BaFin überlegt Bitcoin Regulierung – Was bedeutet das für Anleger?

Das staatliche Stellen Kryptowährungen wie den Bitcoin regulieren wollen, ist an und für sich nichts neues. Es überrascht auch nicht, dass mit zunehmender Popularität die Gedanken diesbezüglich immer „lauter“ werden. Das Portal BOERSE ONLINE veröffentlichte vor Kurzem ein Interview mit Felix Hufeld, Chef der BaFin, in dem er zur Regulierung von Kryptowährungen, Krypto-Tokens, ICOs usw. befragt wurde. Er äußerte sich dahingehend, dass die Volatilität für eine mögliche Regulierung keine Rolle spielt. Viel wichtiger sind Aspekte wie die Finanzstabilität. Außerdem weist er daraufhin, dass nicht nur Deutschland eine Regulierung von Kryptowährungen in Betracht zieht, sondern das Ganze mit den G20 Staaten gemeinsam abgesprochen wird. Zudem ist nicht nur die digitale Währung an sich betroffen, sondern auch Krypto-Börsen, virtuelle Marktplätze usw. Das alles war und ist natürlich nicht im Sinne der Erschaffer von Bitcoin & Co., die sich ja eher unabhängig von staatlicher Kontrolle sehen.

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Pseudonymität ist aktuell das größte Problem der Aufsichtsbehörden

Das nicht die Volatilität das Problem der Aufsichtsbehörden ist, dürfte eigentlich klar sein. Zwar wurde Felix Hufeld darauf angesprochen. Doch er hat das richtig gestellt, dass es nicht Aufgabe der BaFin ist, für eine geringe Volatilität von Währungen oder sonstigen Finanzinstrumenten zu sorgen. Das ist weder ihr Auftrag, noch wäre das Zielführend. Denn das würde einen zu starken Eingriff in den Markt bedeuten. Zum Beispiel müsste die BaFin dann selbst Akteur werden. Eine Regulierung ist daher keinesfalls abhängig vom starken „Auf und Ab“ der Kryptowährungen. Vielmehr geht es primär um drei Aspekte:

  • Verhinderung von Geldwäsche bzw. Vermeidung von Terrorismusfinanzierung
  • Finanzmarktstabilität
  • Verbraucherschutz

Die Finanzmarktstabilität sieht die BaFin derzeit nicht durch Kryptowährungen gefährdet, zumindest nicht in Deutschland. Zu gering ist die Summe, der hierzulande in diesem Bereich bewegt wird. Hufeld sieht eher Probleme bei Geldwäsche und Verbraucherschutz. Seiner Meinung nach begünstigen virtuelle Währungen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, da sie anonym sind und die Transaktionen anonym durchgeführt werden können. Daher möchte man das Problem der Pseudonymität, das heißt die Intransparenz der Teilnehmer lösen.

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Das Problem hat man teilweise auch schon gelöst. Wer Bitcoins kaufen will, kann das über verschiedene Wege tun. Doch fast alle haben gemeinsam, dass man das nicht anonym tun kann. Wer sich bei einem CFD Broker anmeldet, der muss seine persönlichen Daten preisgeben. Mal davon ganz abgesehen, dass das Handeln bei einem CFD Broker ja für Trader in Frage kommt, weniger für überzeugte Anhänger der Cyberwährungen. Doch auch die Registrierung auf virtuellen Marktplätzen wie bitcoin.de oder The Rock Trading, erfordert eine vollständige Legitimierung des Nutzers. Das betrifft grundsätzlich alle Anbieter, die in Deutschland bzw. einem anderen Land der EU ihren Sitz haben und Krypto-Handel in irgendeiner Form anbieten. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht auch Anbieter gibt, die außerhalb des rechtlichen Rahmens agieren.

Übrigens mag das zwar für einige Anlegerkreise interessant sein, über Kanäle zu handeln, die abseits des Rechtssystems agieren, dennoch warnen wir an dieser Stelle davor. Abgesehen von möglichen Straftaten durch den Nutzer, geht es auch um Betrug. Nicht selten nutzen solche Unternehmen diese Anlegergruppen aus.

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Verbraucherschutz im Fokus

Wie bereits erwähnt, ist das aber nicht der einzige Grund, warum bei Aufsichtsbehörden die Alarmglocken schlagen. Auch andere Aspekte spielen dabei eine Rolle, wie eben der Verbraucherschutz. Insbesondere vor ICOs warnte und warnt die BaFin. Grundsätzlich stimmt das schon. Es gibt eine Reihe von schwarzen Schafen auf dem Markt. Anleger sollten daher immer genau die sogenannten White Paper anschauen um festzustellen, womit die Firma denn ihr Geld verdient. Das es auch eine starke Volatilität gibt, ist ebenfalls nicht zu leugnen. Dennoch sind ICOs per se nicht schlecht. Sie ermöglichen Unternehmen eine neue Art der Finanzierung. Und nicht nur das. Sie ist zum Teil auch wesentlich kostengünstiger und einfacher zu realisieren. Selbstverständlich sollten Anleger im Vorfeld genau aufgeklärt werden, worum es denn beim jeweiligen Projekt überhaupt geht.

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Ein Verbot von ICOs wie in China ist hierzulande glücklicherweise nicht abzusehen. Es ist richtig, es ist immer ein Spagat zwischen Verbraucherschutz auf der einen Seite und Bevormundung der Anleger auf der anderen Seite. Es gibt auch Aktiengesellschaften, die ihre Anleger um ihr Kapital gebracht haben. Und niemand würde Aktien an sich verbieten wollen oder in Zukunft Börsengänge untersagen. Genauso verhält es sich mit ICOs. Nur weil es hier, zugegeben etwas mehr, schwarze Schafe gibt, sollte man ICOs nicht grundsätzlich verbieten. Im Normalfall reguliert sich der Markt ohnehin von selbst. Doch wie schon gesagt, hat die BaFin hier nicht vor einzugreifen. Zumindest noch nicht.

Felix Hufeld sagte gegenüber BOERSE ONLINE:

„Aufsichtlich oder regulatorisch handeln müssen wir, wenn die Finanzstabilität insgesamt bedroht oder Verbraucher systematisch Schaden nehmen oder krimineller Missbrauch strukturell begünstigt werden könnte […] Aus Sicht der Finanzstabilität würde ich derzeit noch nicht die Alarmglocke läuten. Noch ist der Gegenwert der Krypto-Token, die derzeit aus Deutschland heraus bewegt werden, im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Leistung nicht so groß, als dass wir unmittelbare Auswirkungen auf die Finanzstabilität befürchten müssten.“

Tja, ob die Finanzmarktstabilität bedroht ist oder nicht, lässt sich nicht an bestimmten Zahlen festmachen. Sobald die Behörden der Meinung sind, dass die Stabilität bedroht ist, werden sie wohl Schritte einleiten. Der wahre Hintergrund könnte auch sein, die Kontrolle nicht zu verlieren, was dann weniger mit Finanzmarktstabilität zu tun hat. Denn ob eine Regulierung von Kryptowährungen jetzt das dringendste Problem ist, sein dahin gestellt.

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Hat die BaFin recht?

Anleger, die reines Krypto Trading betreiben wollen, ist es relativ egal, ob Kryptowährungen reguliert werden oder nicht. Es interessiert sie maximal dahingehend, dass solche Aktivitäten Auswirkungen auf den Kurs haben. Andere Anlegergruppen hingegen achten da schon eher darauf. Das sind vor allem diejenigen, die Kryptowährungen nicht als Spekulationsobjekt sehen, sondern zum Beispiel als Zahlungsmittel, als Absicherung vor einem Finanzkollaps, Unabhängig sein vom derzeitigen Bankensystem usw. Vermutlich wird es ein ewiger Kampf zwischen denjenigen sein, die die absolute Unabhängigkeit vom Staat wollen und auf der anderen Seite den Regulierungsbehörden. 

Krypto Trader profitieren weiter von der hohen Volatilität an den Märkten

Zwar hat sich der Bitcoin Kurs mittlerweile etwas beruhigt, zumindest wenn man sich den Verlauf von Dezember und Januar anschaut. Dennoch herrscht immer noch eine im Vergleich zum Aktienmarkt hohe Volatilität vor. Wer vor allem davon profitieren will, kann weiterhin mithilfe von CFDs auf steigende und fallende Kurse spekulieren. In unserem IQ Option Bitcoin Testbericht sind wir intensiv auf diesen Anbieter eingegangen. Dort können Trader nicht nur auf den Bitcoin Preis spekulieren, sondern auch auf viele weitere Kryptowährungen und Altcoins wie Ethereum, Ripple (XRP), Litecoin, Monero, Dash usw.

Ein weiterer empfehlenswerter Forex und CFD Broker ist eToro. Beim CFD Handel kauft der Anleger ja nicht direkt den Basiswert, sondern spekuliert nur auf die Kursveränderung. eToro geht bei Kryptowährungen jedoch einen etwas anderen Weg. Dort wickelt das Unternehmen den Kauf von virtuellen Währungen direkt ab. Das heißt, der Trader wird direkt Eigentümer der Coins. Daher ist auch kein Hebeltrading möglich. Beim Shorten, das heißt das Spekulieren auf fallende Kurse, hingegen, wird das Online Trading mittels CFD abgewickelt. Das ist ja sowieso ein Vorteil von CFDs gegenüber einer Direktanlage in Kryptowährungen. Beim Kauf an einer Krypto-Börse spekuliert der Anleger zwangsläufig auf steigende Kurse. Mit CFDs kann er auch auf fallende Notierungen setzen.

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Wer über noch gar keine oder wenig Erfahrungen im Krypto Handel verfügt, sollte zu Beginn ein gebührenfreies Bitcoin Demokonto in Anspruch nehmen. Dort kann der Händler sich in aller Ruhe mit dem Produkt und dem Handel an sich vertraut machen. Dennoch empfehlen wir nicht, dauerhaft im Demomodus zu handeln. Denn ein Demoaccount kann keinesfalls den Echtgeldhandel ersetzen. Es dient vielmehr dazu, die Plattform kennenzulernen und erste Erfahrungen zu sammeln. Generell sollten Anleger nur Geld investieren, welches sie momentan nicht anderweitig benötigen und auf das sie im Ernstfall auch verzichten könnten.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
Ruben Wunderlich