieder.

Gegenläufige Entwicklung ab Ende 2017: Platzt die Blase?

Die anschließende Talfahrt der Kryptowährung ist beinahe so erstaunlich wie die vorherige Kursrallye. Innerhalb weniger Tage brach der Kurs um rund ein Drittel seines Wertes ein. Der Jahreswechsel brachte zwar nochmals eine kurze Hochphase mit sich doch spätestens seit Mitte Januar befindet sich der Bitcoin Kurs in einem langfristigen Abwärtstrend. Dieser wird lediglich durch kurze Zwischenhoch und Phasen der Seitwärtsbewegung unterbrochen. In den Juni 2018 startet der Bitcoin dadurch mit einem Wert von nur noch 7.500 Dollar. Naheliegend ist daher die Vermutung, dass die Bitcoin Blase 2018 platzt – oder?

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Experten prognostizieren einen Kurs von mindestens 25.000 Dollar

Dass sich die Finanzwelt beim Thema Bitcoin nach wie vor uneinig ist, zeigen die Prognosen vieler Finanzexperten und Analysten. Es existieren eben nicht nur diejenigen, die der digitalen Währung und dem gesamten Kryptomarkt ein baldiges Ende herbeiahnen. Gleichermaßen gibt es auch diejenigen, die in der bisherigen Entwicklung nur die ersten Schritte zu künftig noch viel höheren Bitcoin Kursen sehen.

Nachfolgend haben wir daher einige Vorhersagen bekannter Investoren und Analysten zusammengefasst. Diese reichen von vorsichtigen bis hin zu optimistischen Prognosen:

  • Thomas Lee, Fundstrat Global Advisors: Er prognostiziert einen Wert von 25.000 Dollar für das Jahr 2018 und gibt als Grund an, dass sich das regulatorische Umfeld verbessern und Bitcoin mehr und mehr anerkannt wird.
  • Dave Chapman, Octagon Strategy: Er prognostizierte dem Bitcoin bereits früh im Jahr 2017 einen fünfstelligen Wert. Für das Jahr 2018 geht er sogar davon aus, dass ein Wert im sechsstelligen Bereich möglich ist.
  • Mike Poutre, The Crypto Company: Zwar nennt er im Hinblick auf den Bitcoin Kurs keine konkreten Zahlen, doch geht er von einer Marktkapitalisierung von 5 Billionen US-Dollar aus. Aktueller Stand: 127 Mrd. Dollar (01. Juni 2018).
  • John McAfee, McAfee Associates: Eine Zahl für das Jahr 2018 ist in seiner Bitcoin Kurs Prognose leider nicht zu finden. Für 2020 erwartet er jedoch eine Steigerung auf 500.000 bis 1 Million Dollar.
  • Tim Draper, Krypto-Investor: Bereits in 2014 prognostizierte er einen Kurs von 10.000 Dollar. Seine Prognose für das Jahr 2022 ließ daher viele Anleger aufhorchen: 250.000 Dollar pro BTC.

Gut zu wissen

Diese Prognosen bilden natürlich nur einen kleinen Teil der zahlreichen Meinungen ab. Außerdem handelt es sich dabei nur um persönliche Einschätzungen dieser Menschen, die keiner mathematischen Berechnung folgen. Sie zeigen jedoch einen Sachverhalt ganz klar auf. Die Finanzwelt ist sich nicht nur uneins darüber, in welche Richtung sich der Bitcoin Kurs in 2018 und den darauffolgenden Jahren bewegen wird. Platzt die Blase oder steht der große Aufschwung erst noch bevor. Auch auf Seiten der Optimisten besteht keinerlei Einigkeit darüber, welche Werte möglich sind.

Worauf ist der Bitcoin Crash zurückzuführen?

Eines kann mit hoher Wahrscheinlichkeit gesagt werden. Wer früh in Bitcoin investierte, konnte 2017 viel Geld mit der Kryptowährung verdienen. Hierzu musste er lediglich rechtzeitig seine Bitcoin verkaufen, bevor der Kurs kurz vor Weihnachten des Jahres abstürzte. Weit weniger gewiss ist jedoch der Grund, warum es genau zu diesem Kursverlust kam. Dennoch versuchen wir nachfolgend einige Erklärungsansätze zu bieten.

1. Es handelte sich um einen Hype, der früher oder später enden musste

Die rasante Kursentwicklung wurde 2017 natürlich auch dadurch befeuert, dass immer mehr Anleger an dieser partizipieren wollten. Insbesondere in einigen asiatischen Ländern (China, Japan und Südkorea) war ein regelrechter Krypto-Boom festzustellen. Da irgendwann jedoch niemand mehr den immer höheren Preis bezahlen wollte, war ein Einbrechen des Kurses folgerichtig.

2. Bitcoin-Wale rufen den Bitcoin Crash hervor

Hierbei handelt es sich um eine Theorie, die mittlerweile weitverbreitet, jedoch nur schwer zu beweisen ist. Bei den sogenannten Krypto-Walen handelt es sich um eine kleine Gruppe von Investoren, die rund zwei Drittel des gesamten Bitcoinvermögens besitzen soll. Die Rede ist von rund 1.600 Bitcoin Wallets, in denen sich jeweils mindestens 1.000 Bitcoins befinden. Aufgrund der fehlenden Regulierung können diese die Marktentwicklung erheblich beeinflussen

3. Kryptomarkt soll strenger reguliert werden

Im Hinblick auf die fehlende Regulierung haben bereits in 2017 viele Länder angekündigt, den Handel mit Bitcoins und anderen Kryptowährungen strenger zu überwachen oder sogar vollständig zu verbieten. Hierzu zählen auch große Volkswirtschaften wie China oder die USA, wodurch sich eine solche Ankündigung erheblich auf den Kurs auswirken kann.

Wie wirkt sich der Bitcoin Crash auf andere Coins aus?

Bei Bitcoin handelt es sich um die älteste aller Kryptowährungen, seit ihrer Entstehung hat die Kryptowelt jedoch auch über 1.600 weitere bekannte und unbekannte Kryptowährungen hervorgebracht. Diese werden unter dem Begriff „Altcoins“ zusammengefasst – also alternative Coins zum Branchenführer. Allein dadurch wird die Relevanz des Bitcoins für die gesamte Branche deutlich. Hinzu kommt die Tatsache, dass Bitcoin nach wie vor als eine Art Leitwährung angesehen wird. Dies hat zur Folge, dass sich die Kurse vieler Altcoins oftmals ähnlich dem des Bitcoins entwickeln.

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Zu den bekanntesten Altcoins, auf die diese Aussage in der Vergangenheit zugetroffen hat, gehören:

  • Ethereum (ETH)
  • Bitcoin Cash (BCH)
  • Ripple (XRP)
  • Litecoin (LTC)
  • IOTA (MIOTA)
  • Dash (DASH)

Spannend ist daher die Frage, ob sich die Kurse diese Währungen auch in der Schwächephase des Bitcoin an diesem orientieren. Die Antwort: ja. So erreichte beispielsweise der Kurs der Kryptowährung Dash seinen bisherigen Höchststand am 21. Dezember 2017 – und damit nur einige Tage nachdem der Bitcoin einen Rekordwert verzeichnen konnte. Seither ist der Wert jedoch von knapp 1.600 Dollar bis Anfang Juni auf nur noch etwa 300 Dollar gefallen.

Einem ähnlichen Muster folgen alle der in der Liste oben genannten Kryptowährungen. Etwa um den Jahreswechsel 2017/18 wurde ein Rekordwert aufgestellt, anschließend sinkt das Preisniveau über mehrere Monate hinweg beständig ab. Kurze Zwischenhochs sind offenbar nur durch ein vorheriges Steigen des Bitcoin Kurses zu erklären. Dies zeigt deutlich, dass ein Platzen der Bitcoin Blase nicht nur auf Besitzer der Ur-Kryptowährung sondern auf die gesamte Branche Auswirkungen hätte.

Marktkapitalisierung der Kryptowährungen im Sinkflug

Im Rahmen der Bitcoin Kurs Prognose 2018 zeigt nicht nur ein Blick auf den Kursverlauf, dass der Hype zunächst abgekühlt zu sein scheint. Auch bei der Marktkapitalisierung sind stark rückläufige Zahlen festzustellen. Davon betroffen ist jedoch nicht nur der Bitcoin als Branchenführer. Die Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen fällt immer weiter, in den Winter- und Frühlingsmonaten 2018 sogar mehrfach unter die Marke von 300 Milliarden Dollar. Damit beträgt sie nur noch einen Bruchteil ihres einstigen Höchstwertes, der am 07. Januar 2018 bei über 830 Milliarden Dollar lag.

Interessant dabei ist folgende Beobachtung. Die Marktkapitalisierung des Bitcoin lag an diesem Tag bei bis zu 295 Milliarden Dollar – damit erreichte diese einen höheren Wert als der gesamte Kryptomarkt über weite Strecken der ersten Jahreshälfte 2018.  Gleichwohl markiert dieser Tag nicht den Höchststand der Bitcoin Marktkapitalisierung. Dieser wurde mit über 333 Milliarden Dollar am 17. Dezember 2017 erreicht, also an jenem Tag, an dem auch der bisherige Kursrekord aufgestellt wurde. Diesen Wert erreichte der Gesamtmarkt am 10. Juni 2018, anschließend fiel er für die kommenden Tage um über 10 Prozent ab.

Der Kursverlust macht sich auch beim gehandelten Volumen der Kryptowährungen bemerkbar. Die bisherigen Höchststände stammen von Anfang Januar 2018, als das gehandelte Volumen für mehrere Tage bei rund 70 Milliarden Dollar lag. Ähnliche Werte wurden seither nicht mehr erreicht. Im April 2018 fiel das Handelsvolumen sogar für mehrere Tage unter 10 Milliarden Dollar ab. Für rund die Hälfte dieses Wertes war allein der Bitcoin verantwortlich.

Gut zu wissen

Die Dominanz des Bitcoins ist längst nicht mehr so hoch wie noch vor einiger Zeit. Dies zeigt sich insbesondere anhand der Marktkapitalisierung. Bis Anfang März 2017 war Bitcoin für rund 80 Prozent der Kapitalisierung des gesamten Kryptomarktes verantwortlich. Mit dem Aufkommen immer neuer Altcoins wurde dieser Wert jedoch immer kleiner. Dies ging so weit, dass Bitcoin (ca. 38 Prozent) und Ethereum (ca. 31 Prozent) Mitte des Jahres beinahe gleichauf lagen.

Bitcoin Prognose 2018: Diese Entwicklungen sind möglich

Zum Schluss dieses Ratgebers möchten wir einige Szenarien vorstellen, die für den Bitcoin in 2018 realistisch erscheinen. Wir verzichten dabei weitestgehend auf die Nennung konkreter Zahlen, da sich der Markt äußerst volatil und unvorhersehbar entwickelt. Stattdessen basiert die Bitcoin Prognose 2018 auf aktuellen Entwicklungen, die Einfluss auf die Branche haben könnten.

So scheint es zumindest realistisch zu sein, dass sowohl der Preis für einen Bitcoin als auch die Zahl der Interessenten wieder steigen werden. Zurückzuführen ist dies auf die Einführung zusätzlicher Finanzprodukte, die eine Investition in die Kryptowährung ermöglichen. Zuletzt wurde es Anlegern beispielsweise ermöglicht, in Bitcoin Futures zu investieren. Dadurch wird die Kryptowährung auch für alle interessant, die nicht am direkten Erwerb der Coins interessiert sind.

Ein weiteres mögliches Szenario: Bitcoin wird sich noch stärker als Zahlungsnetzwerk etablieren als bisher. Gerade bei internationalen Transaktionen bietet das Bitcoinnetzwerk bereits erhebliche Vorteile gegenüber dem klassischen Geldtransfer. Sollten weitere institutionelle Anleger Interesse an Bitcoin zeigen, kann dessen Nutzen erheblich steigen. Damit könnten gleichzeitig jedoch auch Probleme auf die Kryptowährung zukommen. Insbesondere betrifft dies die steuerliche Behandlung. Bisher scheint in dieser Frage keine Lösung gefunden zu sein. Selbiges trifft auch auf die Regulierung der digitalen Währungen im Allgemeinen zu. So wurde der Handel mit Kryptowährungen in China bereits vollständig untersagt.

Fazit: Bitcoin Crash hat bisher nur teilweise stattgefunden

Der Bitcoin Crash am Ende des Jahres 2017 wird von der Krypto-Community nur teilweise als solcher beurteilt. Vielmehr wird die Zeit vor dem vermeintlichen Crash als eine solche angesehen, in der sich der Kurs innerhalb kürzester Zeit zu extrem entwickelt hat. Dass sich diese Entwicklung früher oder später abkühlen muss, scheint daher nur folgerichtig. Dennoch bleibt festzuhalten, dass auch in den Folgemonaten ein nahezu durchgängiger Abwärtstrend zu beobachten ist und der Kurs noch Mitte des Jahres 2018 weit von einstigen Höchstständen notiert. Davon ebenfalls betroffen: nahezu alle wichtigen Altcoins.

Dennoch ist die Bitcoin Kurs Prognose der Experten nicht durchgängig pessimistisch. Nicht wenige prognostizieren, dass das Interesse der Anleger künftig wieder steigen wird. Dadurch werden dem BTC/USD Kurs mittel- und langfristig wieder neue Rekordzahlen zugetraut. Vorsichtige Schätzungen sprechen von einem Kurs von 25.000 Dollar zum Jahresende, andere Experten gehen sogar noch weiter. Sechs- und siebenstellige Werte scheinen in den nächsten Jahren möglich zu sein. Für Anleger ist es daher umso bedeutender, den Markt intensiv zu beobachten. Dieser Ratgeber kann dabei eine Hilfestellung sein, wenn Anleger vor der Entscheidung Bitcoin kaufen oder Bitcoin verkaufen stehen.