Apple verbietet auf dem iPhone das Krypto-Mining

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur bei Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
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Das Herstellen oder Schürfen von Kryptowährungen erfordert je nach digitaler Währung eine unglaubliche Rechenleistung. Daher werden Kryptowährungen im Allgemeinen gemeinschaftlich geschürft. Denn mit einem einzelnen Computer kommt man da nicht weit. Insbesondere bei Bitcoin ist das deutlich zu sehen. Hinzu kommt, dass mit zunehmendem Schürfen die Ansprüche an die Rechenleistung immer komplexer wird. Um diese Herausforderungen zu meistern, gibt es das gemeinschaftliche Krypto-Mining. Das geschieht zum Beispiel dadurch, dass sich viele Nutzer von Computer, Smartphones usw. zusammentun und ihre Kapazitäten nutzen. Die geschürften Coins werden anschließend aufgeteilt. Apple verbietet ab sofort das Krypto-Mining auf dem iPhone und Mac bzw. generell im iOS Betriebssystem.

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Apple verbietet generell das Bitcoin Mining

Der Konzern Apple passte im Rahmen der Entwicklerkonferenz WWDC 2018 seine App-Store Regelungen an. Dort wird das Minen von Kryptowährungen explizit ausgeschlossen. Wörtlich heißt es dazu:

„Apps, inklusive Anzeigen von Drittanbietern, die in diesen angezeigt werden, dürfen keine Hintergrundprozesse ausführen, die nicht direkt mit diesen in Verbindung stehen – dazu gehört das Mining von Krypto-Währungen.“

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Diese Regelungen beziehen sich natürlich nicht nur auf Kryptowährungen, sondern auch auf andere Apps, die im Hintergrund Prozesse von Drittprogrammen ausführen. Dennoch werden virtuelle Währungen hier explizit genannt. Apple verbietet auf dem iPhone und dem Mac und weiteren Apple Geräten auch dann das Krypto Mining, wenn der Nutzer damit einverstanden ist. Das Bitcoin Mining auf Apple Geräten ist damit generell nicht mehr möglich, auch wenn der Nutzer das möchte. Auch dürfen Krypto Apps und „kryptowährungsnahe“ Apps den Nutzern keine Belohnung in Form von Coins für verschiedene Aufgaben geben, wie zum Beispiel das Herunterladen von Apps oder das Anbieten von Programmen in sozialen Netzwerken.

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Was weiterhin bestehen bleibt ist jedoch die Möglichkeit, Cloud Mining zu betreiben. Das bedeutet, dass das Mining nur noch dann möglich ist, wenn die Prozesse nicht auf dem Gerät stattfinden, sondern über die Cloud läuft. Bitcoin Wallets und ähnliche Apps sind ebenfalls weiterhin problemlos nutzbar.

Warum geht Apple diesen Weg?

Wie eingangs erläutert, werden die meisten Kryptowährungen geschürft, indem durch den Computer bzw. den Prozessor komplizierte mathematische Rechenleistungen durchgeführt werden. Als „Belohnung“ gibt es dann die jeweilige Kryptowährung. Das ist natürlich nicht bei allen virtuellen Währungen so. Ripple zum Beispiel wird gar nicht mehr geschürft, da bereits alle Coins existieren. Daher gibt es hier auch kein klassisches Ripple Mining, wie wir es von Bitcoin, Ethereum oder von anderen digitalen Währungen her kennen. Das allein ist natürlich kein Grund, dass Apple die Krypto Apps verbietet. Der Hintergrund ist ein anderer.

Zunächst einmal gibt es Apps oder Programme, die die Rechenleistung von Nutzern unbemerkt nutzt. Das heißt, das Smartphone oder der Computer eines Nutzers schürft im Hintergrund nach Coins, ohne das der Verbraucher das weiß. Er merkt es nur daran, dass die Prozesse wesentlich langsamer laufen, der Lüfter ständig angeht und auch der Computer bzw. das Smartphone ständig heiß wird. Gleichzeitig steigt dadurch der Stromverbrauch enorm und die Akkulaufzeit der Batterie sinkt extrem schnell, da das Gerät ja permanent auf Hochtouren läuft.

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Apple will diesem „Treiben“ jetzt einen Riegel vorschieben. Doch es gibt auch einen weiteren Grund für die Änderungen in den App-Store Bedingungen. So möchte Apple eine unnötige Beeinträchtigung von Akkulaufzeit und Performance der Apple-Geräte verhindern.

Das wird vor allem darin deutlich, dass Apple in seinen Bedingungen auch davon spricht, dass neue Apps so programmiert werden sollen, dass sie die Batterie nicht entleeren, dass das Gerät nicht aufgeheizt wird und auch generell die Ressourcen der Prozessoren nicht unnötig belastet werden.

Starbucks WLAN gehackt und Monero geschürft

Immer mehr öffentliche Bereiche, Bars, Cafés usw. bieten kostenfreies und ein für jedermann zugängliches WLAN an. Die Besucher nutzen dann auch häufig diesen Service. Leider kam es in Argentinien zu einem Vorfall in einer Starbucks-Filiale. Jemand hackte das WLAN Netzwerk dieser Filiale und erlangte somit bei den Smartphones der Besucher, die sich ebenfalls in diesem WLAN Netzwerk eingeloggt hatten, Zugriff. Ohne dass die Besucher es bemerkten, haben ihre Geräte im Hintergrund Monero für den Hacker geschürft. Er nutzte die Rechenleistung der Besucher. Das Gleiche passierte übrigens auch Besuchern einer Streaming-Plattform. Solche Berichte sind leider kein Einzelfall, sondern kommen immer wieder vor.

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Wer in Zukunft mit einem Apple Gerät sich in einem öffentlichen WLAN Netzwerk einloggt, braucht keine Angst haben, dass eine App im Hintergrund die Rechenleistung für solche Zwecke nutzt. Denn Apple macht es technisch unmöglich.

Hat Apple etwas gegen Kryptowährungen?

Nein, das kann man so pauschal nicht sagen. Das Apple nicht prinzipiell Kryptowährungen verbieten möchte, sieht man daran, dass zum Beispiel Krypto Wallets weiterhin erlaubt sind. Der Konzern möchte nur sichergehen, dass keine illegalen Apps das Apple Netzwerk nutzen bzw. sind die Apps nicht immer illegal, entsprechen aber nicht dem Standard von Apple. Auch aus Nutzersicht ist es nur zu begrüßen, dass es nun schon rein technisch nicht mehr möglich ist, dass Hintergrundprogramme auf die Prozessorleistung des Nutzers unbefugt zugreifen. Dieses Vorgehen ähnelt dem eines Virus oder Trojaners. Das Beispiel der Starbucks-Filiale macht deutlich. welche Gefahren lauern. Auch das Krypto Mining in der Cloud ist ja weiterhin möglich und gestattet. Hätte Apple grundsätzlich etwas gegen digitale Währungen, würde das Unternehmen deutlich rigider vorgehen.

Möglicherweise reagiert Apple auch auf ein Problem, welches im März diesen Jahres mit der App Calendar 2 von Qbix entstand. Im App-Store war diese besagte App kostenpflichtig. Die Anbieter wollten als Alternative zum Bezahlen der App, das „Bezahlen“ per Monero Schürfen möglich machen. Der Nutzer konnte sich also entscheiden, ob er den Kaufpreis der App bezahlt oder sein iPhone nutzt, um damit für den Anbieter Monero schürft. Allerdings gab es daraufhin technische Probleme. So beschwerten sich Nutzer, dass sie diese Funktion gar nicht mehr abschalten konnten. Die betroffenen iPhone's waren teilweise gar nicht mehr funktionstüchtig. Selbst bei zahlenden Kunden wurde im Hintergrund Monero geschürft. Kein Wunder, dass es immer mehr negative Bewertungen der App gab. Apple kann und will so etwas nicht dulden und schiebt mit den neuen Regelungen diesen Entwicklungen einen Riegel vor. Schließlich leidet auch das Image von Apple unter solchen Problemen.

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ICOs auch weiterhin möglich

Ein weiterer Aspekt, dass der Konzern Apple keinen Kreuzzug gegen Kryptowährung fährt ist, dass die umstrittenen ICOs bzw. ICO-Anwendungen auch weiterhin möglich sind. Damit können auch weiterhin neue Kryptowährungen erschaffen und eingeführt werden. Allerdings schreibt Apple vor, dass nur die Anwendungen im App-Store erlaubt sind, die auch einer gewissen Regulierung unterworfen sind. Das heißt, dass die App-Anbieter Banken, Terminbörsen oder andere zugelassene Finanzinstitutionen sein müssen. Denn nur so könne der Verbraucher sichergehen, dass sich die Anbieter auch an gesetzliche Standards halten.

Apps für das Krypto Trading sind zudem ebenfalls weiterhin problemlos möglich, sofern es sich um „offizielle“ Anbieter handelt. Wer also in Zukunft mir der IQ Option Krypto App handeln will, kann dies auch weiterhin über das iPhone tun. Wichtig ist nur, dass diese Apps nicht zum Herunterladen von Apps auffordern oder Postings in sozialen Netzwerken zulassen. Aus unserer Sicht sind die Apple Richtlinien im Großen und Ganzen im Sinne des Verbrauchers. Sicherlich kann man sich über die eine oder andere Ausgestaltung streiten. Insbesondere wenn der Nutzer von sich aus ein Krypto Mining möchte.

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