Bitcoin Cloud-Mining

Bitcoin Cloud-Mining – ein Überblick

Normalerweise wird für das Bitcoin-Mining eigene Hardware in Form von spezialisierten ASIC-Chips benötigt. Da diese Chips speziell für das Bitcoin-Mining designed und hergestellt werden und daher vergleichsweise geringe Stückzahlen aufweisen, sind sie deutlich teurer als Consumer-Hardware wie z.B. Grafikkarten oder CPUs. Allerdings überflügeln sie diese in der kryptographischen Rechenleistung auch um ein Vielfaches und sind heute für das Mining unerlässlich. Bei Preisen die weit im vierstelligen Bereich pro ASIC-Chip liegen, können sich jedoch nur wenige Bitcoin-Enthusiasten ein eigenes Mining-Rig leisten.

Um Bitcoin-Mining auch für Normalsterbliche wieder erschwinglich zu machen, haben sich die ersten Cloud-Angebote für das Mining etabliert. Dabei werden ganze ASIC-Chips oder auch nur Bruchteile der Rechenleistung in Form von Giga-Hashes (kurz GH/s) flexibel angemietet. Der Kunde kann dabei vergleichsweise günstig in das Bitcoin-Mining einsteigen und muss nicht vorab einen vier- bis fünfstellingen Betrag in Spezialhardware investieren. Zusätzlich muss er sich nicht um die Administration und Unterbringung der Mining-Hardware kümmern, da diese sicher und unter ständiger Überwachung des Cloud-Anbieters steht (Stichwort Colocation).

Wie funktioniert Bitcoin Cloud Mining?

Zunächst muss man sich für einen der zahlreichen Cloud-Mining-Anbieter (siehe unten) entscheiden und ein Konto eröffnen. Dabei schadet es nicht, sich vor der Kontoeröffnung genauer über den Anbieter im Internet zu informieren. Da das Bitcoin-Mining ein sehr lukratives Geschäft ist, tummeln sich leider auch einige schwarze Schafe in diesem Umfeld, die trotz Bezahlung keine oder weniger Rechenleistung als Versprochen zur Verfügung stellen. Hier kann man nur hoffen, dass diese schwarzen Schafe mit der Zeit vom Markt verdrängt werden.

Abhängig vom Anbieter kann man anschließend direkt Giga-Hashes kaufen und losminen, oder muss einen Mining-Vertrag (Contract) über die Lieferung von Mining-Rechenleistung über einen bestimmten Zeitraum abschließen. Erstere Variante bietet für den Kunden deutlich mehr Flexibilität, ist allerdings für den Anbieter schwieriger umzusetzen, weshalb es hier bisher nur einen großen Vertreter (cex.io) gibt. Cex.io ist dabei direkt an den Mining-Pool Ghash.IO angeschlossen, der den Großteil der Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk zur Verfügung stellt.

Die durch das Cloud-Mining generierten Bitcoins kann man sich in der Regel in seine Bitcoin-Wallet transferieren lassen. Häufig erfolgt dabei eine wöchentliche Ausschüttung. Einige Cloud-Miner bieten aber auch eine tägliche Bitcoin-Auszahlung an. Die Anbindung der gemieteten Hashing-Leistung an einen Bitcoin-Pool übernimmt dabei der Cloud-Hashing-Anbieter. Als Nutzer einer entsprechenden Cloud-Lösung muss man sich demnach nicht mit der Installation von Mining-Software unter Linux auseinandersetzen, da die Angebote entsprechend vorkonfiguriert sind.

Welche Vorteile bietet das Cloud-Mining?

Durch das Angebot der Cloud-Mining-Provider sinkt die Einstiegshürde für Anfänger im Bereich Bitcoin-Mining. Es werden weder Softwarekenntnisse für die Einrichtung eines Mining-Rigs benötigt, noch müssen vier- bis fünfstellige Beträge in ASIC-Spezialhardware investiert werden. Bitcoin-Mining kommt durch das Cloud-Mining wieder zurück zu seinen Wurzeln. Jeder kann sich auch mit kleinen Beträgen am Mining beteiligen und das Feld wird nicht nur einigen wenigen Investoren überlassen.

Des Weiteren kann man seine Rechenleistung bei den Cloud-Anbietern in der Regel flexibel hoch- und runterfahren. Läuft das Mining-Geschäft gut, können schnell zusätzliche Ressourcen hinzugebucht werden. Benötigt man hingegen kurzfristig Liquidität, kann Mining-Rechenleistung weiterverkauft werden. Besonders einfach funktioniert das bei dem Anbieter cex.io, bei dem Giga-Hashes in Sekundenschnelle gehandelt werden können. Dadurch kann flexibel auf die aktuelle Marktsituation reagiert werden.

Gibt es auch Nachteile?

Die gewonnene Flexibilität und niedrigeren Investitionskosten erkauft man sich bei den Cloud-Mining-Anbietern durch einen höheren Preis pro Giga-Hash. Wer bereit ist, mittlere vierstellige Beträge für einen ASIC-Miner auszugeben, fährt damit auf die Hashingleistung gerechnet günstiger, als wenn er dieselbe Rechenpower bei einem der Cloud-Anbieter einkauft. Bevor man bei einem der Anbieter ein Konto eröffnet, sollte man also unbedingt die Kosten pro Giga-Hash berechnen und mit anderen Anbietern vergleichen.

Welche Cloud-Mining-Anbieter gibt es?

Die folgende Liste ist nur ein kurzer Überblick und bei Weitem nicht vollständig. Wir werden sie in der nächsten Zeit um weitere Anbieter ergänzen und einen Cloud-Mining-Vergleich durchführen.

Leave a Comment