Asien’s Regulierungsbehörden greifen bei Bitcoin Börsen durch

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
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In einem anderen Artikel hatten wir bereits darüber berichtet, dass die Regierung bzw. diverse Aufsichtsbehörden in China härter bei der Regulierung von Krypto-Börsen durchgreifen. Insbesondere das Verbot von ICOs in China wühlte die Bitcoin Community auf. Die Behörden forderten die Betreiber der Bitcoin Börsen in China jetzt auf, die ICOs rückabzuwickeln. Das kommt einigen Investoren aus dem Ausland gar nicht gelegen. Viele Krypto-Börsen in Shanghai stellen sogar ihren Betrieb ganz ein. In Japan ist man zwar noch nicht ganz so weit, was die Regulierung betrifft. Allerdings möchte man hier ab Oktober einen genaueren Blick auf die digitalen Währungsbörsen werfen. Insbesondere sollen die Börsenbetreiber und Teilnehmer zu einer stärkeren Regulierung gezwungen werden. Von einem Verbot wie in China sprechen die Behörden jedoch nicht.

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China leitet weitere Schritte gegen Bitcoin Börsen ein

Anfang September diesen Jahres hatte die chinesische Zentralbank alle ICOs (Initial Coin Offering) für illegal erklärt. Sie wies außerdem alle Börsenbetreiber an, die bisher durchgeführten ICOs rückgängig zu machen. Ihre Geschäfte sollten sie bis Ende September einstellen. Darüber hinaus sollen jedoch nicht nur die ICOs nicht mehr durchgeführt werden, sondern generell der Betrieb an den Bitcoin Börsen eingestellt werden. Die Behörden beaufsichtigen dabei die Rückabwicklung der Geschäfte und der Einlagen bzw. Investitionen.

Vergangene Woche gaben nun 17 Krypto-Börsen in Shanghai bekannt, ihre Tätigkeit komplett einzustellen. Konkret handelt es sich um folgende Anbieter: BTCChina, Binance, 51SZZC, Lhang, ETCWin, Bitekuang, SZZC, Hanbiwang, Bitbill, 19800Net, ICOAGE, 91ICO, ICOrace, FreeWillex, ICOfox, ICORaise sowie ICO17. Wie bereits an den Namen einiger Börsen zu erkennen ist, waren diese vor allem auf ICOs ausgelegt. Ein Verbot von ICOs führt dann mehr oder weniger zwangsläufig dazu, dass die Eigentümer ihr Geschäft einstellen müssen – auch ohne direktes Verbot der Börse an sich.

Nur den beiden größten Börsen in China OKCoin und Huobi wurde Zeit bis Ende Oktober gegeben. Es ist auch gar nicht machbar innerhalb von nur drei Wochen alle Transaktionen einzustellen und Gelder in dieser kurzen Zeit zurückzuzahlen. Sicherlich sind auch Anleger aus Deutschland bisher in China gerade an der OKCoin aktiv gewesen. Sie müssten jetzt nach Alternativen suchen. Empfehlungen finden betroffene Anleger in unseren Bitcoin.de Erfahrungen sowie im The Rock Trading Test.

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Laut Medienberichten aus China sind bereits über 90 Prozent der ICO-Projekte rückabgewickelt. Die Betreiber dürfen aktuell Shanghai nicht verlassen. Die Behörden begründen dies damit, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Zum Teil erweist sich die Rückabwicklung komplizierter als gedacht. Nicht unbedingt weil die Betreiber sich dagegen wehren. Da haben sie kaum eine Möglichkeit. Es sind eher ausländische Investoren, die sich weigern, ihre Token wieder zum ursprünglichen Wert einzutauschen.

Hier geht es ja auch nicht nur um einige wenige Euro. Mit den Geldern wurden Startup's finanziert, die die digitale Welt verändern könnten. Große Investoren hoffen natürlich darauf, ihr eingesetztes Kapital zu vervielfachen. Einigen Anlegern ist das bis jetzt sogar schon gelungen. Sie können auf beachtliche Wertsteigerungen blicken. Wenn sie jetzt ihre Tokens umtauschen würden, müsste sie auf hohe Kursgewinne verzichten. Bei anderen sind mit den Tokens nicht nur Kursgewinne verbunden, sondern auch Mitspracherechte der Unternehmen. Auch darauf müssen Investoren jetzt verzichten. Ganz zu schweigen von den Startup's, die sich über ICOs finanziert haben. Bestimmt mussten einige Unternehmen bereits ihre Geschäftstätigkeit aufgeben,

Die Behörden in China begründen all das mit dem „Schutz der Verbraucher“. Obwohl bereits hohe Kursgewinne angefallen sind, halten die Behörden ICOs nach wie vor für illegal. Ein offener Markt sieht anders aus. Anleger, die vorhaben / vorhatten, in China zu investieren wird jetzt geraten andere Möglichkeiten zu nutzen. Hierzulande können Investoren direkt Bitcoins kaufen. Zum Beispiel über diverse Krypto-Börsen wie Bitcoin.de.

Die bisherigen Entwicklungen in China sind zwar ernüchternd. Dennoch glauben wir nicht, dass das Land Bitcoin und andere Altcoins generell verbieten wird. Mal davon ganz abgesehen, dass das technisch nicht möglich wäre. Die Chinesen haben nicht wie wir einen freien Zugang zum Aktienmarkt und können Gelder nicht einfach so anlegen, wie sie wollen. Vor allem der Transfer ins Ausland ist faktisch nicht möglich. Mit Bitcoin, Ethereum, Ripple und anderen Kryptowährungen haben Anleger jedoch eine Alternative gefunden. Daher gehen wir eher davon aus, dass China hier einfach mehr Kontrolle und Regulierung haben möchte. Vor allem über die Zahlungsströme der Investoren. Das ist vom grundsätzlichen Gedanken her auch nicht völlig verkehrt. Gut möglich, dass die Behörden ein anderes regulatorisches Umfeld schaffen, indem neue Krypto-Börsen ihren Handel aufnehmen können. Vermutlich wird der Umsatz dann wieder deutlich anziehen.

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Japan jetzt größter Bitcoin Markt – Doch für wie lange?

Aufgrund der Entwicklungen in China ist der Umfang der Bitcoin Transaktionen im Land stark gesunken. Das heißt allerdings nicht, dass die Teilnehmer aus China nun gar nicht mehr Kryptowährungen handeln würden. Viele Investoren verlagerten ihr Aktivitäten daraufhin nach Japan. Japan vereint global nun fast die Hälfte aller Bitcoin Umsätze. 45 Prozent um genau zu sein. Die japanischen Krypto-Börsen profitieren also daher von der Schließung der Bitcoin Handelsplätze in China. Die Gründe sind auch nachvollziehbar. Unsicherheit, Angst, Frust und Resignation, dass sich im Land der Mitte wohl so schnell nichts ändern wird.

Doch nicht nur die japanischen Umsätze im Allgemeinen sind stark gestiegen. Sondern der Yen überflügelt sogar den bisher dominanten US-Dollar im Krypto-Bereich. Doch all das führte zu einer weiteren Entwicklung in Japan.

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In Deutschland wurden Maßnahmen zu KYC bereits umgesetzt. Der Bitcoin Handel ist jedoch dennoch einfach und problemlos online möglich.

Japan will ab Oktober Krypto-Börsen stärker überwachen

Die Behörden wollen nun von ihrer Seite her den Krypto-Markt stärker überwachen. Vor allem soll die Einhaltung von Gesetzen zur Regulierung von digitalen Währungsbörsen stärker überwacht werden. Bereits Angang des Jahres wurden Regelungen erlassen, die verhindern sollen, dass die Krypto-Börsen für Geldwäsche und andere kriminelle sowie terroristische Aktivitäten missbraucht werden. Insbesondere der sogenannte Know-Your-Customer-Grundsatz kommt hier zum Tragen. Dieser ist in allen westlichen Ländern bereits Standard. Börsen müssen ihre Kunden bzw. Anleger legitimieren, damit sie genau wissen, mit wem sie es tun haben.

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Die Behörden wollen diese Regelungen in Japan nun verschärft kontrollieren und überwachen. Doch darüber hinaus steht auch der Schutz der Kundengelder im Mittelpunkt. Beispielswiese müssen die Börsen die Gelder unabhängig vom eigenen Vermögen verwahren, auf sogenannten segregierten Konten. Desweiteren müssen die Betreiber stärkere Sicherheitsmaßnahmen gegen Cyberattacken nachweisen und installieren. Um das alles zu überwachen wurde bereits ein Team aus 30 Experten zusammengestellt, welches über umfangreiches Fachwissen und Know-how verfügt. Der offizielle FSA Bericht wird dabei wie folgt zitiert:

„Wir wollen den Markt sowohl pflegen als auch regulieren … Damit ist eine gesunde Marktentwicklung sichergestellt.“

Aus unserer Sicht geht Japan einen smarten Weg. Offensichtlich ist sich Japan der Tragweite und Zukunftsaussichten von Kryptowährungen durchaus bewusst. Und es ist im Sinne der Verbraucher und Börsenteilnehmer, dass die Kundengelder sowohl sicher als auch geschützt vor Unternehmenspleiten verwahrt werden. Wir begrüßen auch Schritte zur Bekämpfung von Geldwäsche und terroristischen Maßnahmen. Mit dem KYC-Grundsatz wird natürlich im Gegensatz zur eigentlichen Bitcoin-Idee ein anderer Weg gegangen. Denn der Handel von Kryptowährungen soll ja anonym stattfinden. Doch beides zu vereinen ist sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich. 

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„The Rock Trading“ ist ein weiterer empfehlenswerter Anbieter. Dort ist der Handel mit vielen Kryptowährungen möglich.

Fazit: Aus für Bitcoin keinesfalls in Sicht

Schon allein der Blick auf den Bitcoin Kurs zeigt, dass die hier beschriebenen Schritte keinesfalls so ausgelegt werden, dass es zum Aus des Bitcoins führen wird. Vor allem die Technologie dahinter, die Blockchain, wird immer mehr genutzt. So plant jetzt auch die Regierung in Dubai eine eigene staatliche Kryptowährung einzuführen, unter dem Namen „emCash“.

Japan selbst hat auch betont, dass sie den Markt voranbringen wollen. Nur eben mehr Sicherheit für Verbraucher und Investoren bieten wollen. Wie sich die Sache in China weiterentwickeln wird, ist noch unklar. Aufgrund der Unsicherheit sind viele Investoren auf den japanischen Markt ausgewichen. Doch es ist gut möglich, dass China einen ähnlichen Weg geht und nach einer umfangreichen Regulierung der Umsatz wieder nach China kommt.

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