Führt Schweden die E-Krone ein?

Schweden, das Land das vor einigen Jahrhunderten in Europa die Banknote einführte, könnte nun das Land sein, welches wieder Vorreiter in Sachen Geldsystem wird. Die Schwedische Reichsbank hat sich dafür entschlossen, die Einführung einer “echten” Kryptowährung intensiv zu prüfen. Doch man ist über die reine Prüfung schon weiter. Derzeit gibt es konkrete Forschungsprojekte und Ausschreibungen für die Einführung der “E-Krone” oder “E-Krona”. Wir schreiben hier “echte” Kryptowährung, so als ob Bitcoin & Co. keine echten Kryptowährungen wären. Laut Wikipedia übt der Finanzminister oder die jeweilige Zentralbank die Kontrolle über eine Währung aus. Als Währung wird das gesetzliche Zahlungsmittel beschrieben. Noch hat Bitcoin und auch keine andere “digitale Währung” dieses Niveau erreicht. Doch in Schweden könnte es bald soweit sein.(Der Einfachheit halber schreiben wir dennoch immer “Kryptowährung”).

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Warum plant Schweden die Einführung einer Kryptowährung?

Die Einführung einer echten Kryptowährung auf staatlicher Basis würde die gesamte Krypto-Szene auf ein ganz neues Niveau heben. Sehr interessant ist, was einige Stimmen meinen, warum gerade die Schweden eine Kryptowährung einführen möchten. Dazu muss man auch sagen, dass sich der Reichsbank-Chef Stefan Ingves selbst dazu äußerte, es sich also nicht nur bloße Spekulationen handelt!

Fakt ist, dass Schweden eines der Länder ist, in denen die Menschen so gut wie gar nicht mehr mit Bargeld zahlen. Alles läuft elektronisch, meist über Kartenzahlungen, ab. Sollte es jedoch tatsächlich dazu kommen, dass es de facto gar kein Bargeld mehr gibt, hat die Bevölkerung – und auch der Staat mit seinem Geldsystem – ein Problem. Offizielles gesetzliches Zahlungsmittel sind nur Banknoten und Zentralbankgeld. Privatpersonen und Unternehmen haben aber kein Zugang zu Zentralbankgeld. Nur Banken haben das. Würde es kein Bargeld mehr geben, hätten die Menschen keinen Zugang mehr zu gesetzlichem Zahlungsmittel. Die Einlagen die sie bei Banken auf dem Giro- oder Sparkonto unterhalten, sind lediglich Forderungen gegen die Bank, bloße Recheneinheiten. So lange alles reibungslos läuft, ist das praktisch gesehen, kein Problem. Doch in einer Krise könnte das Vertrauen verschwinden. Wenn mehrere Banken pleite gehen wären die Forderungen der Kunden möglicherweise unwiederbringlich verloren. Eine Pleite könnte das Finanzsystem vielleicht verkraften, aber mehrere? Zwar gibt es Einlagensicherungen, doch die sind mehr theoretischer Natur. Es ist keineswegs so, dass das Geld in irgendeinem Fonds schon bereit läge oder verpfändet wäre und nur darauf warte, ausbezahlt zu werden. Nur ein kleiner Teil der gesamten Geldmenge liegt dort.

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Schweden hat das Problem erkannt und steuert dagegen. Denn die Einführung der E-Krone könnte als gesetzliches Zahlungsmittel fungieren. Damit hätten die Bürger Zugang zu diesem und gleichzeitig könnten sie alles elektronisch abwickeln. Die Aufgabe der Zentralbank ist es schließlich, das Vertrauen zu erhalten. Würde sie nicht gegensteuern, hätte sie versagt.

Das heißt also, die Einführung der E-Krone in Schweden ist keine staatliche Repression zur Überwachung der Bürger, sondern eine Notwendigkeit, die sich aus dem Verhalten der Menschen ergibt. Das erklärt auch, warum es aktuell kein andere Land auf der Welt gibt, welches so weit ist, bei der Einführung einer staatlichen Kryptowährung. Auch wenn es in den Medien gelegentlich anders dargestellt wird.

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E-Krone und Bitcoin: Fast dasselbe?

Die Einführung des staatlichen Kryptogeldes würde es erstmalig ermöglichen, auch Einzelpersonen Zugang zu Zentralbankgeld zu gewähren. Realistisch betrachtet dauert die Einführung natürlich noch Jahre. Doch die Schwedische Reichsbank arbeitet bereits mit zehn Vollzeitkräften an diesem Projekt. Die E-Krone wird grundsätzlich auf derselben Basis laufen wie Bitcoin, nämlich der Blockchain Technologie. Allerdings war es dass dann auch schon bald mit den Gemeinsamkeiten. Die Unterschiede sind dagegen wesentlich.

Anders als bei Bitcoin würde die Schwedische Reichsbank die Kontrolle behalten. Das System wäre also nicht dezentral, sondern zentral. Wir vermuten ohnehin, dass die Blockchain Technologie erhalten bleibt und unser Leben revolutioniert. Doch der eigentliche Grund, die Unabhängigkeit von Banken und Zentralbanken, wird wohl so nicht kommen. Im Gegenteil, sie werden sich diese Technologie selbst zu nutze machen. Wie am Beispiel von Schweden ja ersichtlich ist. Allerdings wollen wir hier keine Wertung vornehmen bzw. für oder gegen eine Seite Stellung beziehen.

Dadurch, dass eine Zentralbank weiterhin die Kontrolle über die Kryptowährung behalten würde, wären auch die Zahlungsströme nachvollziehbar und transparent. Das macht es Kriminellen und Steuerhinterziehern sehr schwer. Wir würden nun nicht sagen unmöglich. Auch wenn uns das aktuell nicht bewusst ist, wie eine Steuerhinterziehung dennoch möglich ist, so sind wir doch davon überzeugt, dass die kriminelle Fantasie hier keine Grenzen haben wird. Also wir sehen es daher auf keinen Fall als “Allheilmittel”.

Die Schwedische Reichsbank betont auch, dass die E-Krona kein Ersatz für offizielles Zahlungsmittel ist, sondern nur eine Ergänzung. Genau wie Bargeld kann es zur Aufbewahrung und als Zahlungsmittel genutzt werden. Zahlungen im Geschäft oder online werden dabei in Echtzeit abgewickelt. Ein großer Pluspunkt zur bisherigen Zahlung. Außerdem müssten deutlich geringere Gebühren und Kosten anfallen.

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Basis der E-Krone: IOTA oder Stellar

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die Schwedische Reichsbank die technische Infrastruktur der E-Krone natürlich nicht selbst entwickelt, sondern sich dabei externer Experten bedient. Nach einer Ausschreibung durch die Notenbank, bewarben sich 40 Unternehmen für die Entwicklung. 19 sind davon übrig geblieben. Darunter die hierzulande beheimatete IOTA Foundation und IBM, welches auf Basis von Stellar das Projekt für die Notenbank umsetzen möchte. Natürlich kann es passieren, dass keines der beiden Unternehmen den Zuschlag bekommt. Das würde am Krypto-Markt dann wohl kaum registriert werden. Sollte jedoch IOTA oder Stellar tatsächlich die Basis für die zukünftige erste staatliche Kryptowährung werden, so wird der Krypto Kurs wohl kaum ein Halten kennen.

Sollten Anleger daher jetzt einsteigen? Möglich ist es. Aber wir wollen auch betonen, dass das Projekt noch Jahre dauern könnte. Und möglicherweise bekommt keiner der beiden den Zuschlag. Ein Risiko ist auf jeden Fall vorhanden. Wer jedoch nur mit einer kleinen Position einsteigt, kann natürlich auch nicht allzu viel verlieren. Denn der maximale Verlust ist auf die Höhe des Investments beschränkt.

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An dieser Stelle wollen wir aber nochmals betonen, dass der Krypto Handel risikoreich ist. Es gibt keinerlei Garantie, dass sich die E-Krone tatsächlich durchsetzt. Es kann alles auch ganz anders kommen. Generell empfehlen wir für Anleger, die gar keine oder nur wenig Erfahrung mit Kryptowährungen haben, zunächst den Handel auf einem Demokonto. Dort können sie ohne Risiko mit virtuellem Kapital erste Trades tätigen. Die Handelsbedingungen sind dabei realistisch, sprich Realtimekurse, Positionsgrößen wie sie auch im realen Trading möglich sind usw. Positiver Nebeneffekt ist, dass der Nutzer so auch gleich die Plattform des Brokers kennenlernt.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur at Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
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