Bitcoin & Altcoins: gesetzliche Anerkennung in Kalifornien?

Kalifornien gilt im Allgemeinen als relativ liberaler Bundesstaat der USA. Dies könnte jetzt auch virtuellen Währungen, wie Bitcoin und diversen Altcoins zu Gute kommen. Ein Gesetzesentwurf in Kalifornien würde Bitcoins, Altcoins sowie diverse Coupons offiziell als legale Alternative zum US-Dollar zulassen.

Kalifornische Anhänger virtueller Währungen können sich berechtigte Hoffnungen machen, dass Altcoins in Zukunft in ihrem Heimatstaat formal als “legale Währung” zugelassen sind. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde im Januar dieses Jahres eingereicht und ihm werden von Insidern derzeit gute Chancen eingeräumt.

Mit dem Inkrafttreten von AB 129 würden nicht nur Bitcoin, sondern auch andere virtuelle Währungen, aber auch Coupons oder ähnliche Alternativen zu amerikanischen Dollars, offiziell als legale Alternative zu herkömmlichem Geld zugelassen. Damit würden solche Zahlungsmittel, die in Kalifornien bereits eifrig verwendet werden, eine legale Grundlage erhalten.

Bitcoin und Altcoins: aktuell keine Währung

Zugleich deutet der Gesetzesentwurf aber auch an, dass Bitcoin und Co. zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine legalen Währungen darstellen. Der Staat könnte damit theoretisch gegen die Erzeugung von Kryptowährungen vorgehen – ein Szenario, das weniger weit hergeholt ist, als es im ersten Moment scheint. Erst im vergangenen Jahr hatte Kalifornien mit einer Unterlassungserklärung gegen die Bitcoin Foundation für Aufruhr gesagt. Damit war die zentrale Frage aufgeworfen worden, ob die Erzeugung und Verbreitung virtueller Währungen mit einer illegalen Gelddruckerei gleichzusetzen ist. Dieser Vorwurf könnte sich bei einem Inkrafttreten von AB 129 erübrigen.

Kein Annahmezwang für Bitcoin & Co.

Allerdings wird dem US-Dollar als gesetzliche Währung explizit immer noch ein höherer Status als den Kryptowährungen eingeräumt. So besagt AB 129, dass von niemandem gefordert werden darf, alternative Währungen anzunehmen.

Das ist eine Einschränkung, die vielleicht in Zukunft eine immer geringere Rolle spielen wird, denn derzeit gehen zunehmend Händler dazu über, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren, eine Haltung, die sich spätestens nach einem Inkrafttreten von AB 129 auch auf andere virtuelle Währungen ausdehnen könnte.