Bitcoin – Blanker Wahnsinn: Von Kim Jong-Un bis JPMorgan

Was derzeit am Bitcoin Markt los ist, ist einfach nur der blanke Wahnsinn! Anders lässt es sich nicht in Worte fassen. Nicht nur der Kursverlauf, den Anleger vergangene Woche erlebt haben, sondern von USA bis Nordkorea, überall spielt Bitcoin eine Rolle. Also ist die Kryptowährung doch mehr als nur eine Spielerei von Computerfreaks! Bitcoin ist bei den da “ganz oben” angekommen. Nordkorea stiehlt für das Regime von Kim Jong-Un Bitcoins, der Chef der Investmentbank JPMorgan bezeichnet Bitcoin als “Betrug” und China will alle Bitcoin Börsen in dem Land schließen. Wenn Bitcoin nichts weiter wäre als eine Spinnerei, würden sich solche Institutionen und Personen nicht so ausgiebig damit beschäftigen bzw. sich darüber äußern. Doch der Reihe nach. Was war vergangene Woche los mit dem Bitcoin Kurs?

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JPMorgan Chef: “Bitcoin ist Betrug”

Der Chef der Großbank JPMorgan Jamie Dimon äußerte sich am Dienstag auf einer Investorenkonferenz sehr negativ über die Kryptowährung Bitcoin:

“Es ist keine reale Sache, irgendwann wird es geschlossen werden … Es ist schlimmer als die Tulpenblase, es wird nicht gut ausgehen. Irgendjemand wird getötet werden.” Bitcoin sei “Betrug”, sagte er weiter.

Der Vergleich mit der Tulpenblase kommt ja immer wieder vor. Doch wir haben bereits darauf hingewiesen, dass dieser Vergleich hinkt. Schließlich sind Tulpen theoretisch unendlich vermehrbar, Bitcoin nicht. Oliver Flaskämper (CEO der Krypto-Börse Bitcoin.de) ist daher eher der Meinung, dass Bitcoin mit Gold gleichzusetzen sei. Ist es verwunderlich, dass Jamie Dimon sich derart über Bitcoin äußert? Nicht, wenn man die Hintergründe ein wenig beleuchtet. Die Technologie hinter Bitcoin, die Blockchain, wurde entwickelt, um das heutige Bankensystem abzulösen. Bitcoin bzw. andere Kryptowährungen graben langfristig gesehen den Banken das Wasser ab, macht sie überflüssig. Ein Finanzsystem, welches auf zum Beispiel Grundlage von Bitcoin funktioniert, entzieht sich einer Kontrolle durch Großbanken. Davon abgesehen haben Kreditinstitute auch noch an anderen Fronten zu kämpfen. Das sichere Geschäftsmodell, die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, bröckelt. In einigen Ländern übernehmen “mobile Payment Anbieter” diese Funktion. Es dürfte also vor allem die blanke Angst sein, die Jamie Dimon bringt, Bitcoin als Betrug darzustellen. Denn wie gesagt, Bitcoin wurde ja genau mit dem Ziel gegründet, Banken wie JPMorgan zumindest auf gewissen Gebieten obsolet zu machen.

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Chinas Bitcoin-Börsen stellen Betrieb ein

Eine weitere Hiobsbotschaft kam diese Woche aus China. Es bestätigten sich Gerüchte bzw. Vermutungen, dass wahrscheinlich die meisten Bitcoin-Börsen in China ihren Betrieb einstellen müssen. Am Donnerstag (14. September) erklärte die zweitgrößte Bitcoin-Börse Chinas, BTCC, dass sie schließen muss. Grund sind die massiven Regulierungen der chinesischen Regierung. Zwar seien nicht alle Geschäftsbereiche betroffen. So wird zum Beispiel das Bitcoin Mining Geschäft weiter betrieben. Doch der allgemeine Handel muss eingestellt werden. Noch sei derzeit allerdings nicht völlig abzusehen, welche Auswirkungen die Regulierung hat. Man muss einfach die nächsten Statements abwarten. Aktuell sieht es so aus, dass die chinesische Regierung die “Regulierungsschrauben” mächtig anzieht. Das muss jedoch nicht immer ein Nachteil für Nutzer sein. Eine gesunde Regulierung schafft Vertrauen für Anleger.

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Kim Jong-Un – Nordkoreas Hacker stehlen Bitcoins

Die zunehmendes Isolation des Landes führt dazu, dass das Regime mittlerweile wie ein gut funktionierendes kriminelles Unternehmen agiere. Um sich zu finanzieren greift Machthaber Kim Jong-Un zum Beispiel auf eine Hackertruppe zurück: TEMP.Hermit, so zumindest die Aussagen des IT-Sicherheitsunternehmen FireEye. Demnach sollen vor allem südkoreanische Bitcoin-Börsen das Ziel der Hacker sein. Die geografische und kulturelle Lage legen dies nahe. Auch die fehlende Sprachbarriere macht es Hackern einfacher. Ein weiterer Grund, warum nordkoreanische Hacker ausgerechnet auf die Bitcoin-Börsen im Süden des Landes zugreifen wollen ist, dass Südkorea einer der größten Handelsräume der Kryptowährung ist. Beispielsweise hat die weltweit zweitgrößte Bitcoin Börse Bithump dort ihren Sitz.

Allerdings lässt sich nicht genau sagen, ob und wie viele Bitcoins durch Hackerangriffe aus Nordkorea gestohlen wurden. Selbstverständlich leugnet das Regime jeden Vorwurf in dieser Richtung. FireEye bestätigte, dass es dieses Jahr bereits 3 Angriffe auf südkoreanische Bitcoin-Börsen gab. Eine dieser Börsen, Yapizon, soll bereits über 3.800 Bitcoins verloren haben (entspricht derzeit circa 14 Millionen Dollar). Die Angriffe zielen dabei sowohl auf den Bitcoin-Bestand der Börse, als auch der von Nutzern ab.

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“Bitcoin-Geldwäsche” mit weiteren Kryptowährungen

Der Diebstahl von Kryptowährungen bietet sich geradezu an. Es ist wesentlich schwerer nachzuverfolgen, wer und wohin Bitcoins transferiert wurden. Dennoch müssten auch nordkoreanische Hacker eine gewisse “Bitcoin-Geldwäsche” betreiben. Das könnte zum Beispiel so aussehen, dass sie die gestohlenen Bitcoins in andere Altcoins tauschen. Dieser Prozess wird vielleicht sogar mehrfach durchgeführt. Im Anschluss könnten dann die Altcoins entweder wieder in Bitcoin gewechselt werden oder dann in klassische Fiat-Währung wie US-Dollar oder Euro. Dadurch erschließt sich für das Regime ein gewisser Geldzufluss. Weitere Methoden, die Nordkorea zur Finanzierung nutzt, sind Goldschmuggel, Drogenhandel, Falschgeld oder das Betreiben von Unternehmen im Ausland, wie zum Beispiel Restaurants oder Hotels. Der starke Anstieg des Bitcoin Kurses macht die Kryptowährung zum beliebten Ziel von Hackern.

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Erst Crash, dann Rakete – Das war eigentlich schon fast zu einfach

Vor allem die Aussagen von JPMorgan-Chef Dimon und die Schließung von chinesischen Bitcoin-Börsen führte dazu, dass der Bitcoin Kurs vergangene Woche zunächst um 40 Prozent einbrach. Von circa 4.400 Dollar auf knapp unter 3.000 Dollar rauschte der Bitcoin Kurs innerhalb von nur drei Tagen ab. Doch exakt bei 3.000 Dollar begann am Freitag dann die Rally auf circa 4.000 Dollar. Aktuell notiert Bitcoin bei um die 3.800 Dollar. Wer sich den Chart betrachtet kommt zu dem Schluss, dass das schon fast zu einfach war. Schauen wir uns das kurz genauer an:

Fast schon zu einfach: Beim Auflösen der SKS-Formation Short gehen und am Tiefpunkt wieder Long.

Fast schon zu einfach: Beim Auflösen der SKS-Formation Short gehen und am Tiefpunkt wieder Long.

Wer sich den Bitcoin Chart anschaut, stellt fest, dass die Kryptowährung eine Art SKS-Formation ausbildete. Das Ziel wäre um die 3.000 Dollar gewesen. Einmal, weil es sich um eine Unterstützung handelt, zum anderen, weil es ungefähr das Kursziel aus der Chartformation ergibt. Das heißt, dass Trader bei circa 4.000 Dollar hätten Short gehen können. Bei 3.000 Dollar hingegen wieder Long. Das Ganze lief dann tatsächlich so ab. Eigentlich schon fast zu einfach…

Egal ob Hacker oder Börsen-Schließung: Mit CFDs immer am Ball sein

Die Hackerangriffe zeigen, dass der “physische” Kauf von Bitcoin auch Nachteile haben kann. Die Sicherheitsvorkehrungen sind zum Teil noch nicht so weit ausgereift, wie bei anderen Technologien. Die gerade eben erwähnte Trading-Idee (klar, hinterher ist man immer schlauer…) lassen sich außerdem direkt mit Bitcoins nur schwer umsetzen, zumindest das Shorten. Wesentlich einfacher ist da der Einsatz von Bitcoin CFDs. Mithilfe von CFDs spekulieren Anleger nur auf die Kursveränderung des Basiswertes, besitzen aber nicht die Kryptowährung. Mit dem Broker wird ein sogenannter Differenzkontrakt geschlossen. Vorteil ist, dass das CFD Trading von der technischen Umsetzung relativ einfach ist. Auch das Shorten von Basiswerten ist problemlos möglich. Ein Investment von nur 25 Euro, hätte bei obiger Trading-Idee mehrere hundert Euro Ertrag beim CFD Broker Plus500 eingebracht – in drei Tagen!

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An dieser Stelle jedoch noch der Hinweis, dass der CFD Handel zwar technische recht einfach umzusetzen ist, es im Handel jedoch auch hohe Risiken gibt. Vor allem bei stark volatilen Basiswerten ist das Risiko sehr hoch, die Kapital zu verlieren. Auch wenn es bei Plus500 keine Nachschusspflicht gibt, so können schon einzelne Trades zum Totalverlust führen. Wer keine oder nur wenig Erfahrung hat, sollte vorher unbedingt auf einem Bitcoin Demokonto üben.

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Fazit: Bitcoin extrem volatil, der Newsflow bleibt erstmal negativ

Diese extreme Volatilität bringt natürlich interessante Tradingchancen mit sich. Allerdings dürfen Händler niemals das Risiko aus den Augen verlieren. Was am Bitcoin Markt los ist, kann einfach nur als “Wahnsinn” bezeichnet werden, wie schon eingangs erwähnt. Vermutlich wird der Newsflow in den nächsten Tagen und Wochen erstmal negativ bleiben. Vor allem aus China könnte noch die eine oder andere Nachricht kommen. Es wird wohl auch nur eine Frage der Zeit sein, bis andere Regierungen nachziehen. Fakt ist jedoch, langfristig wird an Bitcoin & Co kein Weg mehr vorbeigehen.

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Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Redakteur at Bitcoinmoney.net
Ruben Wunderlich absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein BWL-Studium. Danach war er 6 Jahre im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur. Ruben präsentiert Euch auf Bitcoinmoney.net aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der Kryptowährungen.
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